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Kündigung eines Auszubildenden in der Probezeit: Auslaufzeit sinnvoll

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Von Günter Stein,

Die neuen Azubis rücken ein beziehungsweise sind schon eingerückt. Und da kann es natürlich auch passieren, dass Sie bald feststellen, dass Sie sich von einem Kandidaten in der Probezeit schon wieder trennen wollen oder müssen, er und Ihr Unternehmen nicht zusammenpassen. Bittet der Azubi dann um eine „Auslaufzeit“ ist das nicht nur möglich, sondern auch für beide Seiten vorteilhaft.

 

Grundsätzlich gilt: Eine Kündigung während der Probezeit ist nach dem Berufsbildungsgesetz (§ 21) ohne Frist möglich. Das heißt konkret: Die Ausbildung ist in dem Moment beendet, in dem der Azubi das Kündigungsschreiben erhält. Doch da gibt es ja noch die Möglichkeit, eine so genannte Auslauffrist zu vereinbaren. Das bedeutet:
Sie kündigen (beispielsweise) Mitte des Monats, vereinbaren aber eine Frist bis Ende des Monats. Damit kämen Sie auch abrechnungstechnisch zu einem runden Ende.
Für Ihren Azubi hat das den Vorteil, dass er möglicherweise einen lückenlosen Lebenslauf wahrt, weil er zum nächsten „Ersten“ schon einer anderen Ausbildung/Beschäftigung nachgeht. Zudem erhält er natürlich auch die volle Vergütung bis zum Ende der Auslauffrist.

Für Sie besteht der Vorteil darin, dass Sie eine „glatte“ Abrechnung haben und ein deutliches Zeichen setzen: Wir lassen niemanden ins „Bodenlose“ stürzen.

 

Achtung:
Sie können eine Auslauffrist von sich aus anbieten. Hier gilt: Der Auszubildende muss das „Angebot“ einer Auslauffrist nicht annehmen. Wünscht er eine sofortige Beendigung der Ausbildung, dann ist das Ausbildungsverhältnis mit Zugang der Kündigung tatsächlich beendet.

Vorsicht Falle: Auslauffrist muss während der Probezeit enden

Achten Sie aber in jedem Fall darauf, dass Sie mit der Auslauffrist das Ende der Probezeit nicht überschreiten. Kommt in der Kündigung zum Ausdruck, dass die Ausbildung erst nach der Probezeit endet, dann gelten automatisch in diesem Fall nicht mehr die in der Probezeit niedrigen Hürden für eine Kündigung. Das bedeutet, dass die Kündigung bei Nichtbeachtung bereits daran scheitert, dass in einer Probezeitkündigung (verständlicherweise) kein Kündigungsgrund angegeben ist.

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