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Aufgaben der JAV – Bedeutung für Sie als Ausbilder

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Ihre Jugend- und Auszubildendenvertretung ist wichtiger Ansprechpartner für Ihre Azubis. Sie trägt damit hohe Verantwortung im Rahmen eines klar definierten Aufgabenspektrums. Bei der Wahrnehmung dieser Aufgaben sollten Sie Ihre JAV unterstützen.

 

Die Aufgaben der Jugend- und Auszubildendenvertretung werden in § 70 BetrVG geregelt. Dabei stehen die 4 folgenden Aspekte im Vordergrund.

1. Die Übernahme von Azubis fördern

Die JAV hat Maßnahmen beim Betriebsrat zu beantragen, die den Jugendlichen und Auszubildenden Vorteile bringen. Dazu gehört auch die Förderung der Übernahme von Auszubildenden in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis.

Um diese Aufgabe wahrnehmen zu können, muss die JAV die betriebliche Personalplanung kennen. Diese bringt sie nicht bei Ihnen oder der Unternehmensleitung in Erfahrung, sondern sie wendet sich an den Betriebsrat. Die JAV wird sich dafür einsetzen, dass freie oder frei werdende Arbeitsplätze möglichst von ehemaligen Azubis besetzt werden. Werden Ihnen entsprechende Vorschläge unterbreitet, betrachten Sie diese als Bereicherung Ihrer Auswahlmöglichkeiten. Sie sind dabei keineswegs verpflichtet, die Vorschläge anzunehmen – es sei denn, ein Tarifvertrag oder eine Betriebsvereinbarung beinhaltet eine entsprechende Übernahmeregelung.

Das bedeutet für Sie als Ausbilder: Handeln Sie in Sachen Übernahme so transparent wie möglich. Sorgen Sie dafür, dass die Wünsche der Abteilungen, die später möglicherweise ehemalige Azubis beschäftigen wollen, an die Personalabteilung bzw. Geschäftsleitung herangetragen werden. Anschließend ist dafür Sorge zu tragen, dass die daraus resultierende Personalplanung dem Betriebsrat zugänglich gemacht wird.

2. Die Einhaltung der Gesetze überwachen

Es ist zudem eine wichtige Aufgabe der JAV, darüber zu wachen, ob die relevanten gesetzlichen Regelungen eingehalten werden. Mitglieder der Jugend- und Auszubildendenvertretung können zu diesem Zwecke Betriebsbegehungen durchführen, die Einhaltung bestehender Bestimmungen bei Ausbildungsplätzen checken und Jugendliche/Azubis beispielsweise zu ihren tatsächlichen Arbeitszeiten und Pausen befragen.

Das bedeutet für Sie als Ausbilder: Es ist zu erwarten, dass Sie die JAV im Vorfeld einer möglichen Betriebsbegehung um einen „Versetzungsplan“ bittet, aus dem hervorgeht, wo im Moment welche Auszubildenden beschäftigt sind. Dieser Bitte sollten Sie ohne Zögern entsprechen und sich als Kooperationspartner zeigen – insbesondere für den Fall, dass Missstände aufgedeckt werden (könnten). Darüber hinaus informieren Sie die JAV indirekt über den Betriebsrat, welche Auszubildenden minderjährig und welche volljährig sind. Nur so kann die Jugend- und Auszubildendenvertretung effektiv die Einhaltung des Jugendarbeitsschutzgesetzes prüfen. Und letztendlich lassen Sie den Betriebsrat auch wissen, wenn Sie eine schwangere Auszubildende beschäftigen und das Mutterschutzgesetz beachten müssen. Aber Vorsicht: Wenn die Auszubildende ausdrücklich wünscht, dass der Betriebsrat über ihre Schwangerschaft nicht informiert wird (und damit auch nicht die Jugend- und Auszubildendenvertretung), dann müssen Sie diesem Wunsch entsprechen.

 

3. Anregungen der Jugendlichen und Auszubildenden entgegennehmen

Die JAV hat immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Jugendlichen und Auszubildenden. Das gilt insbesondere für Verbesserungsvorschläge in Fragen der Berufsausbildung. Auch dieser Aspekt enthält jede Menge Potenzial, das Sie positiv für sich als Ausbildungsbetrieb nutzen können. Schließlich können gerade Ihre Auszubildenden bestimmte Aspekte (Dauer von Abteilungsaufenthalten; sinnvolle Reihenfolge einzelner Abschnitte, z. B. im Hinblick auf die Themen der Berufsschule) am besten beurteilen.

Das bedeutet für Sie als Ausbilder: Machen Sie Ihren Auszubildenden Mut, Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten – nicht nur verbal, sondern auch dadurch, dass Sie konstruktive Vorschläge in die Tat umsetzen. Überlassen Sie es der JAV, die Vorschläge bei Ihnen direkt abzugeben oder über den Betriebsrat an Sie weiterleiten zu lassen. Im zweiten Fall ist es Aufgabe des Betriebsrats, die Eingaben auf Sinnhaftigkeit zu filtern.

4. Ausländische Azubis integrieren

Die JAV hat die Integration ausländischer Jugendlicher und Azubis voranzutreiben. Das gilt für Fragen der Einstellung, der Ausbildung selbst und der Übernahme. Zudem hat die JAV auch Sorge zu tragen, dass Jugendliche und Azubis innerhalb des Unternehmens mit anderen Arbeitnehmern gleichgestellt werden.

Das bedeutet für Sie als Ausbilder: Gerade für die jungen Menschen ist es mittlerweile selbstverständlich(er), multikulturelle Kontakte aufzubauen und zu pflegen. Nutzen und fördern Sie dieses positive Potenzial an Sozialkompetenz – mit Wirkung für Ihr gesamtes Unternehmen. Bedenken Sie auch, dass in Zukunft aufgrund der Bewerberlage die große Gruppe der potenziellen Auszubildenden mit ausländischem Pass eine immer wichtigere Rolle spielt.

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