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Dürfen Auszubildende ihr privates Handy im Betrieb aufladen? Stellen Sie klare Regeln auf!

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Ist es in Ihrem Unternehmen ganz normal, dass Auszubildende und andere Mitarbeiter ihre privaten Handys an betrieblichen Steckdosen aufladen? Dann ist das eigentlich eine vernünftige Lösung. Schließlich verbringen die Azubis die meiste Zeit an ihrem Ausbildungsplatz. Und wenn der Handy-Akku leer ist, dann sollte er aufgeladen werden. Das trägt zum allgemeinen Wohlbefinden vieler Auszubildenden bei. Das einsatzbereite Handy gehört bei der heutigen Azubi-Generation einfach dazu.

 

Zudem ist diese Lösung keineswegs untragbar teuer. Der Energieverbrauch durch den Aufladevorgang hält sich stark in Grenzen und kostet weit weniger als 1 Cent. Trotzdem: In Deutschland gab es wegen des Handy-Aufladens im Betrieb bereits Rechtsstreitigkeiten und Kündigungen.
Daher: Solches Vorgehen sollte keineswegs stillschweigend geduldet, sondern eindeutig erlaubt werden. Denn mit der Abgrenzung von erlaubten zu unerlaubten Handlungen erhöhen Sie die Hemmschwelle, tatsächlich einmal etwas Verbotenes zu tun. Eine stillschweigende Duldung hingegen erweckt den Eindruck, dass man es im Betrieb generell nicht so genau nimmt. Das kann sich negativ auf andere Bereiche auswirken, die beispielsweise aus Gründen der Arbeitssicherheit ungleich wichtiger sind. Zudem geben Sie den Auszubildenden die notwendige Sicherheit und ersparen sich ggf. Auseinandersetzungen und Rechtsstreitigkeiten.

So handeln als Ausbildungsverantwortlicher

  1. Wenn es noch keine Regelung zu diesem Thema gibt, sollten Sie diese unkompliziert einfordern. Es genügt ein entsprechender Beschluss der Geschäftsführung, dass Mitarbeiter und Auszubildende ihr privates Handy im Unternehmen aufladen dürfen.
  2. Setzen Sie Ihre Auszubildenden offiziell darüber in Kenntnis, dass sie ihre Handys auf Betriebskosten aufladen dürfen. Das wird zu mehr Arbeits- und Ausbildungszufriedenheit beitragen.
  3. Veröffentlichen Sie die neue Regelung am schwarzen Brett und im Intranet. Nehmen Sie sie zudem ggf. in den Merkzettel auf, den neue Azubis zu Beginn der Ausbildung erhalten.

So könnte eine entsprechende Regelung aussehen

Beschluss der Geschäftsführung vom …

Aufladen privater Mobiltelefone im Betrieb

  1. Allen Mitarbeitern und Auszubildenden ist es gestattet, ihr privates Handy regelmäßig auf Firmenkosten im Betrieb aufzuladen.
  2. Diese Erlaubnis bezieht sich auf 1 Handy pro Person.
  3. Keineswegs dürfen mehrere private Mobiltelefone gleichzeitig oder zeitversetzt aufgeladen werden.
  4. Bei der Nutzung der Steckdosen hat der betriebliche Bedarf Vorrang.
  5. Der Mitarbeiter/Auszubildende ist dafür verantwortlich, sein Handy vor Feierabend vom Stromnetz zu nehmen und nicht beispielsweise über Nacht im Betrieb zu lassen.
  6. Bei Schäden am Mobiltelefon bzw. für dessen Entwendung haftet der Mitarbeiter/Auszubildende selbst.
  7. Diese Regelung gilt ausschließlich für Mobiltelefone und sie kann jederzeit durch einen Beschluss der Geschäftsführung geändert oder widerrufen werden.

 

 

Um der neuen Regelung keinen allzu bürokratischen oder einschränkenden Charakter zu geben, sollte Punkt 1 eindeutig in den Vordergrund gestellt werden. Dieser enthält die zentrale, positive und motivierende Botschaft. Alle anderen Punkte geben eigentlich Selbstverständlichkeiten wieder, die dem „Kleingedruckten“ entsprechen. Sie sind allerdings für Ihre Absicherung wichtig und daher keineswegs verzichtbar.

Das sollten Ihre Azubis zudem zur Handy-Nutzung im Betrieb wissen

Nicht nur das Aufladen von Handys sollte geregelt sein. Auch die Nutzung muss häufig eingeschränkt werden. Denn für junge Menschen stellt die Nicht-Nutzung häufig ein Verzicht dar, den sie bislang nicht ausreichend geübt haben. Das gilt zum einen für das Telefonieren, aber auch für das Spielen, Navigieren, Surfen und Fotografieren mit dem Handy.

Folgende Regeln dienen Ihnen und Ihren Azubis als Orientierung

  1. Das Handy sollte zu privaten Zwecken während der Ausbildungszeit nicht bzw. nur im Notfall genutzt werden. Das gilt für alle Funktionen des Mobiltelefons, nicht nur für das Telefonieren.
  2. Das Handy ist je nach Anweisung des Vorgesetzten bzw. Ausbilders und den betrieblichen Erfordernissen in einer Ausbildungsabteilung stumm zu stellen oder auszuschalten.
  3. Einer Nutzung in Pausenzeiten steht nichts im Wege, solange dadurch kein Sicherheitsrisiko entsteht oder keine anderen Personen gestört werden.
  4. Die Nutzung der Foto- bzw. Videofunktion wird auf dem gesamten Betriebsgelände ausdrücklich untersagt/unterliegt folgenden Einschränkungen: …

 

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