Gratis-Download

Erfahren Sie hier, wie Sie Mitarbeitergespräche als Führungsinstrument sinnvoll und effizient einsetzen und welche klaren Gesprächsstrukturen bei...

Jetzt downloaden

Arbeitszeugnis interpretieren: So lesen Sie zwischen den Zeilen

0 Beurteilungen

Von Astrid Engel,

Bei der Wahl eines neuen Mitarbeiters sind die Arbeitszeugnisse der Bewerber eine wichtige Orientierungshilfe. Jeder Arbeitnehmer hat einen gesetzlichen Anspruch auf ein Arbeitszeugnis und sollte deshalb seine bisherigen Tätigkeiten einwandfrei dokumentieren können. Allerdings wird in Beurteilungen selten Klartext geredet.

Arbeitszeugnis interpretieren:  Darauf kommt es an

Auf folgende Punkte sollten Sie besonders achten, wenn Sie ein Arbeitszeugnis interpretieren:

  • Wird der Aufgaben- und Verantwortungsbereich des Bewerbers konkret angegeben? Sind individuelle Stärken aufgeführt? Werden stattdessen nur allgemeine Floskeln verwendet, heißt das oft: Der Bewerber ist eher durchschnittlich, hat keinen besonderen Einsatz gezeigt.
  • Wie lang ist das Arbeitszeugnis? Interpretieren Sie die Länge so: Ausbildungszeugnisse oder Arbeitszeugnisse für einfache Positionen sollten ca. 1 DIN A4 Seite lang sein. Für anspuchsvollere Positionen sind 1 1/2 Seiten angemessen. Arbeitszeugnisse für für Führungskräfte und für langjährige Mitarbeiter mit unterschiedlichen Funktionen können bis zu 3 DIN A4 Seiten lang sein. Ein wesentlich kürzeres Arbeitszeugnis könnte bedeuten, dass das Unternehmen mit dem Arbeitnehmer unzufrieden war oder ihn als unwichtig ansah.
  • Welche Begründung wird für das Ausscheiden genannt? Hinter einer "einvernehmlichen Trennung" verbirgt sich oft ein Aufhebungsvertrag. Haken Sie nach. Die Formulierung "... verlässt uns auf eigenen Wunsch" ist hingegen unbedenklich.

Selbstständigkeit 2008
So machen Sie als Selbstständiger in 2008 mehr Umsatz und Gewinn!
Testen Sie das "Handbuch für Selbstständige & Unternehmer" 2 Wochen gratis!

  • Fehlen Danksagungen und Zukunftswünsche? Ein Arbeitgeber, der das Ausscheiden eines Mitarbeiters nicht bedauert, sich nicht bedankt oder dem Arbeitszeugnis keine positiven Wünsche für die berufliche Zukunft anfügt, verhält sich extrem unhöflich. Möglicherweise ist er sehr verärgert und trennt sich im Streit von Ihrem Bewerber.
  • Sehen Sie sich das Datum an: Endete das Arbeitsverhältnis deutlich später? In einem solchen Fall wurde der Bewerber vermutlich freigestellt oder beurlaubt. Fragen Sie nach den Gründen.

Was Sie aber auf jeden Fall bedenken sollten, wenn Sie ein Arbeitszeugnis interpretieren: Möglicherweise war der Aussteller selbst vielleicht nicht sattelfest in der Zeugnissprache. Gerade bei kleineren Firmen mit wenigen Mitarbeitern ist diese Gefahr gegeben. Oft lassen erst mehrere Arbeitszeugnisse eine eindeutige Tendenz erkennen. Erscheint bei einem Bewerber einer der genannten Punkte fraglich, sollten Sie dies in einem persönlichen Gespräch klären.

Personal und Arbeitsrecht aktuell

Egal ob es um brandneue Urteile der Arbeitsgerichte geht, die für Sie als Arbeitgeber, als Führungskraft oder als Personalverantwortlicher von Bedeutung sind oder zum rechtssicheren Umgang mit Abmahnungen, Zeugnissen, Kündigungen. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Steigern Sie Ihre Erfolgsquote: Vergaberecht & Angebotsstrategien für Bieter

Die wichtigsten Gesetze für Ihre Personalpraxis

Umfassend über die neuesten Entwicklungen im Personalbereich informiert

Machen Sie Ihre Lohn- und Gehaltsabrechnung unangreifbar!

erkennen.vorbeugen.handeln: Gesunde Arbeit für zufriedene Mitarbeiter

Die neuesten Urteile der Arbeits-, Finanz- und Sozialgerichte