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Das lohnt sich auch für den Mitarbeiter: Fortbildung statt Gehaltserhöhung (Teil 1)

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Von Astrid Engel,

Jeder Mitarbeiter freut sich über eine Gehaltserhöhung, aber spätestens wenn er seinen Gehaltszettel liest, ist es aus mit der Freude. Der Grund sind die hohen Abgaben, die Sie von seinem Lohn einbehalten müssen. Verhindern Sie daher, dass der Staat an der Belohnung für Ihre Mitarbeiter mitverdient und belohnen Sie sich damit noch selbst.

Qualifizierte Mitarbeiter sind die wichtigste Ressource für Ihren Betrieb. Für Ihre Mitarbeiter bedeutet jede qualifizierte Fortbildung eine Erhöhung Ihres "Marktwerts". Aber: Gute Fortbildung ist teuer. Folgender Vorschlag ist ein Gewinn für beide:

Berechnen Sie auch die Kosten der Gehaltserhöhung

Wieviel Geld müssen Sie für diese Gehaltserhöhung tatsächlich aufwenden? Dieser Betrag kann Ihnen als Richtlinie dienen, wenn Sie Ihrem Mitarbeiter eine Fortbildung auf Firmenkosten anbieten wollen. Der Mitarbeiter muss für diese Fortbildung geeignet sein, sollte sich dafür interessieren und Ihrem Betrieb einen Vorteil bzw. einen Gewinn bringen. Den finanziellen Aufwand können Sie in voller Höhe von der Steuer absetzen.

Beispiel: Betragen die Kosten für die Fortbildung 1.200 Euro, können Sie diese 1.200 Euro voll absetzen und Ihnen entstehen keine weiteren Kosten. Bei einer Gehaltserhöhung von 100 Euro monatlich entstehen zu den tatsächlichen jährlichen Kosten von 1.200 Euro noch ca. 350 Euro für die Abgaben, die Sie leisten müssen. Ihr Mitarbeiter erhält aber je nach Steuerklasse netto nur zwischen 600 und 850 Euro.

Muss der Mitarbeiter für die Fortbildung jetzt Steuern zahlen?

Wichtig: Steuerrechtlich gilt seit jüngstem, dass die Kosten für eine Fortbildung vom Finanzamt als geldwerter Vorteil angesehen werden, wenn diese Fortbildung dem Mitarbeiter einen bleibenden Vorteil für sein späteres Berufsleben auch bei anderen Arbeitgebern verschafft. Für Ihren Mitarbeiter würde es bedeuten, der bezahlte Betrag wird einkommensteuerpflichtig.

Umgehen können Sie diese Bestimmung, indem Sie nachweisen, dass diese Fortbildung überwiegend in Ihrem betrieblichen Interesse liegt. Mehr dazu - auch ein geeignetes Muster - im Teil 2.
 

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