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Arbeitszeugnis: Angaben, auf die Sie als Arbeitgeber besser verzichten

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Von Astrid Engel,

Im Betriebsalltag kommt es bei der Erteilung von Arbeitszeugnissen immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern darüber, ob bestimmte Angaben in das Arbeitszeugnis aufgenommen werden dürfen oder nicht.

Im Betriebsalltag kommt es bei der Erteilung von Arbeitszeugnissen immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern darüber, ob bestimmte Angaben in das Arbeitszeugnis aufgenommen werden dürfen oder nicht. Diese Schnellübersicht nennt Ihnen diejenigen Angaben, die im Arbeitszeugnis nicht erwähnt werden dürfen - und dazu auch die Fälle, in denen Ausnahmen von der Regel gelten.


11 Angaben im Arbeitszeugnis, die für viel Ärger sorgen:


1. Abmahnungen:

Selbst wenn die Abmahnung(en) gegenüber dem betreffenden Mitarbeiter berechtigt war(en), dürfen sie diese im Arbeitszeugnis grundsätzlich nicht erwähnen.


2. Alkoholgenuss:

Angaben über die Trinkgewohnheiten Ihres Mitarbeiters sind für das Arbeitszeugnis tabu. Auch dann, wenn er während der Arbeitszeit gern einmal "einen trinkt", darf darüber nichts im Arbeitszeugnis stehen.

Ausnahme: Der Alkoholkonsum hatte konkrete Auswirkungen auf das Arbeitsverhältnis. Beispiel: Beim Mitarbeiter handelt es sich um einen Berufskraftfahrer und seine Trunksucht bildet den Kündigungsgrund.


3. Betriebsratstätigkeit:

Die Tätigkeit des Mitarbeiters als Betriebsrat gehört generell nicht ins Arbeitszeugnis.

Ausnahme: Der Mitarbeiter wünscht es ausdrücklich. Ist er freigestellt, dürfen Sie dies nur dann im Arbeitszeugnis erwähnen, wenn Sie wegen einer besonders langen Freistellung nicht mehr in der Lage sind, seine Leistung und Führung zu beurteilen und der Mitarbeiter selbst wegen der langen Freistellung seinem Arbeitsplatz entfremdet ist.


4. Gehalt:

Es wird in praktisch jedem Vorstellungsgespräch diskutiert, darf im Arbeitszeugnis aber generell nicht erwähnt werden.

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5. Krankheit:

Erkrankungen des Mitarbeiters dürfen weder erwähnt noch angedeutet werden. Das gilt auch dann, wenn eine Erkrankung des Mitarbeiters zur Kündigung geführt hat.

Ausnahme: Die krankheitsbedingte Arbeitsunterbrechung dauert so lange, dass Sie als Arbeitgeber zu einer abschließenden Leistungsbeurteilung nicht mehr in der Lage sind.


6. Kündigungsgründe:

Die Kündigungsgründe dürfen im Arbeitszeugnis grundsätzlich nicht erwähnt werden. Allerdings hat sich im Laufe der Zeit eine stark ausgeprägte Zeugnissprache entwickelt, die deutlich erkennen lässt, wie und auf wessen Initiative ein Arbeitsverhältnis beendet wurde.


7. Nebentätigkeit:

Im Arbeitszeugnis darf weder erwähnt noch angedeutet werden, ob und in welchem Umfang der Mitarbeiter Nebentätigkeiten ausübt.


8. Parteizugehörigkeit:

Eine etwaige Parteizugehörigkeit des Mitarbeiters ist Kernbestandteil seiner Privatsphäre und darf deshalb im Arbeitszeugnis nicht erwähnt werden.


9. Schwerbehinderung:

Angaben hierzu dürfen nicht in das Arbeitszeugnis aufgenommen werden. Die Grundsätze zu "Krankheit" gelten hier entsprechend.


10. Straftaten:

Sie dürfen im Arbeitszeugnis weder erwähnt noch angedeutet werden. Das gilt auch für laufende Ermittlungsverfahren. Auch dann, wenn der Mitarbeiter verdächtigt wird, während der Arbeitszeit am Arbeitsplatz eine Straftat begangen zu haben, und dies zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses geführt hat.

Ausnahme: Eine Straftat darf dann erwähnt werden, wenn sie sich unmittelbar auf das Arbeitsverhältnis ausgewirkt hat.


11. Vertragsverletzung:

Hat der Mitarbeiter gegen den Arbeitsvertrag verstoßen und haben Sie deshalb das Arbeitsverhältnis gekündigt, dürfen Sie dies gleichwohl nicht im Arbeitszeugnis erwähnen. Das gilt jedenfalls dann, wenn das vertragsbrüchige Verhalten für den Mitarbeiter nicht charakteristisch ist.

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