Gratis-Download

Die Fachkräfte von morgen sind Ihre Azubis! Leichter finden Sie in diesen Zeiten keine qualifizierten Mitarbeiter als im eigenen Nachwuchs. Denn: Nach...

Jetzt downloaden

Ausbildungsplatz: Arglistig getäuscht beim Vertragsabschluss

0 Beurteilungen

Erstellt:

Die Technik macht es möglich: Ein Abschlusszeugnis ist auch am PC schnell erstellt oder manipuliert. Gerade Jugendliche beherrschen so manchen Kniff am Computer. Das wird nicht immer nur legal genutzt.

 

Wer sich einen Ausbildungsplatz erschleicht, indem er mit einem gefälschten Zeugnis oder mit Falschaussagen sich selbst in ein ungerechtfertigt gutes Licht rückt, hat den Ausbildungsplatz in aller Regel nicht verdient. Er hat außerdem gezeigt, dass er bereit ist, nicht-legale Mittel einzusetzen, um sich einen Vorteil zu verschaffen. In der Regel wird er für Ihr Unternehmen nicht mehr tragbar sein. Aber wie geht es weiter?
Zunächst einmal müssen Sie sich sicher sein, dass tatsächlich eine arglistige Täuschung vorliegt. Bei Verdacht auf ein gefälschtes Zeugnis könnten Sie beispielsweise die Schule kontaktieren. Geht es um Falschaussagen in einem Vorstellungsgespräch, dann ist es gut, wenn Sie dieses nicht allein geführt und somit „vorgesorgt“ haben, weil Ihr Kollege die Aussage bezeugen kann. Sind die Fakten klar und gut nachweisbar, wird der Azubi kaum mehr widersprechen, was den Vorgang vereinfacht.

So reagieren Sie rechtssicher

Nach § 123 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) kann ein durch arglistige Täuschung zustande gekommener Vertrag angefochten werden. Dies tun Sie, indem Sie dem Auszubildenden spätestens 2 Wochen nach Bekanntwerden des Betrugs ein Schreiben folgenden Inhalts schicken:

 

Anfechtung des Ausbildungsvertrages

Sehr geehrte Frau .............../ sehr geehrter Herr ............,
hiermit fechte ich den Ausbildungsvertrag mit Ihnen vom .... (Datum) wegen arglistiger Täuschung an.
Begründung:
Im Vorstellungsgespräch gaben Sie vor den Zeugen ......................... an, dass ................... . Das hat sich als nicht wahrheitsgemäß herausgestellt. Ihre Angaben waren allerdings für uns notwendige Voraussetzung für die Begründung des Ausbildungsverhältnisses mit Ihnen.
Mit dieser Anfechtung ist der zwischen uns geschlossene Ausbildungsvertrag nichtig.
Mit freundlichen Grüßen

Beachten Sie:

  1. Durch Ihre Anfechtung ist der Ausbildungsvertrag praktisch nicht mehr existent. Sie müssen also nicht zusätzlich kündigen.
  2. Die Anfechtung gilt nicht rückwirkend. Sie können beispielsweise keine bereits gezahlte Ausbildungsvergütung mehr zurückfordern.
  3. Eine Anfechtung wird nur dann Erfolg haben, wenn die Täuschung tatsächlich dazu führte, dass der Ausbildungsvertrag zustande kam. Sie muss also ein im Auswahlverfahren genutztes Kriterium wie zum Beispiel die Schulnoten betreffen.

 

Personal und Arbeitsrecht aktuell

Egal ob es um brandneue Urteile der Arbeitsgerichte geht, die für Sie als Arbeitgeber, als Führungskraft oder als Personalverantwortlicher von Bedeutung sind oder zum rechtssicheren Umgang mit Abmahnungen, Zeugnissen, Kündigungen. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Ihr praxisnaher Informationsdienst für die tägliche Arbeit als Ausbilder bzw. Ausbildungsverantwortlicher

Ihr Excel-Lernsystem: Verständlich, kompakt, effektiv

So machen Sie aus Ihren Azubis Vorzeige-Azubis!

Das praxisnahe und kompetente Nachschlagewerk für Ihren erfolgreichen Einsatz von Excel

Sichern Sie sich jetzt Ihr gutes Recht als Arbeitgeber

NEU! Aller Anfang ist leicht! Das erste Azubi-Start-Paket mit dem WOW-Effekt!