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Ausbildungsarbeit: Das ist 2011 neu bei Ihren Auszubildenden

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Zum 1.1.2011 haben sich sich die Rechengrößen in der Sozialversicherung geändert. Während die neuen Beitragsbemessungsgrenzen für Ihre Auszubildenden aufgrund der eher geringen Vergütungshöhe nicht relevant sind, so schlagen sich die veränderten Beitragssätze doch in den Sozialversicherungen nieder.

Gesetzliche Krankenversicherung für Ihre Ausbildenden 2011

Der Beitragssatz für Ihre Auszubildenden stieg von 14,9 auf 15,5 %. Die Erhöhung wird von Arbeitnehmern (Azubis) und Arbeitgebern (Ausbildungsbetriebe) zu gleichen Teilen getragen (jeweils 0,3 %). Damit zahlen die Arbeitgeber 7,3 % und die Arbeitnehmer 8,2 %.

Gesetzliche Arbeitslosenversicherung für Ihre Ausbildenden 2011

Der Beitragssatz zur gesetzlichen Arbeitslosenversicherung stieg von 2,8 auf 3,0 %. Die Erhöhung wird zu gleichen Teilen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern getragen. Beide Seiten zahlen ab 2011 jeweils 1,5 %.

Die Beitragssätze zur Rentenversicherung (19,9 %) und zur Pflegeversicherung (1,95 %) bleiben erhalten.

Ihre Auszubildenden müssen somit ab der Vergütungsabrechnung für Januar mit geringfügigen Abschlägen beim Nettoeinkommen rechnen.

Beispiel: Bei einem sozialversicherungspflichtigen Einkommen von 500 € beträgt die Einbuße 2 €.

Tipp: Nutzen Sie diese Veränderungen für eine innerbetriebliche Schulungsmaßnahme in Sachen Sozialversicherungsrecht. Das hat verschiedene positive Effekte:

  • Die Azubis verstehen künftig ihre Vergütungsabrechnung besser.
  • Sie bekommen einen Einblick in die Sozialgesetzgebung und das Solidarprinzip.
  • Sie können sich rechtzeitig auf die minimalen Einbußen im Jahr 2011 einstellen und werden sich über ihr neues Nettoentgelt nicht wundern.

Welche Neuerungen bei Ihren Auszubildenden 2011noch anstehen könnte

In den letzten Monaten haben immer wieder Gerichtsurteile für Aufregung gesorgt, bei denen Arbeitnehmern wegen Bagatelldiebstählen gekündigt wurde. Um eine drohende Prozessflut aus ähnlichen Anlässen einzudämmen und vor allem nicht auf Auszubildende zu übertragen, sind 2 Gesetzesentwürfe zur Änderung des § 22 Berufsbildungsgesetz in den Bundestag eingebracht worden. Danach soll es künftig nicht mehr möglich sein, einem Auszubildenden wegen eines Bagatelldiebstahls ohne vorherige Abmahnung zu kündigen.

Was auf den ersten Blick wie eine Einschränkung der Rechte des Ausbildungsbetriebs aussieht, erscheint bei näherem Hinsehen durchaus sinnvoll. Denn Kündigungen wegen geringfügiger Eigentumsdelikte sind in der Ausbildung ohne Abmahnung sowieso viel schwerer durchzusetzen als in normalen Arbeitsverhältnissen. Sie sind daher äußerst unsicher und in der Regel erfolgreich vom Gekündigten anfechtbar. Insofern würde eine klare Regelung, bei der in solchen Fällen grundsätzlich eine Abmahnung vorgeschrieben wird, für mehr Rechtssicherheit sorgen und anfechtbare Kündigungen verhindern.

Damit wird unnötiger Ärger vermieden und Zeit sowie Anwaltskosten gespart. Letztlich werden die Schlichtungsausschüsse der Kammern und die Arbeitsgerichte entlastet.

Ob und wann genau es zu einer entsprechenden Gesetzesänderung kommt, steht gegenwärtig noch nicht fest.

Neue Ausbildungsordnungen in 2011

Diese Berufe werden ab August 2011 erstmalig als staatlich anerkannte Ausbildungsberufe angeboten:

  • Fachangestellter/Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen
  • Packmitteltechnologe/Packmitteltechnologin
  • Printmedienverarbeiter/Printmedienverarbeiterin

Diese Berufe erhalten im August 2011 neue Ausbildungsordnungen:

  • Bootsbauer/Bootsbauerin
  • Buchbinder/Buchbinderin
  • Buchhändler/Buchhändlerin
  • Drucktechnologe/Drucktechnologin
  • Fachkraft für Lederverarbeitung
  • Mediengestalter/Mediengestalterin Flexografie
  • Reiseverkehrskaufmann/Reiseverkehrskauffrau
  • Siebdrucktechnologe/Siebdrucktechnologin
  • Technischer Produktdesigner/Technische
  • Produktdesignerin
  • Technischer Systemplaner/Technische Systemplanerin
  • Textilgestalter im Handwerk/Textilgestalterin im Handwerk

 

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Egal ob es um brandneue Urteile der Arbeitsgerichte geht, die für Sie als Arbeitgeber, als Führungskraft oder als Personalverantwortlicher von Bedeutung sind oder zum rechtssicheren Umgang mit Abmahnungen, Zeugnissen, Kündigungen. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

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