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Benzin-Gutscheine und Tankkarten: So nehmen Sie die Steuerhürden

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Von Astrid Engel,

Angesichts der immer noch hohen Benzinkosten stellen viele Firmen ihren Mitarbeitern Benzin-Gutscheine zur Verfügung. Diese sind bis zu einem Wert von 44 Euro pro Monat und Mitarbeiter lohnsteuerfrei (§ 8 Abs. 2 EStG) – und deshalb bei den Mitarbeitern außerordentlich beliebt. Gerade jetzt, da die Benzinpreise in letzter Zeit wieder gestiegen sind.

Angesichts der immer noch hohen Benzinkosten stellen viele Firmen ihren Mitarbeitern Benzin-Gutscheine zur Verfügung. Diese sind bis zu einem Wert von 44 Euro pro Monat und Mitarbeiter lohnsteuerfrei (§ 8 Abs. 2 EStG) - und deshalb bei den Mitarbeitern außerordentlich beliebt. Gerade jetzt, da die Benzinpreise in letzter Zeit wieder gestiegen sind.

Wann Benzin-Gutscheine steuerfrei bleiben

Lohnsteuerfrei bleiben die Benzin-Gutscheine allerdings nur dann, wenn sie auf eine bestimmte Liter-Zahl und nicht auf einen konkreten Euro-Betrag lauten. Doch genau hier schnappt die Steuerfalle immer wieder zu: Entweder geben die Tankstellen nur Benzin-Gutscheine mit Euro-Beträgen ab oder die Blanko-Benzin-Gutscheine werden von den Firmen falsch ausgestellt. Fatale Folge in beiden Fällen: Der Wert der Benzin-Gutscheine ist in voller Höhe als Barlohn steuerpflichtig.

Keine Benzin-Gutscheine, sondern lieber Tankkarten?

Um keinen Haftungsbescheid über Lohnsteuernachzahlungen zu riskieren, statten manche Unternehmen ihre Mitarbeiter mit einer Tankkarte aus, anstelle ihnen Benzin-Gutscheine zu überlassen. Damit können die Mitarbeiter dann bei der Vertrags-Tankstelle des Unternehmens tanken. Meist handelt es sich um eine elektronische Karte, auf der ein Höchstbetrag gespeichert ist (in der Regel 44 Euro).

Diese Vorgehensweise verspricht ebenso Ärger mit dem Fiskus, wie ein kürzlich bekannt gewordenes Urteil des Finanzgerichts Baden-Württemberg zeigt (Az. 13 K 2626/ 07).

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Im entschiedenen Fall erhielten die Mitarbeiter Tankkarten, die weder die zu tankende Kraftstoffmenge noch die zu tankende Kraftstoffart angaben. Fest stand lediglich der maximale Gesamtwert des Kraftstoffs, den die Mitarbeiter mit der Tankkarte jeweils tanken durften. Die Finanzrichter werteten die Tankkarte als Firmenkreditkarte.

Mit der Aushändigung der Tankkarte, so die Finanzrichter, floss den Mitarbeitern eine Einnahme in Geldeswert zu. Die Tankkarten hatten in ihrer wirtschaftlichen Bedeutung Bargeldcharakter und für die Mitarbeiter Bargeldfunktion

Praxistipp: Geben Sie ausschließlich Benzin-Gutscheine über eine bestimmte Menge eines bestimmten Kraftstoffs aus, den Ihre Mitarbeiter dann bei Ihrer Vertrags-Tankstelle einlösen können.

Beispiel: "Dieser Gutschein berechtigt zum Bezug von 30 Litern Diesel bei der Tankstelle ..." Das bedeutet: Die 44-Euro-Grenze ist anwendbar. Der Bezug des Diesels ist lohnsteuerfrei - vorausgesetzt, der Preis für 30 Liter Diesel ist nicht teurer als 44 Euro.

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