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Befristete Arbeitsverhältnisse : So gleichen Sie Personalengpässe aus

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Von Astrid Engel,

Damit Sie sich nicht langfristig an ein Mitarbeiter binden müssen, können Sie grundsätzlich jedes Arbeitsverhältnis befristen. Dann endet es automatisch, ohne dass Sie kündigen müssen. Dazu vereinbaren Sie im Arbeitsvertrag, dass das Arbeitsverhältnis zu einem bestimmten Zeitpunkt (Zeitbefristung, z.B. bis zum 31.12.08) läuft oder bei Erreichen eines bestimmten Zwecks endet (Zweckbefristung, z.B. bis zum Abschluss des Projekts XY). Wann befristete Arbeitsverhältnisse zulässig sindDamit befristete Arbeitsverhältnisse zulässig sind, müssen Sie einige rechtliche Besonderheiten beachten: Vereinbaren Sie die Befristung unbedingt schriftlich. Denn sollten Sie das aus Versehen vergessen, schließen Sie ungewollt einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Auch die Verlängerung einer Befristung muss schriftlich erfolgen. Für eine zulässige Befristung müssen Sie entweder einen sachlichen Grund angeben (zum Beispiel weil Sie nur vorübergehend Personalbedarf haben) oder Sie begrenzen die Befristung auf maximal zwei Jahre. Innerhalb dieser zwei Jahre dürfen Sie ein befristetes Arbeitsverhältnis bis zu dreimal verlängern. Wichtig für Existenzgründer: Sie dürfen Arbeitsverhältnisse sogar bis zu vier Jahren ohne sachlichen Grund befristen und innerhalb dieser Zeit mehrfach verlängern. Dies gilt für alle jungen Unternehmer in den ersten vier Jahren nach der Gründung. Bedenken Sie die Folgen, wenn sich eine Befristung als unzulässig herausstellt: der Arbeitsvertrag gilt dann als unbefristet abgeschlossen - Sie haben einen festen Mitarbeiter eingestellt. Achten Sie deshalb unbedingt darauf, dass Sie schlüssige sachliche Gründe angeben beziehungsweise die Zeitbegrenzung von zwei (Existenzgründer: 4) Jahren einhalten und nicht mehr als drei Vertragsverlängerungen (Existenzgründer: keine Begrenzung) aneinander reihen (so genannte Kettenverträge). Praxis Tipp: Vereinbaren Sie unbedingt eine ordentliche Kündigungsfrist, wenn Sie befristete Arbeitsverhältnisse abschließen. Nur so können Sie auch schon vor Ablauf der vereinbarten Frist kündigen - etwa wenn die Arbeitsleistung nicht stimmt oder Ihrer Auftragslage rückläufig ist. Ohne diese Vereinbarung kommen Sie aus dem Arbeitsvertrag erst mit Ablauf der Frist heraus.

Damit Sie sich nicht langfristig an ein Mitarbeiter binden müssen, können Sie grundsätzlich jedes Arbeitsverhältnis befristen. Dann endet es automatisch, ohne dass Sie kündigen müssen.
Dazu vereinbaren Sie im Arbeitsvertrag, dass das Arbeitsverhältnis zu einem bestimmten Zeitpunkt (Zeitbefristung, z.B. bis zum 31.12.10) läuft oder bei Erreichen eines bestimmten Zwecks endet (Zweckbefristung, z.B. bis zum Abschluss des Projekts XY).

Wann befristete Arbeitsverhältnisse zulässig sind

Damit befristete Arbeitsverhältnisse zulässig sind, müssen Sie einige rechtliche Besonderheiten beachten:

  • Vereinbaren Sie die Befristung unbedingt schriftlich. Denn sollten Sie das aus Versehen vergessen, schließen Sie ungewollt einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Auch die Verlängerung einer Befristung muss schriftlich erfolgen.
  • Für eine zulässige Befristung müssen Sie entweder einen sachlichen Grund angeben (zum Beispiel weil Sie nur vorübergehend Personalbedarf haben) oder Sie begrenzen die Befristung auf maximal zwei Jahre. Innerhalb dieser zwei Jahre dürfen Sie ein befristetes Arbeitsverhältnis bis zu dreimal verlängern.
  • Wichtig für Existenzgründer: Sie dürfen Arbeitsverhältnisse sogar bis zu vier Jahren ohne sachlichen Grund befristen und innerhalb dieser Zeit mehrfach verlängern. Dies gilt für alle jungen Unternehmer in den ersten vier Jahren nach der Gründung.

Bedenken Sie die Folgen, wenn sich eine Befristung als unzulässig herausstellt: der Arbeitsvertrag gilt dann als unbefristet abgeschlossen - Sie haben einen festen Mitarbeiter eingestellt. Achten Sie deshalb unbedingt darauf, dass Sie schlüssige sachliche Gründe angeben beziehungsweise die Zeitbegrenzung von zwei (Existenzgründer: 4) Jahren einhalten und nicht mehr als drei Vertragsverlängerungen (Existenzgründer: keine Begrenzung) aneinander reihen (so genannte Kettenverträge).
Praxis Tipp: Vereinbaren Sie unbedingt eine ordentliche Kündigungsfrist, wenn Sie befristete Arbeitsverhältnisse abschließen. Nur so können Sie auch schon vor Ablauf der vereinbarten Frist kündigen - etwa wenn die Arbeitsleistung nicht stimmt oder Ihrer Auftragslage rückläufig ist. Ohne diese Vereinbarung kommen Sie aus dem Arbeitsvertrag erst mit Ablauf der Frist heraus.

 

 

 

Befristete Arbeitsverhältnisse haben Vor- und Nachteile

Befristete Arbeitsverhältnisse bieten ihnen einen entscheidenden Vorteil gegenüber den "normalen" Arbeitsverhältnissen: Sie binden sich immer nur für einen überschaubaren Zeitraum an einen Mitarbeiter. Mit Ablauf der Frist können Sie erneut entscheiden ob sie einen Mitarbeiter weiterhin beschäftigen wollen oder nicht, ohne dass sie kündigen müssen.
Das gilt übrigens auch, falls eine befristet eingestellte Mitarbeiterin schwanger wird oder eine schwere Behinderung auftritt. Statt dann mit Kündigungsverboten konfrontiert zu sein, endet das Arbeitsverhältnis automatisch.
Allerdings haben befristete Arbeitsverhältnisse nicht nur Vorteile. Insbesondere gut qualifiziertes Personal werden sie nicht halten können, wenn sie immer nur befristete Verträge anbieten. Dann müssen Sie damit rechnen, dass der Mitarbeiter bei der nächsten Gelegenheit abspringt und Sie erneut jemanden einarbeiten müssen.
In punkto bürokratischen Aufwandes und Lohnnebenkosten unterscheiden sich befristet eingestellte Mitarbeiter nicht von unbefristeten Vollzeitkräften. Sie unterliegen ganz normal der Kranken-, Renten-und Arbeitslosenversicherungspflicht sowie der Unfallversicherungs-und Steuerpflicht, und sie haben alle Arbeitnehmerrechte.

 

 

 

 

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