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Vorstellungsgespräche 2012: Diese Fragen dürfen Sie Azubi-Bewerbern nicht stellen

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Nicht jede Frage darf in einem Vorstellungsgespräch gestellt werden – das gilt auch bei der Azubi-Auswahl. Was zu persönlich oder eventuell dazu geeignet ist, einen Bewerber zu benachteiligen, ist tabu. Allerdings gibt es auch Grenzfälle.

 

Die Vorstellungsgespräche für Ihre Azubi-Auswahl 2012 sind im Gange. Auch in diesem Jahr wird es wieder schwer genug, wirklich geeignete Bewerber zu ermitteln. Das persönliche Gespräch ist das wohl wichtigste Instrument, um möglichst viel über den Schulabgänger zu erfahren. Allerdings: „Möglichst viel“ heißt nicht „alles“, Sie dürfen keineswegs jede Frage stellen, die Ihnen vielleicht auf den Nägeln brennt.

Ihr Wissensdrang wird ausgebremst

Sie dürfen gewisse Grenzen nicht überschreiten, wenn Sie dem Bewerber Fragen stellen. Und diese sind exakt zu beachten. Schließlich kann in einem gut laufenden und vertrauensvollen Gespräch auch mal versehentlich eine Frage gestellt werden, die eigentlich tabu ist. Auch das sollten Sie vermeiden. Es gibt 2 Gründe, wegen denen Ihr Wissensdrang vom Gesetzgeber bewusst ausgebremst wird:

  1. Ihre Fragen sind zu persönlich. So dürfen Sie beispielsweise nicht erfragen, ob eine Bewerberin schwanger ist oder demnächst Heirats- und evtl. damit verbundene Umzugsabsichten hat. Beides hätte großen Einfluss auf eine Berufsausbildung – und natürlich wüssten Sie gerne, ob Sie durchgehend mit der Auszubildenden rechnen können. Trotzdem bzw. gerade deshalb sind solche Fragen tabu.
  2. Ihre Fragen könnten zu einer Benachteiligung des Bewerbers führen. Fragen nach der politischen Einstellung und Gewerkschaftsnähe oder nach einer Schwerbehinderung gehören ebenfalls nicht in ein Vorstellungsgespräch. Sie sind nämlich geeignet, Bewerber aus nicht-fachlichen Gründen auszusortieren. Das könnte zum Konflikt mit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) führen.

Die folgende Übersicht gibt Ihnen einen detaillierten Überblick über zulässige und unzulässige Fragen in einem Azubi-Vorstellungsgespräch.

 

Bewerber-Gespräch: Zulässige und unzulässige Fragen

Frage nach …zulässigunzulässig
Schulischer und beruflicher Bereichx
Schulnoten und Zeugnissex
Gern besuchte Unterrichtsfächerx
Beurteilungen und Arbeitszeugnisse (falls der Bewerber schon eine nennenswerte Berufstätigkeit, ein Praktikum oder eine Ausbildung hinter sich hat)x
Qualifikationen (falls es beispielsweise interessante Fremdsprachenkenntnisse gibt, auf die der Bewerber im Lebenslauf hingewiesen hat)x
Nebentätigkeiten (möglicherweise hat der Auszubildende ja einen Job als Schüler ausgeübt, den er während der Ausbildung fortführen möchte)x
Persönlicher Bereich
Daten zum Namen und Wohnortx
Familienstand (falls nicht ohnehin in der schriftlichen Bewerbung angeben)x
Interesse an einer Mitarbeit in der Jugend- und Auszubildendenvertretung bzw. im Betriebsrat bzw. Erfahrungen damitx
Heiratsabsichtx
Schwangerschaft (bestehend oder geplant)x
Partei- und Gewerkschaftszugehörigkeit sowie generelle politische Einstellungx

Schwerbehinderung und Krankheit (das gilt auch für Krankheitsfälle in der Familie)
Solche Fragen können allerdings im Ausnahmefall zulässig sein, wenn es für die Ausbildung wichtig ist. Das gilt beispielsweise für die Frage nach Hautkrankheiten im Lebensmittelhandwerk.

(x)x
Glaube und Religionx
Abstammung und Herkunftx
Sexuelle Neigungenx

Vorstrafen
Solche Fragen können allerdings im Ausnahmefall zulässig sein, wenn die Ausbildung eine Vertrauensstellung voraussetzt (Kassierer, Bankkaufleute). Allerdings darf hier nur nach einschlägigen Vorstrafen (hier: Diebstahl/Unterschlagung) gefragt werden.

(x)x
Schulden/Verschuldung/finanzielle Verhältnissex

 

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