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Arbeitszeugnis für Mitarbeiter Teil 3: Das gehört in ein qualifiziertes Zeugnis

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Sobald ein Arbeitsverhältnis länger als nur einige Tage bestanden hat, kann der Arbeitnehmer ein qualifiziertes Zeugnis von Ihnen verlangen.

Woraus sich ein qualifiziertes Arbeitszeugnis für Mitarbeiter zusammen setzt

Im Wesentlichen setzt sich ein qualifiziertes Arbeitszeugnis für Mitarbeiter aus diesen 5 Bausteinen zusammen:

1. Einleitung

Hierher gehören Angaben wie
- Vorname,
- Familienname,
- Titel (allerdings keine unternehmensspezifischen Titel, die nicht ganz allgemein und einheitlich gebräuchlich sind),
- Geburtsdatum,
- Geburtsort,
- der Beginn und das Ende des Beschäftigungsverhältnisses.

2. Aufgabenbeschreibung

Hier stellen Sie die Entwicklung der Aufgaben Ihres Mitarbeiters seit Beginn des Arbeitsverhältnisses dar. Es geht also um eine Beschreibung
- des Arbeitsplatzes Ihres Mitarbeiters,
- der Funktion Ihres Arbeitnehmers,
- seines Aufgaben- und Verantwortungsbereichs mit Aufgabenschwerpunkten und eventuellen Sonderaufgaben,
- seiner Kompetenzen sowie eventuell erteilter Vollmachten und
- Erweiterungen oder Veränderungen seines Aufgabenbereichs.

3. Leistungsbeurteilung

Diese enthält Aussagen über
- die Leistungsbereitschaft,
- die Arbeitsbefähigung,
- die Arbeitsweise,
- die Arbeitserfolge (Qualität, Quantität, Geschwindigkeit) sowie
- eine zusammenfassende Wertung.

4. Verhaltensbeurteilung

Unter diesem Punkt beschreiben Sie das Sozialverhalten Ihres Mitarbeiters gegenüber Vorgesetzten, Kollegen, Untergebenen, aber auch den Umgang mit Geschäftspartnern wie etwa Kunden, Patienten, Lieferanten usw.

5. Schlussformulierung

Hier geht es um die Art und Weise der Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses (z. B. einvernehmlich oder auf Wunsch des Mitarbeiters), den Beendigungstermin (soweit in der Einleitung noch nicht genannt), ggf. Dank für die Zusammenarbeit, Bedauern des Ausscheidens und Wünsche für die Zukunft.
Beachten sie: Laut einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts kann ein Mitarbeiter keine bestimmten Zeugnisformulierungen von Ihnen verlangen (BAG, 14.3.2000, Az: 9 AZR 246/99).
In Arbeitszeugnissen werden Sie immer wieder Formulierungen finden, die auf den ersten Blick eine positive Beurteilung enthalten, aber durchaus kritisch gemeint sind. Der Grund:
- Einerseits muss ein Arbeitszeugnis für Mitarbeiter wohlwollend formuliert sein, damit sie Mitarbeiter nicht ungerechtfertigt im beruflichen Fortkommen behindern.
- Andererseits muss ein Zeugnis ein wahrheitsgemäßes Bild des Mitarbeiters zeichnen.
Beachten sie dazu: Ein Arbeitszeugnis für Mitarbeiter muss klar und verständlich formuliert sein. Es darf zudem keine Merkmale oder Formulierungen enthalten, die den Zweck haben, eine andere Aussage über den Arbeitnehmer zu treffen, als es aus der äußeren Form oder dem Wortlaut des Zeugnisses ersichtlich ist.

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