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Arbeitskräfte nach Bedarf Teil 4: Minijobber einstellen

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Von Astrid Engel,

Als Minijob bezeichnet man

  • eine geringfügig entlohnten Beschäftigung, bei der Ihr Mitarbeiter nicht mehr als 400,- Euro monatlich verdient - eine kleine Teilzeit-Stelle sozusagen, oder
  • eine kurzfristige Beschäftigung, bei der Sie Ihren Mitarbeiter nicht mehr als zwei Monate oder insgesamt 50 Arbeitstage pro Jahr beschäftigen. In diesem Sonderfall brauchen Sie gar keine Sozialabgaben abzuführen.

Besonderheiten, wenn der Minijobber weniger als 400 Euro verdient

Der Bruttoverdienst darf inklusive Sonderzahlungen (z.B. Weihnachtsgeld) höchstens 400,- Euro pro Monat betragen. Wie viele Stunden Ihr Minijobber dafür arbeitet, spielt keine Rolle.

Ihr Minijobber zahlt grundsätzlich keine Abgaben - weder Steuern noch Sozialversicherung.

Sie als Arbeitgeber müssen pauschale Abgaben in Höhe von 30 Prozent des Bruttolohns abführen:

  • 15 Prozent Rentenversicherung,
  • 13 Prozent Krankenversicherung (entfällt, falls Ihr Minijobber privat versichert ist)
  • 2 Prozent Lohnsteuer,
  • Nur für Arbeiter: wenn Sie nicht mehr als 30 Mitarbeiter beschäftigen, zahlen Sie noch eine kleine Umlage (U1) in Höhe von 0,1 Prozent für die Erstattung der Lohnfortzahlung bei Krankheit.

(Beispiel: Sie zahlen Ihrem Minijobber für Büroarbeiten 300,- Euro pro Monat. Ihre Kosten belaufen sich dann auf 390,- Euro pro Monat - 300,- Euro + 90,- Euro pauschale Abgaben.)

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Besonderheiten, wenn der Minijobber mehr als 400 Euro verdient

Ihr Minijobber darf bei Ihnen und anderen Arbeitgebern maximal 50 Tage oder zwei Monate im Kalenderjahr kurzfristig arbeiten.

Der Job muss befristet sein und darf nicht regelmäßig (z.B. unbefristet jeden Dienstag) ausgeübt werden.

Verdient der Minijobber mehr als 400,- Euro pro Monat, darf die Tätigkeit nicht berufsmäßig sein (auf der sicheren Seite sind sie aber zum Beispiel bei Hausfrauen, Schülern oder Aushilfen, die eine reguläre Hauptbeschäftigung haben).

Unter den genannten Voraussetzungen fallen dann keine Sozialversicherungsbeiträge für Sie als Arbeitgeber und keine für den Minijobber an. Die Steuern rechnen Sie entweder per Lohnsteuerkarte oder pauschal mit 25 Prozent ab (trägt je nach Vereinbarung der Arbeitnehmer oder Arbeitgeber).

Jeden Minijobber - ob geringfügig oder kurzfristig beschäftigt - müssen Sie bei der Bundesknappschaft anmelden. Für 400,- Euro Kräfte reichen Sie jeweils monatlich einen Beitragsnachweis ein und führen auch die pauschalen Abgaben dorthin ab. Weitere Infos: www.minijobzentrale.de.

Allerdings hält sich ein Minijobber immer nur eine vergleichsweise kurze Zeit in Ihrem Unternehmen auf - die Identifikation mit der Arbeit und die Motivation, Verantwortung zu übernehmen, sind häufig gering. Insbesondere für sehr qualifizierte Tätigkeiten ist ein Mini-Job eher ungeeignet. Anders ist das bei Zeitarbeitnehmern. Mehr dazu im Teil 5.

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