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Immer wieder Ärger mit dem Problem-Azubi: So kann der Schlichtungsausschuss helfen

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Gibt es Probleme zwischen Ausbildungsbetrieb und Azubi, dann kann auch eine Schlichtung helfen. Das gilt sowohl bei Differenzen im Rahmen der Ausbildung als auch bei Streitigkeiten rund um eine Kündigung.

 

Voraussetzung für eine Schlichtung ist, dass die für die Ausbildung zuständige Stelle (Kammer) tatsächlich auch einen Schlichtungsausschuss eingerichtet hat. Möglicherweise nimmt sie einen bestimmten Vorfall auch zum Anlass, einen Schlichtungsausschuss zu bilden. Der Anruf des Schlichtungsausschusses ist in jedem Falle verbindlich, bevor das zuständige Arbeitsgericht mit einem Konflikt konfrontiert wird.

Die Vorteile einer Schlichtung

  1. Der Schlichtungsausschuss gilt als neutral. Er wird daher in der Regel sowohl vom Betrieb als auch vom Problem-Azubi anerkannt. Damit hat eine erfolgte Schlichtung tatsächlich auch die Chance, dass der Auszubildende sein Fehlverhalten einsieht und es anschließend abstellt.
  2. Mit dem Anruf des Schlichtungsausschusses erfolgt noch keine Klage. Damit sind die Wogen, die der Fall schlägt und mit denen später die Ausbildung belastet würde, nicht allzu hoch. Zudem wird sich der Schlichter bemühen, einen moderaten Ton in die Angelegenheit einzubringen.
  3. Mit dem Einsatz von Schlichtern gelingt es tatsächlich, die Arbeitsbelastung der Gerichte einzudämmen und die Gerichtskosten niedrig zu halten.

Um die Vorteile einer Schlichtung zu nutzen, sollten Sie daher nicht ohne Kompromissbereitschaft in das Verfahren gehen. Natürlich machen Sie Ihren Standpunkt deutlich und verlangen nach wie vor vom Auszubildenden eine Verhaltensverbesserung. Signalisieren Sie aber auch, dass Sie Ihren Auszubildenden künftig noch mehr unterstützen und mit Rat und Tat zur Seite stehen. Hat er konkrete Probleme mit bestimmten Kollegen, was sein Fehlverhalten zum Teil begründet, dann ergreifen Sie organisatorische Maßnahmen, damit die Streithähne künftig miteinander auskommen bzw. sich aus dem Weg gehen.

 

So nutzen Sie die Schlichtung gezielt positiv für Ihre Ausbildung

Beispiel: Sie mahnen einen Auszubildenden aufgrund von Arbeitszeitverletzungen ab. Der Auszubildende empört sich über die Abmahnung. Seiner Ansicht nach hat der Betrieb mit der Abmahnung überzogen reagiert. Er schätzt sein Fehlverhalten also völlig falsch ein. Um eine Rücknahme der Abmahnung zu bewirken, wendet er sich an den zuständigen Schlichtungsausschuss. Dieser hört beide Seiten an und kommt zu dem Schluss, dass die Abmahnung zu Recht erfolgte. Dem Azubi wird so klar, dass eine Klage vor Gericht keine Chance hat.

Innerhalb des Schlichtungsverfahrens können Sie als Ausbildungsbetrieb allerdings einen „Kompromiss“vorschlag anbieten, indem Sie sich zur Entfernung der Abmahnung nach einer bestimmten Frist (zum Beispiel zwischen drei und sechs Monaten) aus der Personalakte verpflichten. Natürlich werden Sie das nur dann tun, wenn es entsprechende Vorfälle in Zukunft nicht mehr gibt.

Das Beispiel zeigt, wie konstruktiv für alle Seiten eine Schlichtung verlaufen kann: Der Auszubildende wird aufgeklärt (das kann auch mal für das Ausbildungsunternehmen gelten) und nimmt seinen Antrag entsprechend zurück. Auch Sie als Ausbildungsverantwortlicher nutzen die Chance und signalisieren trotz der Eindeutigkeit des Falles Ihr Entgegenkommen. Durch die recht kurze Wirkungszeit der Abmahnung motivieren Sie den Auszubildenden tatsächlich, sein Fehlverhalten zeitnah abzustellen.
Effekte eines guten Schlichtungsverlaufs:

  1. Ohne die Arbeitsgerichte bemüht zu haben, kann die Ausbildung in besserer Atmosphäre fortgesetzt werden.
  2. Keine Seite hat ihr Gesicht verloren.
  3. Der Auszubildende weiß nun Bescheid, wie er mit seinen Arbeitszeiten umgeht.
  4. Sie als Betrieb haben ihm deutlich seine Grenzen aufgezeigt.
  5. In den meisten Fällen wird das seine Wirkung nicht verfehlen und eine Kündigung vermieden werden.

So wird die Schlichtung den Arbeitsgerichten vorgeschaltet

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