Gratis-Download

Die Fachkräfte von morgen sind Ihre Azubis! Leichter finden Sie in diesen Zeiten keine qualifizierten Mitarbeiter als im eigenen Nachwuchs. Denn: Nach...

Jetzt downloaden

5 Schritte auf dem Weg zu besseren Berufsschulleistungen Ihrer Azubis

0 Beurteilungen

Erstellt:

Im dualen System der Berufsausbildung spielt die Berufsschule für die theoretische Vermittlung von Wissen eine wichtige Rolle. Schwache Leistungen in der Schule sollten Sie daher ernst nehmen. Das gilt gerade mit Blick auf die Prüfungen.

 

Die Rahmenlehrpläne für den Berufsschulunterricht sind auf die Ausbildungsordnungen für den jeweiligen Beruf ausgerichtet. Diese unterscheiden sich zwar von Bundesland zu Bundesland (aufgrund der Kultushoheit der Länder), weisen aber allesamt Inhalte auf, die am Ende in der schriftlichen oder mündlichen Abschlussprüfung abgefragt werden können.
Wenn ein praktisch begabter Azubi regelmäßig ordentliche, gute oder sogar exzellente Leistungen im Betrieb erbringt, in der Schule dagegen nicht, dann sollten Sie den theoretischen Leistungen künftig mehr Aufmerksamkeit schenken. Ganz offenbar wird hier das Potenzial des Auszubildenden nicht ausgeschöpft. Zusätzliche Hilfestellungen braucht Ihr Azubi erst recht, wenn er sowohl im Betrieb als auch in der Schule schwächelt.

5 Schritte, damit es mit der Berufsschule wieder klappt

1. Der Azubi muss sich über die Bedeutung theoretischer Inhalte im Klaren sein. Gerade wenn ihr Azubi im Betrieb gute Leistungen erbringt, dann hat er sicherlich grundsätzlich die richtige Einstellung gegenüber seinem gewählten Beruf und der Ausbildung selbst. Er ist vielmehr gewillt, das Ausbildungsziel zu erreichen. Ihm ist aber möglicherweise nicht bewusst, welche Rolle die theoretischen Kenntnisse dabei spielen. Genau das muss er erkennen. Sie haben 2 Möglichkeiten, ihm auf die Sprünge zu helfen:

  • Legen Sie ihm eine schriftliche Abschlussprüfung vor, um ihm zu zeigen, welche theoretischen Kenntnisse für das Bestehen der Prüfung unerlässlich sind. Anhand der schulischen Rahmenlehrpläne kann er sehen, dass diese Kenntnisse nur in der Berufsschule vermittelt werden.
  • Sie zeigen anhand eines praktischen Beispiels aus dem Ausbildungsberuf, wie wichtig Kenntnisse der Theorie für das alltägliche praktische Arbeiten sind. So muss im Bauhandwerk ein Geselle Flächen berechnen können, und den Dreisatz braucht ein Kaufmann spätestens beim Angebotsvergleich. Wer sich verrechnet, bestellt zu viel oder zu wenig Material (Fläche berechnen) oder kauft zu teuer ein (Angebotsvergleich). Nur wer die Theorie nicht vernachlässigt, wird also später im Beruf erfolgreich handeln können.

2. Machen Sie den Berufsschullehrer zum Partner auf dem Weg zum Ziel. Die Berufsschullehrer Ihres Auszubildenden sollten wissen, wie Sie den Azubi einschätzen. Das ist gerade dann von Bedeutung, wenn seine Leistungen im Betrieb deutlich besser sind als die in der Schule. Nehmen Sie daher Kontakt mit dem Klassenlehrer und/oder dem betreffenden Fachlehrer auf. Reden Sie auch über die Stärken des Auszubildenden – und zwar genau diejenigen, die Sie im Betrieb beobachten können. Finden Sie so heraus, unter welchen Bedingungen der Azubi gerne lernt und geben Sie dem Lehrer Hinweise, wie und womit Sie den Azubi erfolgreich motivieren. Ihr Erfolgsrezept kann dabei ein ganz banales sein – wie „häufige Gespräche“, „individuelles Kümmern“ oder „Lernen in der Gruppe“. Für den Berufsschullehrer, der den Azubi meist nur 3-4 Unterrichtsstunden in der Woche erlebt, können das wichtige Impulse sein.

