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Arbeitsvertrag mit Minijobbern (Teil 2): Diese Regelungen dürfen nicht fehlen

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Von Astrid Engel,

Sie sind mit Ihrem zukünftigen Mitarbeiter übereingekommen, dass er auf 400-Euro-Basis für Sie arbeiten soll? Dann schließen Sie unbedingt einen schriftlichen Arbeitsvertrag mit ihm. Im 1. Teil haben Sie erfahren, was Sie im Arbeitsvertrag mit Minijobbern regeln sollten.

Sie sind mit Ihrem zukünftigen Mitarbeiter übereingekommen, dass er auf 400-Euro-Basis für Sie arbeiten soll? Dann schließen Sie unbedingt einen schriftlichen Arbeitsvertrag mit ihm. Im 1. Teil haben Sie erfahren, was Sie im Arbeitsvertrag mit Minijobbern regeln sollten - mit Musterformulierungen zum Beginn des Arbeitsverhältnisses, zur Probezeit und zur Arbeitszeit.

2. Vergütung im Arbeitsvertrag mit Minijobbern regeln

Arbeitnehmer brauchen für diesen Verdienst weder Beiträge in die Sozialversicherungen einzahlen noch werden Steuern fällig. Für sie bedeuten 400-Euro-Jobs: Der Brutto-Verdienst ist zugleich netto. Ausnahme: Sie vereinbaren mit Ihrem Minijobber, dass die Lohnsteuer abgezogen wird.

Beginnt oder endet die Arbeit mitten im Monat, wird die Grenze anteilig berechnet, wobei der Monat mit 30 Tagen gezählt wird. Zahlen Sie dem Mitarbeiter Weihnachts- oder Urlaubsgeld, so wird 1/12 dieses Betrags zum monatlichen Verdienst hinzu gerechnet.


Musterformulierung:

Der Arbeitnehmer erhält eine monatliche Vergütung von ............. Euro. Die Vergütung ist jeweils am letzten eines Monats fällig. Die Bezahlung erfolgt bargeldlos.

Ein Anspruch auf Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld oder anderweitige zusätzliche Leistungen besteht nicht. Werden derartige Leistungen bezahlt, erfolgen sie unter dem Vorbehalt des jederzeitigen Widerrufs. Ein Rechtsanspruch besteht auch bei wiederholter Gewährung nicht.


3. Urlaub im Arbeitsvertrag mit Minijobbern regeln

Grundsätzlich gilt: Mini-Jobbern steht der gesetzliche Mindesturlaub nach dem Bundesurlaubsgesetz zu. Einer Vollzeitkraft müssten Sie bei einer 6-Tage-Woche mindestens 24 Tage Urlaub gewähren. Rechnen Sie diesen Anspruch auf die Arbeitszeit Ihrer Aushilfe herunter. Wenn es in einem Betrieb üblich oder per Tarifvertrag geregelt ist, besteht auch Anspruch auf längeren Urlaub.


Musterformulierung:

Der Arbeitnehmer hat Anspruch auf Urlaub nach dem Bundesurlaubsgesetz (BUrlG).

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4. Regelung zur Rentenversicherung im Arbeitsvertrag mit Minijobbern

Ihr Minijobber kann auf seine Rentenversicherungsfreiheit verzichten. In diesem Fall muss er seine Rentenversicherungsbeiträge auf eigene Kosten auf den vollen Beitragssatz aufstocken. Hat sich Ihr Mitarbeiter dafür entschieden, auf die Versicherungsfreiheit zu verzichten, kann er dies für die Dauer dieser Beschäftigung nicht widerrufen.


Musterformulierung:

Der Arbeitnehmer kann auf seine Rentenversicherungsfreiheit nach § 5 Abs. 2 SGB VI verzichten. In diesem Fall muss er die Rentenversicherungsbeiträge auf eigene Kosten auf den vollen Beitragssatz aufstocken. Über diese Möglichkeit belehrt, erklärt der Arbeitnehmer:

  • Ich verzichte nicht auf die Rentenversicherungsfreiheit (ja/nein).
  • Ich verzichte auf die Rentenversicherungsfreiheit (ja/nein).


Eine weitere wichtige Regelung und die entsprechende Musterformulierung für Ihren Arbeitsvertrag mit Minijobbern finden Sie im Teil 3.

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