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Die wichtigsten Fragen für jedes Vorstellungsgespräch

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Beginnen Sie jedes Vorstellungsgespräch mit einer freundlichen Begrüßung, etwa: „Guten Tag, Herr Gerhard! Nehmen Sie doch bitte Platz. Was darf ich Ihnen zu trinken anbieten?“ Anschließend sollten Sie sich und etwaige andere Gesprächsteilnehmer kurz dem Bewerber vorstellen.

Mit einem solchen Gesprächseinstieg brechen Sie das anfängliche Eis und leiten eine positive Stimmung für das Vorstellungsgespräch ein. Allgemeine Fragen, etwa zur Anreise, zum Wetter, können folgen.

Halten Sie diesen Smalltalk aber kurz (maximal ein bis zwei Minuten) und kommen Sie dann zielstrebig zur Sache.

Tipp: Achten Sie in dieser Startphase des Vorstellungsgesprächs auch auf folgende Punkte: Wie sind die Umgangsformen des Bewerbers? Wie sicher wirkt er? – Dies vermittelt Ihnen weitere wichtige Eindrücke von der Persönlichkeit Ihres Gegenübers.

Sie müssen sich übrigens nicht sklavisch an die genannten Fragen bzw. deren Reihenfolge halten (Ausnahme: Frage 28 in Teil 4 sollte immer am Schluss stehen). Wichtig ist vielmehr: Sorgen Sie für einen ausgewogenen Wechsel zwischen Fragen, die es dem Bewerber ermöglichen, in dem Vorstellungsgespräch seine guten Seiten zu zeigen, und Fragen, bei denen er Farbe bekennen muss.

Und noch etwas: Unangenehme Fragen im Vorstellungsgespräch helfen Ihnen zwar, den Schwächen des Bewerbers auf die Spur zu kommen. Zu viele Fragen dieser Art verderben aber die Gesprächsatmosphäre und schrecken den Bewerber ab, eine Stelle in Ihrem Unternehmen anzutreten.

Frage 1 im Vorstellungsgespräch

„Ich möchte Sie gerne etwas näher kennen lernen. Erzählen Sie mir doch einmal etwas über Ihre bisherige Entwicklung.“

Mit dieser Frage kommen Sie gleich zu einem wichtigen Punkt: Sie erfahren, wie sich Ihr Bewerber darstellt. Dies ist wichtiger als die reine Sachinformation, denn vieles davon wird Ihnen ohnehin bereits schon vor dem Vorstellungsgespräch aus den schriftlichen Unterlagen bekannt sein.

Achten Sie besonders bei Führungskräften und Mitarbeitern mit Kundenkontakt auf eine selbstsichere Präsentation im Vorstellungsgespräch. Ein Bewerber, der sich selbst gut verkauft, kann vermutlich auch Ihr Unternehmen nach außen überzeugend vertreten.

Positiv ist eine gut strukturierte, sicher vorgetragene Darstellung mit logischen Übergängen. Negativ wäre eine zögerliche, unsichere Vorstellung, bei der der rote Faden fehlt, die Übertreibungen enthält und weitschweifig ist.

Wichtig: Haken Sie immer nach, wenn Aussagen den schriftlichen Bewerbungsunterlagen widersprechen oder Fragen offen bleiben.

Beispiel: Ihr Bewerber Hoffmann zählt im Vorstellungsgespräch auffällig viele Stellen auf, an denen er bereits tätig war. Sie fragen also nach: „Warum haben Sie Ihre Stellen so oft gewechselt? Warum sind Sie damals zu ... gewechselt?“

Tipp: Setzen Sie sich bereits im Vorfeld genau mit dem Lebenslauf des Bewerbers auseinander – sonst wissen Sie nicht, wo Sie möglicherweise nachfragen müssen.

Frage 2 im Vorstellungsgespräch

„Warum bewerben Sie sich für diese Position?“

Mit dieser Frage klären Sie die Bewerbungsmotivation ab: Ist Ihr Unternehmen die erste Wahl, ist die Stelle der „Traumjob“ für Ihren Bewerber? Oder wäre eine Anstellung in Ihrem Unternehmen für ihn nur eine Not bzw. Kompromisslösung? Und warum will er von seinem alten Arbeitsplatz weg? Ist man dort froh, dass er geht, oder wird man seinen Weggang bedauern?

Je mehr Gründe der Bewerber im Vorstellungsgespräch überzeugend darstellt, sich speziell bei Ihnen zu bewerben, desto höher ist vermutlich auch seine spätere Leistungsmotivation.

