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Bezahlter Sonderurlaub für Kinderbetreuung?

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Urheber: mapoli-photo | Fotolia

Von Astrid Engel,

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Ihr Geselle ruft Sie an, er könne nicht zur Arbeit kommen, weil seine Frau krank sei und sich nicht ums Baby kümmern könne ...

... Sie sind einverstanden, verstehen es allerdings als Antrag auf einen Tag Urlaub. Ihr Geselle sagt Ihnen hinterher jedoch, er hätte Anspruch auf einen Tag Sonderurlaub. Sie müssten ihm also seinen Lohn zahlen und dürften den Tag nicht von seinem Urlaub abziehen. Was meinen Sie, stimmt das so?

Wann Sie Sonderurlaub gewähren müssen

Wenn es im Arbeitsvertrag bzw. Tarifvertrag nicht anders geregelt ist, hat der Mitarbeiter tatsächlich Anspruch auf einen Tag Sonderurlaub. Nach § 616 BGB müssen Sie einen Mitarbeiter gegen Lohnfortzahlung von der Arbeit freistellen, wenn er für eine verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit durch einen in seiner Person liegenden Grund ohne sein Verschulden an der Arbeit gehindert ist.

Bei schon längerer Betriebszugehörigkeit (über die Probezeit hinaus) kann das Fehlzeiten von bis zu 2 Wochen pro Jahr betreffen. Selbst bei erst kurzer Betriebszugehörigkeit ist ein Fehlen an etwa 3 Tagen im Jahr nicht erheblich.

Ein in seiner Person liegender Grund ist gegeben, wenn ihm die Arbeitsleistung nach Treu und Glauben an diesem Tag nicht zuzumuten ist (besondere Familienereignisse und -feste, Umzug etc.). Verschulden könnten Sie dem Arbeitnehmer nur vorwerfen, wenn er sich grob unvernünftig verhalten hätte. Das ist in der oben geschilderten Situation nicht der Fall, weshalb Sie den Sonderurlaub gewähren müssen.

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Tipp: Mitarbeiter haben heutzutage 5 bis 6 Wochen Jahresurlaub. Es ist ihnen durchaus zuzumuten, für private Angelegenheiten regulären Urlaub zu nehmen. Das lassen die Gesetze auch zu, Sie müssen es nur mit dem Mitarbeiter vereinbaren. Nehmen Sie dafür diese Klausel in Ihre Arbeitsverträge auf: "Der Arbeitnehmer hat kalenderjährlich Anspruch auf ... Arbeitstage Erholungsurlaub. Die rechtliche Behandlung des Urlaubs richtet sich im Übrigen nach den Bestimmungen des Bundesurlaubsgesetzes. § 616 BGB findet keine Anwendung."

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