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So „übergeben“ Sie Ihren Azubi an den Ausbilder-Kollegen

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Zum Ende eines Ausbildungsabschnitts beurteilen Sie den Auszubildenden, und dem Beginn des nächsten Ausbildungsabschnitts steht nichts mehr im Wege. Allerdings macht es Sinn, sich mit dem Ausbilder-Kollegen auszutauschen, der in der nächsten Abteilung zuständig ist.

 

Einen Ausbildungsprozess effizient und auch individuell zu gestalten, setzt einen Informationsfluss zwischen den Ausbildern des Unternehmens voraus. Dann ist es möglich, sich schneller auf neue Menschen einzustellen, begonnene Lernprozesse weiterzuführen und über disziplinarische Aspekte informiert zu sein.
Dieser Informationsfluss findet oftmals ohne System – in Gesprächen zwischen Tür und Angel bzw. am Mittagstisch – statt. Ein solch lockerer Austausch ist auch wichtig, denn es tut einfach gut, sich über Probleme und Erfolge in der Ausbildungsarbeit zu unterhalten. Gerade wenn Sie als Ausbilder erkennen, dass Ihre Kollegen das Verhalten von bestimmten Auszubildenden ähnlich (oder auch ganz anders) einschätzen, bringt das einen wertvollen Erkenntnisgewinn.

Systematischer Austausch zum Abteilungswechsel

Darüber hinaus ist es unverzichtbar, sich zu ganz bestimmten Anlässen unter Ausbildern auszutauschen. Denn nur wenn System dahinter steckt, kann sicher davon ausgegangen werden, dass nichts Wichtiges in Vergessenheit gerät. Gerade beim Übergang in eine neue Ausbildungsphase ist ein obligatorischer Austausch zwischen den beteiligten Ausbildern wichtig. Das kann unter 4 Augen, aber auch am Telefon, geschehen. Folgende Informationen geben Sie Ihrem Ausbilder-Kollegen mit auf den Weg:

 

 

  • Mögliche disziplinarische Probleme: Gab es Probleme, beispielsweise mit der morgendlichen Pünktlichkeit oder mit dem Befolgen von Anweisungen, dann weisen Sie Ihren „Nachfolger“ darauf hin. Das gilt insbesondere, wenn Sie mit dem Azubi Vereinbarungen getroffen haben, z. B. beim nächsten Mal die Personalabteilung zu informieren. Das muss der kommende Ausbilder natürlich wissen. Ansonsten besteht die Möglichkeit, dass der Azubi nach dem Motto „Alles auf null“ wieder die ganze Bandbreite an mangelnder Disziplin ohne echte Konsequenzen nutzen könnte.
  • Abmahnungen: Hat der Auszubildende in der Ausbildungsphase bei Ihnen möglicherweise eine Abmahnung kassiert? Oder Sie wissen von einer Abmahnung, die bereits in einem früheren Ausbildungsabschnitt erteilt wurde? Dann teilen Sie auch dieses Wissen mit dem nächsten verantwortlichen Ausbilder. Aber nicht nur das. Geben Sie ihm auch mit auf den Weg, was genau zu der Abmahnung geführt hat. Nur dann hat Ihr Nachfolger die Möglichkeit, individuell und arbeitsrechtlich korrekt auf das nächste Fehlverhalten zu reagieren.
  • Vorlieben: Möglicherweise haben Sie die Erkenntnis gewonnen, dass Ihr Auszubildender bestimmte Arbeiten ganz besonders gerne erledigt. Da er sich selbst mit solchen Bemerkungen allerdings bescheiden zurückhält, erfährt ein zuständiger Ausbilder das erst spät oder zu spät. Daher erleichtern Sie für alle Beteiligten die Situation, wenn Sie entsprechende Informationen weitergeben. Beispiel: Der Azubi liebt den Kundenumgang; oder er arbeitet gerne im Internet. Lässt es die Ausbildungsordnung und die Arbeitsorganisation zu, dann kann sich der künftige Ausbilder darauf einstellen.
  • Empfindlichkeiten: Nicht jeder Azubi kommt mit jedem Menschentyp zurecht. Laut agierende Kollegen, die derbe Witze reißen und auch Auszubildende nicht mit Samthandschuhen anfassen, sind nicht Jedermanns Sache. Wenn ein Azubi sich hier empfindlich gezeigt hat, ist das für einen Ausbilder eine wichtige Information. Das bedeutet nicht, dass alle Anstrengungen darauf zu richten sind, bestimmte Kontakte zu verhindern. Das würde einer betrieblichen Ausbildung sicher nicht gerecht. Allerdings kann ein Ausbilder – ausgestattet mit diesem Wissen – den Azubi vorsichtig an heikle Situationen heranführen.
  • Evtl. gesundheitliche Probleme: In diesem Punkt ist natürlich Vorsicht geboten. Mögliche Krankheiten, von denen Sie Kenntnis haben, geben Sie nur weiter, wenn sie für die Ausbildung und die Arbeitssicherheit von Belang sind. Sind Sie sich unsicher, dann sprechen Sie vorab mit der Personalabteilung. Keineswegs geben Sie für die Ausbildung nicht relevante Krankheiten weiter, von denen Sie zufällig erfahren haben oder von denen Ihr Azubi im Vertrauen erzählt hat.
  • Minderjährigkeit: Sicherheitshalber erinnern Sie auch noch mal daran, wenn der Azubi noch minderjährig ist. Das sollte zwar aus den Unterlagen hervorgehen, die dem Ausbilder zur Verfügung stehen, aber sicher ist sicher. Gerade wenn der Auszubildende älter wirkt als er ist, würde ich auf eine Erwähnung nicht verzichten. Schließlich ist im Falle einer Minderjährigkeit konsequent das Jugendarbeitsschutzgesetz anzuwenden – mit Auswirkungen beispielsweise auf Tätigkeiten, Arbeitszeit und Pausen.

Beachten Sie: Halten Sie sich zurück mit Informationen über die Leistung des Auszubildenden. Schließlich sind die Herausforderungen von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz sehr unterschiedlich. Zudem sollte der Azubi generell die Chance erhalten, ohne Vorbelastung (Informationen über schwache Leistungen) in der neuen Abteilung die Arbeit aufzunehmen.

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