Negativ wäre etwa: „Ich wollte einfach mal was Neues machen. Nach 10 Jahren in meiner alten Firma wird mir das alles zu langweilig. Da habe ich beim Durchblättern der Samstagszeitung zufällig Ihre Anzeige gesehen und dachte: ,Das probierst du jetzt einfach mal aus ...‘“

Neutral wäre: „Aus familiären Gründen muss ich mich räumlich verändern – so bin ich auf Ihr Unternehmen gestoßen.“

Positiv wäre: „Ihr Inserat in der Weser-Zeitung hat mich sehr angesprochen. Nicht nur, weil ich genau in dem Bereich schon tätig bin, für den Sie jetzt jemand suchen, und mich da auskenne; ich wollte auch immer schon meine recht guten Englisch- und Französischkenntnisse praktisch anwenden können ...“

Fragen Sie gegebenenfalls nach: „Woher ist Ihnen unser Unternehmen bekannt? Was wissen Sie schon über uns?“ – Je mehr Infos Ihr Bewerber bereits über Ihr Unternehmen eingeholt hat, je konkreter seine Vorstellungen sind, desto größer ist sein Interesse an der angebotenen Stelle.

Tipp: Fragen Sie auch nach weiteren laufenden Bewerbungsverfahren.Viele Bewerbungen deuten darauf hin, dass der Bewerber um jeden Preis eine Stelle sucht und es ihm nicht so sehr darauf ankommt, was er letztendlich findet. Besser: Der Bewerber pickt sich einige wirklich interessante Angebote heraus und bewirbt sich gezielt.

Frage 3 im Vorstellungsgespräch

„Was machen Sie zurzeit? Wo liegen Ihre Arbeitsschwerpunkte?“

Hierdurch erhalten Sie nähere Informationen über die fachliche Qualifikation Ihres Bewerbers.

Fällt Ihnen die Antwort zu knapp aus, haken Sie nach: „Mit welcher Software arbeiten Sie? Wie ist Ihr Arbeitsbereich aufgeteilt? Wer unterstützt Sie?“ usw.

Dies gilt insbesondere dann, wenn Sie ihn im Vorstellungsgespräch bitten, etwas mehr zu den Projekten zu erzählen, mit denen er zurzeit beschäftigt ist. Erkundigen Sie sich auch danach, welche Rolle er hierbei spielt.

Frage 4 im Vorstellungsgespräch

„Schildern Sie doch einfach einmal den Ablauf eines für Sie typischen Arbeitstags.“

Damit vertiefen Sie die vorhergehende Frage. Denn die Antwort gibt Ihnen nicht nur Aufschluss über die anderen Tätigkeiten Ihres Kandidaten, sondern auch über seine Arbeitsweise.

Frage 5 im Vorstellungsgespräch

„Welche Aspekte Ihrer Arbeit mögen Sie am meisten?“

Meist mag man das, was man auch besonders gut kann. Die Antwort gibt Ihnen also einen Hinweis auf die Stärken des Bewerbers.

Frage 6 im Vorstellungsgespräch

„Welche Erwartungen hatten Sie, als Sie Ihre letzte Stelle angetreten haben? Haben sich diese Erwartungen erfüllt?“

Oft können Sie aus den Vorstellungen beim letzten Stellenwechsel auch auf die aktuellen Erwartungen schließen (siehe auch Frage 8 unten).

Die Antwort Ihres Bewerbers kann Ihnen aber auch Aufschluss darüber geben, warum der Kandidat die Stelle wechseln will. Denn oft wechselt der Bewerber, weil sich seine Erwartungen nicht erfüllt haben.

Zudem gewinnen Sie einen Eindruck, wie realistisch die Einschätzungen Ihres Bewerbers waren bzw. sind.

Ihr Bewerber stellt sich vor, binnen zwei Jahren Geschäftsführer zu werden, nachdem er als Hochschulabsolvent ohne Berufserfahrung seine erste Stelle bei Ihnen antreten will – sicher eine oft unrealistische Erwartung.

Frage 7 im Vorstellungsgespräch

„Wenn Sie an Ihre neue Stelle denken: Was erhoffen Sie sich davon?“

Die Antwort sollte Ihnen die gegenwärtigen Erwartungen Ihres Bewerbers offenlegen. Was würde er gerne tun? Wie würde er gerne arbeiten?

Wichtig ist, dass Sie in dieser Phase des Vorstellungsgesprächs keine falschen Hoffnungen wecken. Weichen die Erwartungen Ihres Bewerbers zu sehr von Ihren Möglichkeiten ab, sollten Sie das offen zur Sprache bringen. Andernfalls sind die Enttäuschung und ein Scheitern der möglichen Zusammenarbeit vorprogrammiert.

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