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Im 1. Ausbildungsjahr: So schwierig dürfen Aufgaben für Ihre Azubis sein

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Welche Aufgaben sind geeignet für Auszubildende, die erst wenige Monate bei Ihnen beschäftigt sind? Ihnen als Ausbilder stellt sich diese Frage im 1. Ausbildungsjahr häufig. Verteilen Sie die Aufgaben sehr bewusst und wägen Sie genau ab.

 

Ihre „neuen“ Azubis sind mittlerweile ein paar Monate in Ihrem Betrieb und haben viele neue Eindrücke gewonnen. Manche haben sich bereits bestens eingelebt, andere wiederum „fremdeln“ noch ein wenig. Das ist auch gut so, denn Auszubildende sind nun mal unterschiedlich. Was in der Regel alle vereint, das ist der Wunsch nach Arbeit, die

  • Freude macht,
  • Befriedigung gibt,
  • nicht langweilt,
  • mit der Ausbildung zu tun hat und
  • tatsächlich auch mit sehr wenig Berufserfahrung zu schaffen ist.

Natürlich können Sie nicht allen Azubis garantieren, dass genau diese Faktoren immer erfüllt werden. Als Ausbilder können Sie aber einiges dafür tun, dass zumindest die Voraussetzungen hierfür geschaffen werden. Ihre Auszubildenden haben dann die Möglichkeit, das Beste daraus zu machen. Konkret achten Sie auf folgende Punkte, wenn Sie Arbeiten an Auszubildende im 1. Ausbildungsjahr vergeben:

Die Azubis üben Tätigkeiten aus, die ihrem Beruf entsprechen

In den ersten Monaten der Ausbildung lernt Ihr Auszubildender sich mit seinem Beruf zu identifizieren. Voraussetzung für eine Identifikation ist natürlich, dass der Auszubildende tatsächlich auch Tätigkeiten ausübt, die eine positive Identifikation fördern.

Beispiel:
Ein angehender Informatikkaufmann wird sich kaum mit seinem Ausbildungsberuf identifizieren können, wenn er genau dieselben Tätigkeiten ausübt wie Auszubildende, die den Beruf Bürokaufmann erlernen. Auch wenn es Ausbildungsabschnitte gibt, die in kaufmännischen Berufen ähnlich verlaufen: Jemand, der einen IT-Beruf erlernt, der möchte und sollte auch (mehr als andere) mit IT beschäftigt werden.
Folgerung für Sie: Natürlich gibt es Ausbildungsabschnitte, in denen weniger berufstypisch ausgebildet wird, als in Unternehmensbereichen, die dem jeweiligen Beruf sehr nahestehen. Sorgen Sie als Ausbilder prinzipiell dafür, dass Ihre neuen Azubis an ihren Tätigkeiten erkennen können, in welchem Beruf sie ausgebildet werden. Eine berufsspezifische Behandlung ist gerade im 1. Ausbildungsjahr von besonderer Wichtigkeit. Das sorgt nicht nur für Orientierung und Identifikation, sondern auch dafür, dass sich der Auszubildende als Individuum ernst genommen fühlt.

 

Die Tätigkeiten entsprechen den geringen Vorkenntnissen der neuen Azubis

Auch wenn sich der Azubi aus ganz bestimmten Gründen für einen bestimmten Beruf entschieden hat, heißt das nicht, dass er Vorkenntnisse hat oder praktische Eindrücke in einem Praktikum sammeln konnte. Er ist Berufs- oder besser Ausbildungsausfänger – auch wenn die ersten Ausbildungsmonate bereits hinter ihm liegen. Das bedeutet: Er könnte leicht überfordert werden.
So stellen Sie sicher, dass Sie Ihren neuen Azubi nicht überfordern:

  1. Fachlich: Der Azubi soll über alle nötigen Kenntnisse verfügen, um eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen. Möglicherweise ergänzen Sie vor der Aufgabenerteilung ganz konkretes Buchführungs- oder Excel-Wissen, das bislang weder in der Berufsschule noch im Betrieb vermittelt wurde.
  2. Betrieblich: Am Anfang der Ausbildung kennen Azubis noch nicht viele Kollegen im Unternehmen. Sie sollten somit nur Aufgaben vergeben, bei denen Kenntnisse über betriebliche Strukturen nur in dem Maße eine Rolle spielen, in dem der Azubi bereits über sie verfügt. Das führt dazu, dass der Azubi auch wirklich die richtigen Leute kontaktiert und somit seine Aufgabe korrekt und erfolgreich erfüllen kann.
  3. Emotional/psychisch: Der Azubi ist zu Beginn der Ausbildung möglicherweise einfach noch nicht so weit, beispielsweise einen wichtigen Kunden anzurufen oder einen Vortrag zu halten. Lassen Sie ihn dieses Selbstbewusstsein Stück für Stück entwickeln. So kann er im Laufe der Ausbildung an seinen Aufgaben wachsen.

Folgerung für Sie: Haben Sie die 3 Aspekte im Auge, wenn Sie Aufgaben vergeben. So beugen Sie sicher eine Überforderung vor. Ahnen Sie schon vor Beginn des Ausbildungsabschnitts mit dem neuen Azubi, dass er „zu früh“ bei Ihnen „vorbeischaut“, kontaktieren Sie rechtzeitig den Verantwortlichen für die Ausbildungspläne bzw. ändern diese entsprechend.

Die Tätigkeiten entsprechen den körperlichen Voraussetzungen des Azubis

Auszubildende sind häufig körperlich noch nicht vollständig entwickelt. Insofern dürfen sie keine Aufgaben ausüben, die sie kräftemäßig überfordern. Das gilt im besonderen Maße für minderjährige Azubis.
Folgerung für Sie: Scheren Sie Ihre Auszubildenden nicht über einen Kamm. Die körperliche Entwicklung von Schulabgängern ist sehr unterschiedlich. Achten Sie darauf, wem Sie welche Arbeiten geben, um niemandem einen Schaden zuzufügen.

Stellen Sie körperliche Überforderung fest oder haben Sie im Vorfeld eine entsprechende Ahnung, lassen Sie es gar nicht bzw. nicht mehr dazu kommen, dass Ihr Azubi diese Arbeit ausführt. Hier steht die Gesundheit des Auszubildenden auf dem Spiel – daher machen Sie keine Kompromisse.

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