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Schriftlicher Ausbildungsnachweis: Kontrollpflicht ernst nehmen

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Auszubildende müssen regelmäßig den schriftlichen Ausbildungsnachweis führen. Und Sie als Ausbilder haben diesen zu kontrollieren – in angemessenen Abständen. Wenn Sie dies tatsächlich tun, profitieren Sie gleich mehrfach.

 

 

Für Azubis ist das Führen des Berichtsheftes, das heute offiziell schriftlicher Ausbildungsnachweis genannt wird, häufig ein Graus. Nicht selten geraten sie damit in Rückstand, weil sie diese Verpflichtung nicht ernst nehmen. Das Problem: Wenn sich der Rückstand über Monate anstaut, dann stehen auch Sie als Ausbilder in einem wenig guten Licht da. Schließlich hat der Azubi den schriftlichen Ausbildungsnachweis vor seiner Abschlussprüfung vorzulegen, um überhaupt zur Prüfung zugelassen zu werden. Und dieser muss selbstverständlich vollständig sein.
Folglich hat das regelmäßige Führen des schriftlichen Ausbildungsnachweises 2 Vorteile für Sie und den Auszubildenden.

2 Vorteile für die Beteiligten

  1. Sie können gemeinsam anhand des Berichtsheftes feststellen, welche Ausbildungsziele innerhalb eines bestimmten Ausbildungsabschnitts bereits erreicht wurden. Schließlich schreibt der Azubi das auf, was ihn in Schule und Betrieb beschäftigt hat. Auf der anderen Seite gibt es im Ausbildungsplan vermerkte Ausbildungsziele, die mit den Notizen abgeglichen werden können. Das regelmäßige Führen des Ausbildungsnachweises erleichtert also die Arbeit, das Erreichen aller Ausbildungsziele zu überprüfen. Kommt es zum Ende der Ausbildung zu Streitigkeiten und Schadensersatzansprüchen, weil der Azubi sich nicht gut ausgebildet fühlte, ist ein gut geführter Ausbildungsnachweis ein perfektes Mittel, um eine gute und vollständige Ausbildung zu belegen. Zumal das Berichtsheft sowohl von Ihnen als auch vom Azubi unterschrieben wird.
  2. Sie vermeiden „Berichtsheft-Stress“ am Ende der Ausbildung. Es passiert ziemlich häufig, dass Auszubildende kurz vor Anmeldung zur Abschlussprüfung noch mal eben schnell ein paar Monate im schriftlichen Ausbildungsnachweis nachtragen müssen. In dieser Zeit sollten sie sich allerdings besser auf die Prüfungen vorbereiten. Diese Zeit ist nunmehr verschenkt, denn das nachträgliche Führen des Ausbildungsnachweises aus vagen Erinnerungen heraus ist alles andere als eine sinnvolle Aufgabe im Endspurt der Ausbildung.

Um die Zeit vorteilhaft zu nutzen, ist in der Regel auch Ihr Engagement erforderlich. Denn ohne Ihr Zutun läuft das meist nur bei besonders strebsamen Auszubildenden. Daher hat Sie der Gesetzgeber sogar zur Mithilfe verpflichtet.

 

 

Ihre Pflichten rund um den schriftlichen Ausbildungsnachweis

Das Berufsbildungsgesetz schreibt Ihnen in § 14 Abs. 1 Nr. 4 vor, den Auszubildenden zum Führen des schriftlichen Ausbildungsnachweises anzuhalten und diesen durchzusehen. Die Verben „anhalten“ und „durchsehen“ werden im Gesetzestext tatsächlich genutzt und sind wie im Folgenden beschrieben für Ausbilder auszulegen:

1. Pflicht, den Azubi zum Führen des schriftlichen Ausbildungsnachweises anzuhalten

Dies bedeutet, dass Sie den Auszubildenden auf seine Pflicht hinweisen, den schriftlichen Ausbildungsnachweis regelmäßig zu führen. Es reicht keineswegs aus, dass dies im Ausbildungsvertrag steht. Sie weisen den Azubi zu Beginn der Ausbildung nochmals darauf hin – am besten schriftlich auf einer Art „Merkzettel zum Ausbildungsstart“.


Aber auch damit genügen Sie unter Umständen nicht Ihrer gesetzlichen Verpflichtung. Sollte es nämlich Probleme mit dem Führen des schriftlichen Ausbildungsnachweises geben, weisen Sie Ihren Azubi immer wieder darauf hin. Erst dann ist das „Anhalten“ im Sinne des Berufsbildungsgesetzes erfüllt.

Tipp: Richten Sie eine feste Zeit ein, in denen Ihr Auszubildender den schriftlichen Ausbildungsnachweis im Unternehmen führen kann. So erreichen Sie auch, dass Kollegen Verständnis dafür haben, dass der Azubi um genau diese Zeit – wie die anderen Azubi-Kollegen auch – seine eigentliche Arbeit kurzzeitig ruhen lässt.

2. Pflicht, den schriftlichen Ausbildungsnachweis durchzusehen

Auch das Verb „durchsehen“ ist alles andere als konkret. Allerdings ist zu empfehlen, den Ausbildungsnachweis tatsächlich durchzulesen. So erfahren Sie, was der Auszubildende wirklich tut und ob er den Nachweis sorgfältig führt (oder etwa wöchentlich dasselbe schreibt). Denken Sie daran, dass Sie den schriftlichen Ausbildungsnachweis nach der Kontrolle unterschreiben müssen. Und was Sie unterschreiben, sollten Sie gelesen haben.

Ich empfehle, eine solche Kontrolle durchschnittlich alle 1-2 Monate vorzunehmen.

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