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Arbeitszeugnis für Mitarbeiter Teil 1: Wer Anspruch darauf hat

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Von Astrid Engel,

Das Arbeitszeugnis ist seit jeher ein sehr wichtiges Kriterium für eine erfolgreiche Bewerberauswahl. Denn ein gutes oder schlechtes Zeugnis kann den Ausschlag dafür geben, ob ein Bewerber eine Stelle bekommt oder nicht.
Sie sollten daher wissen, wie Sie ein Zeugnis sachlich richtig und rechtlich einwandfrei erstellen. Denn Sie müssen gerade das Arbeitszeugnis für Mitarbeiter, die Ihr Unternehmen verlassen, korrekt formulieren. So vermeiden Sie Streitigkeiten über Änderungswünsche.
Aber noch aus einem weiteren Grund hilft es Ihnen, wenn Sie in Sachen "Arbeitszeugnis für Mitarbeiter" fit sind. Denn so können Sie Zeugnisse anderer Arbeitgeber zutreffend interpretieren und besser beurteilen, ob ein Bewerber sich für die zu besetzende Stelle fachlich und persönlich eignet.

Wer Anspruch auf ein Arbeitszeugnis für Mitarbeiter hat


Anspruch auf ein Zeugnis haben alle Mitarbeiter, die in einem Arbeitsverhältnis stehen. Dazu gehören
- unbefristet und befristet (auch nur kurzfristig) beschäftigte Arbeitnehmer,
- Teilzeitkräfte, auch wenn sie nur geringfügig beschäftigt sind,
- Mitarbeiter im Probearbeitsverhältnis oder in ABM-Maßnahmen,
- Auszubildende,
- Praktikanten, Volontäre, Trainees, Schüler und Studenten,
- Rentner und Mitarbeiter, die wegen Eintritts in den Ruhestand ausscheiden,
- Mitarbeiter, die Arbeiten in ihrer eigenen Wohnung verrichten (Heimarbeiter),
- Leiharbeitnehmer (der Anspruch besteht gegenüber dem Verleiher; der Entleiher hat aber eine Mitwirkungspflicht),
- leitende Angestellte und Prokuristen und sogar
- GmbH-Geschäftsführer, sofern sie nicht (Mehrheits-)Gesellschafter sind.
Selbstständige Handelsvertreter oder freie Mitarbeiter bleiben dagegen außen vor.
Ein Arbeitszeugnis für Mitarbeiter müssen Sie zudem nur dann ausstellen, wenn Ihr Arbeitnehmer dies von Ihnen verlangt. Ausnahme: Auszubildende. Ihnen müssen Sie am Ende der Ausbildungszeit auch ohne Aufforderung ein Zeugnis erteilen.

Wann der Anspruch auf ein Arbeitszeugnis für Mitarbeiter entsteht

Auf ein Abschlusszeugnis haben Mitarbeiter erst dann Anspruch, wenn das Beschäftigungsverhältnis durch
- Zeitablauf (beim befristeten Vertrag),
- Kündigung oder
- Abschluss eines Aufhebungsvertrags
beendet ist.
Der Anspruch auf Erteilung eines Zwischenzeugnisses entsteht dagegen, sobald ein triftiger Grund für einen Mitarbeiter vorliegt.
Beachten Sie: Hat Ihr Mitarbeiter Sie berechtigterweise um ein Zeugnis gebeten und sind Sie dieser Aufforderung nicht nachgekommen, so kann Ihr Arbeitnehmer die Erteilung des Zwischenzeugnisses vor dem Arbeitsgericht einklagen (dies gilt übrigens gleichermaßen für das Zeugnis bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses).

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