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Arbeitsvertrag mit einem Mini-Jobber (Teil 3): Diese Regelungen dürfen nicht fehlen

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Von Astrid Engel,

In Ihrem Arbeitsvertrag mit einem Mini-Jobber sollten Sie die gleichen Vereinbarungen festhalten wie bei jedem anderen Arbeitsverhältnis. Musterformulierungen für die Regelung von Arbeitszeit und Vergütung, Rentenversicherung und Urlaubsanspruch lieferten wir Ihnen in den Teilen 1 und 2.

In Ihrem Arbeitsvertrag mit einem Mini-Jobber sollten Sie die gleichen Vereinbarungen festhalten wie bei jedem anderen Arbeitsverhältnis. Musterformulierungen für die Regelung von Arbeitszeit und Vergütung, Rentenversicherung und Urlaubsanspruch lieferten wir Ihnen in den Teilen 1 und 2.

Treffen Sie im Arbeitsvertrag aber auch eine Regelung zu weiteren Beschäftigungen des Mitarbeiters. Davon hängt ab, ob Sie ihn tatsächlich als 400-Euro-Kraft einstufen dürfen.


5. Geht der Mini-Jobber mehreren Nebenjobs nach?

Stellen Sie einen Mitarbeiter ein, der sich neben seiner Hauptbeschäftigung etwas hinzu verdienen will, müssen Sie darauf achten, ob dies sein einziger Nebenjob ist. Generell gilt: Eine geringfügige Beschäftigung neben dem Haupterwerb zählt als 400-Euro-Job und ist versicherungsfrei.

Alle weiteren Nebenjobs, die zeitlich danach aufgenommen werden, rechnen mit dem Verdienst der Hauptbeschäftigung zusammen. Danach bemessen sich die Beitragshöhe und die Steuern. Die Folge für Sie als Arbeitgeber: Zählt der Nebenjob in Ihrem Betrieb als zweite oder dritte Nebenbeschäftigung, müssen Sie unabhängig von der Verdiensthöhe statt der Pauschale volle Sozialabgaben leisten.

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Beispiel: Ein Arbeiter ist nebenberuflich Hausmeister für ein Mehrfamilienhaus. Sein Verdienst liegt monatlich bei 350 Euro. Für diesen Nebenverdienst wird keine Sozialabgabe fällig. Wenn er zusätzlich einen Nebenjob bei Ihnen annimmt und dafür 300 Euro verdient, wird dieses Einkommen mit dem Hauptverdienst zusammen gerechnet. Für die Gesamtsumme muss er Sozialversicherung und Steuern zahlen.

Das gilt nicht für die Arbeitslosenversicherung. Die geringfügig entlohnten Beschäftigungen bleiben in der Arbeitslosenversicherung beitragsfrei, so lange die Verdienste die 400-Euro-Grenze nicht überschreiten.


Musterformulierung im Arbeitsvertrag mit einem Mini-Jobber:

Dem Arbeitnehmer ist bekannt, dass bei mehreren geringfügigen Beschäftigungen eine Zusammenrechnung erfolgt und die Arbeitsverhältnisse bei Überschreiten des monatlichen Entgelts von 400 Euro vollständig sozialversicherungspflichtig werden.

Dem Arbeitnehmer ist außerdem bekannt, dass er verpflichtet ist, den Arbeitgeber über weitere Beschäftigungen zu informieren. Er erklärt,

1.) keine weiteren geringfügigen Beschäftigungen auszuüben und

2.) die Aufnahme einer weiteren geringfügigen Beschäftigung dem Arbeitgeber unverzüglich anzuzeigen. Unterlässt der Arbeitnehmer diese Mitteilungen, macht er sich schadensersatzpflichtig.

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