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Aushilfen und Teilzeitkräfte einstellen: Das richtige Bewerbergespräch

 

Von Astrid Engel,

Bewerbergespräche mit Kandidaten für Aushilfs- oder Teilzeitstellen laufen nach den gleichen Spielregeln, als würde es um eine Vollzeitstelle gehen. In der Regel ist das Bewerbergespräch allerdings kürzer. Die folgenden Fragen sollten Sie aber unbedingt zusätzlich stellen:

Zu Beginn des Bewerbergesprächs: der Anfahrtsweg

"Haben Sie gut zu uns gefunden? Wie würden Sie künftig zur Arbeit kommen?" Kaum jemand nimmt für eine Aushilfs- oder Teilzeittätigkeit auf Dauer eine lange Anfahrt in Kauf. Bei Fahrtzeiten von 30 Minuten und mehr müssten Sie damit rechnen, dass der Bewerber die Stelle zwar zunächst annimmt, sich dann aber bald nach einer Alternative umsieht.

Bewerbergespräch mit einem Arbeitslosen

"Wie sind Sie auf unser Stellenangebot gestoßen?" "Was haben Sie zwischenzeitlich gemacht?" "Woran liegt es Ihrer Meinung nach, dass Sie bisher keine neue Arbeit gefunden haben?" "Sind Sie förderungsberechtigt durch die Arbeitsagentur?" Ziel ist, im Bewerbergespräch zu ergründen, wie weit der Kandidat zu seiner Arbeitslosigkeit beigetragen hat, wie er damit umgeht und ob Sie Zuschüsse von der glossar/begriff/abgaben.html?no_cache=1&tx_ppwtipp_pi1[methode]=update&cHash=6762118df0Arbeitsagentur bekommen können.

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Bewerbergespräch mit einer Frau in der Familienpause

"Wer sorgt für Ihre Kinder, während Sie arbeiten?" "Wie alt sind Ihre Kinder?""Wer kümmert sich in der Ferienzeit um Ihre Kinder oder wenn eines der Kinder krank ist?" Die Bewerberin sollte eine praktikable Lösung für diese Situation nennen können. Denn der Urlaub wird keinesfalls ausreichen, um solche Zeiten abzudecken. Stellen Sie diese Fragen aber wirklich nur bei einer Frau, die nach der Babypause ins Berufsleben zurückkehren will, und nicht pauschal bei jedem Bewerbergespräch. Das könnte Ihnen schnell als geschlechtsspezifische Diskriminierung ausgelegt werden!

Bewerbergespräch, wenn es noch einen anderen Hauptarbeitgeber gibt

"Ist diese Arbeitszeit immer gleich?" "Wie viele Stunden pro Woche arbeiten Sie dort?" "Was sagt Ihr jetziger Arbeitgeber dazu, wenn Sie auch noch bei uns arbeiten?" So erfahren Sie, ob der Bewerber die Arbeit bei Ihnen überhaupt leisten kann. Denken Sie daran, dass ein Verstoß gegen das Arbeitszeitgesetz vorliegt, wenn der Bewerber durchschnittlich mehr als 48 Stunden in der Woche arbeitet.

Personal und Arbeitsrecht aktuell

Egal ob es um brandneue Urteile der Arbeitsgerichte geht, die für Sie als Arbeitgeber, als Führungskraft oder als Personalverantwortlicher von Bedeutung sind oder zum rechtssicheren Umgang mit Abmahnungen, Zeugnissen, Kündigungen. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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