 

3. Lassen Sie sich doppelt informieren. Häufig ist der Kontakt zwischen Berufsschule und Ausbildungsbetrieb nicht der beste. Darunter leidet der Informationsfluss und Sie als federführender Partner der dualen Ausbildung erfahren erst spät, dass es Probleme gibt. Lassen Sie sich künftig daher doppelt informieren:

  • Bitten Sie zum einen den oder die betreffenden Berufsschullehrer um frühzeitige Information bei problematischen Entwicklungen. Da Sie die Gesamtverantwortung für die Ausbildung haben und auch an den Berufsschultagen die Ausbildungsvergütung zahlen, ist das Ihr gutes Recht. Im besten Falle vereinbaren Sie einen regelmäßigen Meinungsaustausch.
  • Verpflichten Sie zum anderen den betroffenen Azubi, Sie über seine Berufsschulleistungen regelmäßig in Kenntnis zu setzen. Schließlich können vor allem Sie die Entwicklung analysieren und, falls nötig, rechtzeitig konkrete Maßnahmen zur Hilfestellung in die Wege leiten. Die parallele Information über Schule und Azubi bringt Ihnen im Übrigen interessante Erkenntnisse zur Beurteilung der Situation aus Sicht des Lehrers und des Schülers.

4. Schwächen lassen sich beheben. Schwächen in Theorie lassen sich auch durch zusätzliche Unterrichtsmaßnahmen beheben. So bieten die Arbeitsagenturen für Azubis so genannte „ausbildungsbegleitende Hilfen“ an, die für Sie als Ausbildungsunternehmen kostenneutral sind. Im Rahmen solcher Maßnahmen können nicht nur fachtheoretische Lücken gestopft werden. Auch Persönlichkeitstrainings werden angeboten, und das selbstständige Erarbeiten von Lerninhalten kann geschult werden. Fragen Sie bei der Berufsberatung Ihrer Agentur für Arbeit nach. Oder bieten Sie zusätzlichen innerbetrieblichen Unterricht an. Die damit verbundenen Investitionen können sich mittel- und langfristig auszahlen.

5. Auf kleine Erfolge folgen größere. Geht es bergauf mit den Leistungen, dann ist dies unbedingt zu würdigen. Denn das stärkt den Trend. Auch wenn es zunächst einmal „nur“ ein Test in einem Nebenfach ist, der besser ausfällt: Geizen Sie nicht mit Lob und Bestätigung. Sprechen Sie den Azubi dann auch dazu an, wann die nächsten Klassenarbeiten anstehen und was darin behandelt wird. Ermuntern Sie ihn, weiter zu lernen und machen Sie damit aus den kleinen Erfolgen etwas größere. Bedenken Sie aber auch (und sagen Sie es): Es kann immer wieder Rückschläge geben. Aber diese sind kein Grund, aufzugeben und den grundsätzlich guten Weg zu verlassen.

Personal und Arbeitsrecht aktuell

Egal ob es um brandneue Urteile der Arbeitsgerichte geht, die für Sie als Arbeitgeber, als Führungskraft oder als Personalverantwortlicher von Bedeutung sind oder zum rechtssicheren Umgang mit Abmahnungen, Zeugnissen, Kündigungen. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Ihr praxisnaher Informationsdienst für die tägliche Arbeit als Ausbilder bzw. Ausbildungsverantwortlicher

Ihr Excel-Lernsystem: Verständlich, kompakt, effektiv

So machen Sie aus Ihren Azubis Vorzeige-Azubis!

Das praxisnahe und kompetente Nachschlagewerk für Ihren erfolgreichen Einsatz von Excel

Sichern Sie sich jetzt Ihr gutes Recht als Arbeitgeber

NEU! Aller Anfang ist leicht! Das erste Azubi-Start-Paket mit dem WOW-Effekt!