Gratis-Download

Erfahren Sie hier, wie Sie Mitarbeitergespräche als Führungsinstrument sinnvoll und effizient einsetzen und welche klaren Gesprächsstrukturen bei...

Jetzt downloaden

Das kostet Sie eine 400-Euro-Aushilfe: Abgaben und Umlagen

0 Beurteilungen

Von Astrid Engel,

Eine 400-Euro-Aushilfe - auch geringfügig entlohnter Beschäftigter oder Minijobber genannt - ist ein Mitarbeiter, dem Sie nicht mehr als 400 Euro im Monat zahlen. Für dieses Beschäftigungsmodell gelten besondere Regeln bei den sozialen Abgaben.

Eine 400-Euro-Aushilfe - auch geringfügig entlohnter Beschäftigter oder Minijobber genannt - ist ein Mitarbeiter, dem Sie nicht mehr als 400 Euro im Monat zahlen. Für dieses Beschäftigungsmodell gelten besondere Regeln bei den sozialen Abgaben.


Aushilfe hat keine Abgaben

Ihre Aushilfe zahlt keine Abgaben zur Sozialversicherung. Dafür ist sie über den Job aber auch nicht kranken- oder arbeitslosenversichert und kann ihre Ansprüche auf eine gesetzliche Rente nur in ganz geringem Maße erhöhen. Was sie verdient, ist für sie steuerfrei.


Regelfall für den Arbeitgeber: 30 % Abgaben (+ Umlagen)

Sie als Arbeitgeber führen für die 400-Euro-Aushilfe pauschale Abgaben an die Minijob-Zentrale ab. Diese betragen für Aushilfen in Unternehmen im Regelfall 30 % vom vereinbarten Lohn:

  • 15 % für die Rentenversicherung,
  • 13 % für die Krankenversicherung,
  • 2 % für die Lohnsteuer.


Umlagen 2009

Hinzu kommen noch geringe Beträge für die

  • Insolvenzgeldumlage (0,1 %)

sowie - falls Sie nicht mehr als 30 Mitarbeiter haben - für die

  • Umlage U1 für Entgeltfortzahlungen im Krankheitsfall (0,6 %) und die
  • Umlage U2 für Mutterschaftsaufwendungen (0,07 %).

Selbstständigkeit 2009
So machen Sie als Selbstständiger in 2009 mehr Umsatz und Gewinn!
Testen Sie das "Handbuch für Selbstständige & Unternehmer" 2 Wochen gratis!

Diese Umlagen sind bei dem folgenden Beispiel nicht mit eingerechnet:

Beispiel: Ihre Aushilfe erhält 400 Euro Lohn. Den zahlen Sie ihr aus. An die Minijob-Zentrale führen Sie zudem ab:

  •  60 Euro pauschale Abgabe zur Rentenversicherung (= 15 %)
  •  52 Euro pauschale Abgabe zur Krankenversicherung (= 13 %)
  •  8 Euro Lohnsteuer-Pauschale (= 2 % )

Im Regelfall zahlen Sie also bis zu 120 Euro Abgaben.


Wie Sie als Arbeitgeber Ihre Abgaben reduzieren


Privat krankenversicherte Aushilfe einstellen

Ist Ihre 400-Euro-Aushilfe privat oder gar nicht krankenversichert, entfällt die pauschale Abgabe zur Krankenversicherung von 13%. Sie zahlen dann also nicht mehr 30% pauschale Abgaben sondern nur noch 17 % (15% Rentenversicherungs-und 2% Lohnsteuerpauschale).

Tipp: Wenn Sie die Wahl zwischen gleich geeigneten Aushilfen haben, stellen Sie also besser die privat krankenversicherte ein.


2% Lohnsteuerpauschale kann die Aushilfe tragen

Sie können mit der Aushilfe auch vereinbaren, dass sie die Lohnsteuer trägt, wie es auch bei regulären Arbeitsverhältnissen üblich ist (BAG, 1.2.2006, Az. 5 AZR 628/04). Sie sparen dann die 2 % Pauschalabgabe für die Lohnsteuer und reduzieren Ihre Abgaben auf

  •  28 % bei einer gesetzlich krankenversicherten Aushilfe,
  •  15 % bei einer privat krankenversicherten Aushilfe.

Tipp: Unabhängig davon, ob Sie oder die 400-Euro-Aushilfe die Lohnsteuer übernehmen, können Sie diese auch nach Lohnsteuerkarte statt pauschal abrechnen.

Hat Ihre Aushilfe die Steuerklasse I, II, III oder IV, lohnt sich das in jedem Fall, denn dann fällt gar keine Lohnsteuer an. In den Steuerklassen V oder VI ist die Pauschale meist günstiger - es sei denn, das von der Aushilfe im Jahr zu versteuernde Einkommen übersteigt den Grundfreibetrag ohnehin nicht.

Personal und Arbeitsrecht aktuell

Egal ob es um brandneue Urteile der Arbeitsgerichte geht, die für Sie als Arbeitgeber, als Führungskraft oder als Personalverantwortlicher von Bedeutung sind oder zum rechtssicheren Umgang mit Abmahnungen, Zeugnissen, Kündigungen. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Steigern Sie Ihre Erfolgsquote: Vergaberecht & Angebotsstrategien für Bieter

Die wichtigsten Gesetze für Ihre Personalpraxis

Umfassend über die neuesten Entwicklungen im Personalbereich informiert

Machen Sie Ihre Lohn- und Gehaltsabrechnung unangreifbar!

erkennen.vorbeugen.handeln: Gesunde Arbeit für zufriedene Mitarbeiter

Die neuesten Urteile der Arbeits-, Finanz- und Sozialgerichte