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So wird die Ausbildung rechtssicher verkürzt

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Für viele Auszubildende ist die Verkürzung ihrer Ausbildung eine tolle Sache. Zum einen tut es ihrem Selbstwertgefühl gut und zum anderen kommen sie im Falle einer Übernahme eher an ein höheres Gehalt.

 

Die Verkürzung der Ausbildungszeit kann aufgrund der Anrechnung beruflicher Vorbildung erfolgen oder wenn Sie erwarten, dass Ihr Azubi das Ausbildungsziel schneller erreichen wird. Für beide Varianten gibt es unterschiedliche Rechtsgrundlagen. Zudem kann die Ausbildung auch dann früher enden, wenn der Azubi seine Abschlussprüfung vorzeitig ablegt.

1. Variante: Verkürzung durch Anrechnung beruflicher Vorbildung

Einschlägige, berufliche Vorbildung kann zur Anrechnung auf die Ausbildungszeit und damit zur Verkürzung führen. Das Berufsgrundbildungsjahr lässt sich beispielsweise in der Regel auf die Ausbildungszeit anrechnen.
Beachten Sie dabei:

  • Es besteht grundsätzlich die Möglichkeit, die berufliche Vorbildung ganz oder teilweise auf die Ausbildungszeit anzurechnen.
  • Fällt beispielsweise das gesamte 1. Ausbildungsjahr aufgrund der beruflichen Vorbildung weg, dann ist gleich zu Ausbildungsbeginn die Vergütung des 2. Ausbildungsjahres zu zahlen.
  • Es ist zwingend erforderlich, dass Auszubildende und Ausbildungsbetriebe hierzu einen gemeinsamen Antrag bei der Kammer stellen.

Die Kammern akzeptieren nur Anträge, die von Auszubildenden und Ausbildungsbetrieben gemeinsam gestellt werden. Beide „Parteien“ müssen sich also einig sein, ob sie eine bestimmte berufliche Vorbildung anrechnen lassen wollen oder nicht.
Gesetzliche Grundlage:
Die Verkürzung der Ausbildung durch Anrechnung beruflicher Vorbildung geht auf den § 7 des Berufsbildungsgesetzes (BBIG) zurück. Danach können die Regierungen in den einzelnen Bundesländern auch landesspezifische Lösungen per Rechtsverordnung erlassen. Hintergrund ist, dass die Schulbildung Landessache ist, die beruflichen, schulischen Bildungsgänge daher nicht immer vergleichbar sind und vor allem auch unterschiedliche Bezeichnungen haben.

 

2. Variante: Verkürzung wegen positiver Erwartung

Ist zu erwarten, dass der Azubi das Ausbildungsziel schneller erreicht als es die Ausbildungsordnung vorsieht, dann können der Auszubildende und der Ausbildungsbetrieb gemeinsam bei der zuständigen Kammer beantragen, die Ausbildungszeit entsprechend zu verkürzen. Dieser Antrag kann bereits vor Beginn der Ausbildung gestellt werden – beispielsweise zusammen mit der Einreichung des Ausbildungsvertrages bei der Kammer.
Sie können den Antrag auf Verkürzung der Ausbildungszeit aber auch später während der Ausbildung bei der Kammer stellen. Dafür muss sich im Laufe der bisherigen Ausbildungszeit herauskristallisiert haben, dass Ihr Azubi das Ausbildungsziel in kürzerer Zeit erreichen kann. Dabei können Sie durchaus Ihre betrieblichen Interessen berücksichtigen – beispielsweise, wenn Sie mit Ihrem Azubi eine geeignete Stelle eher besetzen, als wenn Sie das Ende der regulären Ausbildungszeit abwarten.
Gesetzliche Grundlage:
Die Verkürzung der Ausbildung wegen positiver Erwartung geht auf den § 8 des BBIG zurück. Dort ist auch die Verlängerung der Ausbildung (auf Antrag des Auszubildenden) geregelt.

3. Variante: Verkürzung wegen Vorziehens der Prüfung

Es gibt noch eine weitere Möglichkeit, die Ausbildung zu verkürzen. Fühlt sich der Azubi beispielsweise ein halbes Jahr früher fit für die Abschlussprüfung, dann kann er ebenfalls vorzeitig zur Abschlussprüfung zugelassen werden. Er benötigt hierfür allerdings eine positive Stellungnahme sowohl des Ausbildungsbetriebs als auch der Berufsschule. Der Vorteil dieser Variante: Sie funktioniert recht unbürokratisch und bedarf keiner Änderung des Ausbildungsvertrags. Wichtig ist allerdings eine rechtzeitige Beantragung, am besten kurz nach der Zwischenprüfung.
Gesetzliche Grundlage:
Die Verkürzung der Ausbildung wegen Vorziehens der Prüfung ist in § 45 BBiG geregelt und gilt als Zulassung zur Prüfung „in besonderen Fällen“.

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