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Arbeitssuchende als Aushilfe: Sparen Sie Beiträge zur Arbeitslosenversicherung

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Von Astrid Engel,

Wenn Sie Aushilfen einstellen wollen, denken Sie wahrscheinlich zunächst an Studenten, Schüler oder Hausfrauen. Lohnen kann sich für Sie aber auch die Beschäftigung von Arbeitssuchenden. In diesem Fall würden Sie Ihre Aushilfskraft nicht als geringfügig Beschäftigten einstellen, sondern eine reguläre sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vereinbaren.

Vorteile, wenn Sie Arbeitssuchende als Aushilfe einstellen

Arbeitssuchende

- haben oftmals eine abgeschlossene Ausbildung.
- verfügen über Berufserfahrung.
- beziehen Arbeitslosengeld, daher entfällt bei einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung von 4,2 % des Bruttolohns.

Beispiel: Ein Arbeitsloser verdient monatlich 480 € brutto. Durch den Wegfall der Arbeitslosenversicherung sinken die Sozialabgaben um 20,16 € pro Monat. Die Hälfte davon sparen Sie als Arbeitgeber.

Besonderheiten, wenn Sie Arbeitssuchende als Aushilfe beschäftigen

Allerdings hat die Sache zwei kleinen Haken:

1. Wer arbeitssuchend ist, darf nicht unbegrenzt hinzuverdienen, sondern nur 165 € pro Monat. Verdient der Arbeitssuchende mehr, wird das Arbeitslosengeld gekürzt – und zwar um die Einnahmen, die nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben die 165 € pro Monat übersteigen (§ 141 Sozialgesetzbuch III).

2.Wer arbeitssuchend ist, muss dem Arbeitsmarkt uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Das bedeutet, dass der Arbeitssuchende jederzeit in einen Hauptberuf vermittelt werden kann und Sie ihn dann nicht mehr zeitlich flexibel einsetzen können. Ohnehin dürfen Arbeitssuchende als Aushilfe nur maximal 15 Stunden pro Woche arbeiten.
Wegen dieser Besonderheiten werden Ihnen Arbeitslose als Aushilfe nur eingeschränkt zur Verfügung stehen – vor allem für kleine Aushilfstätigkeiten mit nur geringem Zeiteinsatz.

Tipp: Zwar werden die Einkünfte des Arbeitssuchenden auf sein Arbeitslosengeld angerechnet, aber so manch ein Arbeitssuchender nimmt das vielleicht gern in Kauf – allein schon, um wieder im Berufsleben zu stehen. Achten Sie dann in Ihrem und im Interesse der arbeitslosen Aushilfe darauf, dass die Beschäftigung dennoch die 15 Wochenstunden nicht überschreitet. Sonst würde der Mitarbeiter seinen Anspruch auf Arbeitslosengeld verlieren (§ 119 Abs. 3 Sozialgesetzbuch III). Für Sie würde das dann bedeuten: Sie müssten dann auch Beiträge zur Arbeitslosenversicherung für ihn abführen.

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