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Motivieren im Gespräch: So beenden Sie Durchhänger in der Ausbildung

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Gespräche sind das A und O in der Azubi-Ausbilder-Beziehung. Sie sind daher auf Ihre Initiative hin regelmäßig zu führen. Dabei gibt es feste Termine wie beispielsweise das Ende der Probezeit, den Abschluss einer wichtigen Ausbildungsphase, die Auswertung der Zwischenprüfung oder das Ausbildungsabschlussgespräch.

 

Manchmal wird es aber auch notwendig, ein Gespräch außerhalb der Reihe zu führen. Beispielsweise dann, wenn es nicht mehr ganz so rund läuft und der Azubi offenbar in einer Motivationskrise steckt.
Krisenanzeichen könnten sein:

  • Die jüngsten Beurteilungen waren deutlich schwächer als in den Ausbildungsabschnitten zuvor.
  • Auch in der Berufsschule sind die Noten schlechter als gewohnt.
  • Mimik, Körperhaltung und Ausstrahlung verraten: Der Azubi kann seine Ausbildung nicht mehr genießen. Da stimmt etwas nicht.
  • Die Kommunikationsfreude hat deutlich nachgelassen.
  • Auch mangelhafte Einstellung und schlampige Arbeit können Indizien sein.

Jetzt lohnt es sich, etwas genauer hinzuschauen und sich – auch in Vorbereitung auf ein hoffentlich motivierendes Gespräch – die Frage zu stellen: Was hat die Verhaltens- und Einstellungsveränderung ausgelöst? Ziehen Sie folgende Möglichkeiten in Erwägung und bereiten Sie passende Antworten mit motivierenden Perspektiven vor:

Möglichkeit 1: Es gibt zwischenmenschliche Probleme am Ausbildungsplatz

In diesem Fall haben Sie mehrere Alternativen, dem Azubi zu helfen. Finden Sie heraus, ob ein Schlüsselerlebnis zu dem schlechten Verhältnis geführt hat. Bieten Sie an, ein Gespräch mit den Kollegen oder Fachausbildern darüber zu führen, damit die Sache aus der Welt geschafft werden kann. Auch ein gemeinsames Gespräch mit allen Beteiligten unter Ihrer Leitung kann helfen.
Sehen Sie hier aufgrund der spezifischen Rahmenbedingungen weniger Chancen oder der Azubi lehnt eine solche Lösung ab (möglicherweise fürchtet er berechtigt eine Eskalation), dann können und sollten Sie sich den Ausbildungsplan vornehmen. Ist es unbedingt notwendig, dass der Azubi im Moment genau an diesem Platz in dieser Atmosphäre arbeitet? Fast immer gibt es Alternativen zum Ausbildungsplan, die Sie nutzen können. Stellen Sie den Plan also – wenn es sein muss auch kurzfristig – um, und lassen Sie den Azubi an einem anderen Arbeitsplatz zeigen, was in ihm steckt. Und vor allem, dass es an ihm nicht gelegen hat.

 

Möglichkeit 2: Es fehlt die berufliche Perspektive nach der Ausbildung

Die Unsicherheit, was nach der Ausbildung passiert, kann einen Auszubildenden stark belasten. Eventuell gibt es negative Beispiele in seinem Bekanntenkreis – ggf. sogar im gleichen Beruf. Auf der anderen Seite will der Auszubildende vielleicht demnächst eine Familie gründen und braucht Sicherheit.
Es ist dann Ihre Aufgabe, ihm so viel Perspektive und Sicherheit zu bieten, wie Sie es sich leisten können. Das bedeutet: Nicht zu viel versprechen, aber trotzdem positive Aussichten geben. Für diesen Drahtseilakt gebe ich Ihnen folgende Hilfen:

  • Machen Sie nachdrücklich deutlich, dass die Entscheidung für eine Ausbildung und deren erfolgreiche Absolvierung schon die beste Entscheidung auf dem Weg zu einer guten Perspektive ist. Ohne Ausbildungsabschluss sind die Chancen, beruflich Fuß zu fassen und „gutes Geld“ zu verdienen, erheblich schlechter.
  • Falls der Azubi übernommen werden soll, nutzen Sie dies als Motivationshilfe. Denn wenn die Möglichkeit einer Übernahme besteht, ist das der beste Anreiz, um während der Ausbildung zu zeigen, was man kann.
  • Auch ohne Übernahme gibt es Motivationspotenzial: Niemals in den letzten Jahren waren die Chancen für Azubis besser, einen adäquaten Arbeitsplatz zu finden. Der Mangel an Fachkräften lässt junge, gut ausgebildete Menschen am längeren Hebel sitzen, wenn es um eine Arbeitsstelle mit Perspektive geht. Nur: Die gute Ausbildung muss erst mal absolviert sein.

Möglichkeit 3: Es sind private Belastungen, die den Azubi demotivieren

Hier ist die Sache etwas komplizierter, aber keineswegs aussichtslos. Bei finanziellen Problemen können Sie ggf. Perspektiven bieten, die der Azubi gar nicht kennt: Berufsausbildungsbeihilfe und Kindergeld (auch für volljährige Azubis) sind nur 2 Beispiele. Bei Problemen im Elternhaus können Sie anbieten zu vermitteln (gilt auch für volljährige Azubis, wenn diese einverstanden sind). Nur wenn die Liebe schuld ist, haben Sie wenig Einfluss. Aber immerhin haben Sie die Gewissheit, dass diese Zeit irgendwann vorbei geht.

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