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Beherrschen Sie die Zeugnissprache? Wie Sie ein überzeugendes Arbeitszeugnis formulieren

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Von Astrid Engel,

In Arbeitszeugnissen werden Sie immer wieder Formulierungen finden, die auf den ersten Blick eine positive Beurteilung enthalten, aber durchaus kritisch gemeint sind. Der Grund:
- Einerseits müssen Arbeitgeber stets ein wohlwollendes Arbeitszeugnis formulieren, damit sie ausscheidende Mitarbeiter nicht ungerechtfertigt im beruflichen Fortkommen behindern.
- Andererseits muss ein Zeugnis ein wahrheitsgemäÿes Bild des Mitarbeiters zeichnen.

Ein rechtssicheres Arbeitszeugnis formulieren : Darauf sollten Sie achten

Ein Zeugnis muss klar und verständlich sein. Es darf keine Merkmale oder Formulierungen enthalten, die den Zweck haben, eine andere Aussage über den Arbeitnehmer zu treffen, als es aus der äußeren Form oder dem Wortlaut des Zeugnisses ersichtlich ist. Um Auseinandersetzungen möglichst von vornherein auszuschließen, beachten Sie folgende Grundsätze, wenn Sie ein Arbeitszeugnis formulieren:
Tätigkeiten beschreiben
Bei der Aufgabenbeschreibung sollten Sie die vom Mitarbeiter im Laufe der Beschäftigungszeit ausgeübten Tätigkeiten so vollständig und genau beschreiben, dass künftige Arbeitgeber sich ein klares Bild machen können.
Kenntnisse und Leistungsfähigkeit beschreiben
Insbesondere Tätigkeiten, die ein Urteil über die Kenntnisse und Leistungsfähigkeit des Mitarbeiters ermöglichen, müssen Sie aufnehmen. Unwesentliche Tätigkeiten brauchen Sie nicht zu erwähnen. Eine größere Formulierungsfreiheit haben Sie bei der Leistungs- und Verhaltensbeurteilung.
Einmalige Vorfälle oder Umstände, die für den Mitarbeiter nicht charakteristisch sind - seien sie vorteilhaft oder nachteilig -, dürfen Sie nicht berücksichtigen. Erwähnen Sie solche Begebenheiten daher nicht, wenn Sie das Arbeitszeugnis formulieren.
Beurteilen Sie die Leistung eines Mitarbeiters als unterdurchschnittlich (Schulnote 4 und schlechter), sollten Sie dies durch Abmahnungen, Gesprächsnotizen oder frühere Beurteilungen begründen können.
Verlangt ein Mitarbeiter hingegen eine bessere als eine durchschnittliche Begründung (Schulnote 2 oder besser), muss er den Beweis für seine bessere Leistung erbringen. So lautet eine Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts (BAG, 14.10.2003, Az: 9 AZR 12/03).
Tipp: War die Leistung des ausscheidenden Mitarbeiters nicht besonders gut, sind Sie  immer auf der sicheren Seite, wenn Sie dem Mitarbeiter im Arbeitszeugnis eine durchschnittliche Leistung (= Note 3) attestieren. Denn diese Beurteilung ("stets zur vollen Zufriedenheit" = Note 3) sieht das Bundesarbeitsgericht als gute und gehobene Durchschnittsnote an. Will der Mitarbeiter gegen diese Beurteilung vorgehen, muss er beweisen, besser gewesen zu sein. Gerade bei kurzen Beschäftigungszeiten ist das meist ein hoffnungsloses Unterfangen.

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