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Das muss besser werden – so sagen Sie es dem Azubi

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Kritikgespräche sind ein wichtiges Instrument für Sie, den Azubi über seinen Leistungsstand zu informieren, etwas über ihn zu erfahren, ein Feedback zur Ausbildung zu geben sowie zu bekommen und ihn über Ihre Erwartung zu informieren. Das kann schon mal schwierig sein – zumindest, wenn der Azubi diese Erwartung bislang nicht erfüllt.

 

Es ist eigentlich nicht die Situation, die man sich als Ausbilder wünscht: Der Azubi zeigt deutlich zu wenig Leistung, ist sich dieser Tatsache vielleicht aber nicht bewusst. Zumindest zeigt er keine Anzeichen, die Situation zu verbessern. Jetzt sind Sie als Ausbilder gefordert. Schließlich sind Sie (mit)verantwortlich dafür, dass der Azubi das Ausbildungsziel erreicht.
In einem Kritikgespräch können Sie ihm seinen Leistungsstand und Ihre (begründete) Erwartungshaltung darlegen. Das geht allerdings nicht zwischen Tür und Angel, sondern erfordert einigen Aufwand bei der Vorbereitung und jede Menge Einfühlungsvermögen. Legen Sie für das Kritikgespräch mit Ihrem Azubi folgendes grobes Muster zugrunde.

Die Phasen eines Kritikgesprächs

Phase 1 – Positiv beginnen und miteinander warm werden:

Beginnen Sie das Gespräch in freundlicher und ungestörter Atmosphäre mit etwas Angenehmen. Erwähnen Sie beispielsweise einen kleinen Erfolg (z.B. eine gute Note in der Berufsschule) oder nehmen Sie Bezug auf einen zurückliegenden Ausbildungsabschnitt, zu dem sich ein Ausbilder-Kollege (auch) positiv äußerte. Ziel dieser Phase ist es zu vermitteln, dass es Dinge gibt, mit denen Sie als Ausbilder durchaus zufrieden sind. Zudem machen Sie dem Azubi damit klar, dass bei ihm tatsächlich Potenzial vorhanden ist. Möglicherweise ist ihm das nicht bewusst.

 

Phase 2 – Fehler sachlich und klar ansprechen

„Was allerdings nicht optimal läuft und Sie vielleicht auch schon gemerkt haben, … .“ So könnte dann ihr nächster Satz beginnen. Sie sprechen konkrete Schwachpunkte an:

„Mir ist aufgefallen, dass Sie hin und wieder Lagerware falsch verbuchen. Sie wissen ja, falsche Buchungen führen zu Lagerbeständen, die es gar nicht gibt. Das wiederum zieht folgende große Probleme nach sich: …“

Wichtig ist, dass der Fehler klar benannt wird und die Konsequenzen des fehlerhaften Verhaltens dargestellt werden. Der Azubi muss merken: Es geht hier nicht in erster Linie ums Prinzip, sondern um die Vermeidung von nachteiligen Konsequenzen für den Ausbildungsbetrieb. So spürt der Auszubildende auch, dass er als Teil des „Ganzen“ ernst genommen wird.
Phase 3 – Wege finden, die Fehler abzustellen und diese vereinbaren

Um einen besseren Weg einzuschlagen, bieten Sie sowohl Ihre Hilfe an, weisen aber auch darauf hin, dass zusätzliches Engagement des Auszubildenden vonnöten ist.

„Ich werde Ihnen gern noch mal erläutern, worauf Sie bei der Buchung von Bestandveränderungen im Lager vor allem achten müssen. Wie wäre es, wenn wir uns … zusammensetzen.“ Fordern Sie den Azubi, im Rahmen der kleinen Schulung, alles zu fragen, was er ggf. nicht verstanden hat. Vor allem machen Sie aber auch darauf aufmerksam, dass er noch sorgfältiger arbeiten muss.

Letztlich nimmt er die Buchung vor und trägt die Verantwortung. Künftig wird er – so Ihre Vereinbarung – jede Buchung im Nachhinein noch mal überprüfen. Ihm wird daher für die Ausführung der Arbeiten ab sofort mehr Zeit eingeräumt. Sie als Ausbilder werden zudem in Zukunft verstärkt die Arbeitsergebnisse in Augenschein nehmen.
Phase 4 – Termin vereinbaren, zu dem der Erfolg überprüft wird

Das Gespräch mit dem Azubi muss unbedingt mit einer verbindlichen Vereinbarung enden, wann eine erneute Prüfung der Arbeitsqualität vorgenommen wird. Vereinbaren Sie daher mit Ihrem Auszubildenden einen konkreten Gesprächstermin, z.B. in 3 Wochen, zu dem Sie sich erneut zusammensetzen.

So hat der Auszubildende einen klaren Anhaltspunkt, bis wann Erfolge sichtbar sein sollten. Das wird ihn zusätzlich motivieren, seinen Beitrag zur Erreichung besserer Arbeitsergebnisse zu leisten.

Wichtig: Das zusätzliche Gespräch sollte tatsächlich auch stattfinden – selbst dann, wenn der Erfolg der Maßnahme offensichtlich ist. Es macht Sie als Ausbilder glaubwürdig (für das nächste Mal) und bietet exzellente Möglichkeiten, den Azubi zu loben. Denn dieser Aspekt sollte im Falle einer erfolgreichen Verbesserungsmaßnahme keineswegs vergessen werden.

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