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Diebstahl durch Mitarbeiter: So beugen Sie Wiederholungen vor

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Von Astrid Engel,

Eine Inventur am Endes des Monats bringt die schockierende Wahrheit ans Tageslicht: Nach einem Anfangsverdacht ist sich der Geschäftsführer nun sicher: Es gibt Diebstahl durch Mitarbeiter in seinem Betrieb. In seinem Bauunternehmen fehlt Material im Wert von mehreren tausend Euro.

Eine Inventur am Endes des Monats bringt die schockierende Wahrheit ans Tageslicht: Nach einem Anfangsverdacht ist sich der Geschäftsführer nun sicher: Es gibt Diebstahl durch Mitarbeiter in seinem Betrieb. In seinem Bauunternehmen fehlt Material im Wert von mehreren tausend Euro.

Das ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat! Der Geschäftsführer steht vor einem Dilemma: Soll er seine Mitarbeiter zusammenrufen und damit möglicherweise Unruhe auslösen? Oder soll er Stillschweigen bewahren und intern den oder die Missetäter ausfindig machen, die seiner Firma schaden? Er fragt sich plötzlich, wem er überhaupt noch trauen kann. Sind die Vorarbeiter und Abteilungsleiter auch darin verstrickt?

Traurige Wahrheit: Untersuchungen zufolge gehören Betrug und Unterschlagung durch Mitarbeiter in Deutschland immer häufiger zum Alltag. Den größten Teil der Delikte macht mit 82 Prozent der Diebstahl durch Mitarbeiter aus. Dabei sind größere Unternehmen häufig betroffen. Doch auch kleinere sind nicht vor Diebstahl und Korruption gefeit.

Als Unternehmer sind Sie jedoch auf die Integrität Ihrer Mitarbeiter angewiesen, Sie müssen sich auf sie verlassen können. Schließlich kann es auch nicht Ihre Aufgabe sein, die Mitarbeiter zu bespitzeln und ständig auf Vertrauenswürdigkeit hin zu prüfen. Damit Ehrlichkeit eine Selbstverständlichkeit in der Firmenkultur Ihres Betriebes ist, müssen Sie als Geschäftsführer eine ganz klare Linie gegen den Diebstahl durch Mitarbeiter fahren.


1. Sanktionen gegen Diebstahl androhen

Dazu gehört es, dass Sie "Null Toleranz" gegenüber dieser Art von Diebstahl zeigen. Es muss klar werden, dass Mitarbeiter, die Sie beklauen, mit Sanktionen - nämlich fristloser Kündigung - zu rechnen haben.


2. Behandeln Sie alle Mitarbeiter gleich

Wenn einer Ihrer leitenden Angestellten sich an Ihrem Vermögen vergreift, müssen für ihn die selben Regeln und Sanktionen gelten wie für einfache Mitarbeiter. Denn Vorgesetzte haben Vorbildfunktion. Es wäre ein falsches Signal an Ihre Mitarbeiter, wenn ein solcher Fall ungeahndet bliebe.


3. Verhaltenskodex für Mitarbeiter entwerfen

Die Androhung drastischer Strafen allein ist jedoch noch keine Lösung. Verfassen Sie einen Verhaltenskodex, in dem Sie aufführen, welches positive Verhalten Sie von jedem Mitarbeiter erwarten. Einige Beispiele: Sorgfalt mit Arbeitsgeräten und -materialien, Ordnung am Arbeitsplatz, Hinweis an die Vorgesetzten, wenn etwas beschädigt oder gestohlen wurde usw.

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4. Diebstahl öffentlich machen

Rufen Sie Ihre Belegschaft zusammen und machen Sie die Diebstähle öffentlich. Machen Sie Ihren Mitarbeitern klar, dass ein solches illegales Verhalten die Existenz Ihres Betriebes und damit auch die Arbeitsplätze gefährdet. Damit sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter gegenüber Fehlverhalten und Straftaten von Kollegen.


5. Gründe für Mitarbeiter-Diebstahl ergründen und abstellen

Wenn sich Ihr Verdacht erhärtet hat, ist es auch hilfreich, sich über die möglichen Gründe für den Mitarbeiter-Diebstahl klar zu werden.

Der Diebstahl durch Mitarbeiter kann auch mit Rache am Vorgesetzten zu tun haben, weil sich der Mitarbeiter ungerecht behandelt fühlte. Die Prophylaxe gegen Diebstahl ist somit auch ein fairer Umgang mit Mitarbeitern und ein gutes Betriebsklima.


6. Informationen vertraulich behandeln

Verdeutlichen Sie den Mitarbeitern, die unter Umständen etwas über Langfinger wissen, dass Angaben absolut anonym und vertraulich bleiben, und dass sie keine Nachteile dadurch zu befürchten haben. In den USA sind solche Angebote für "Whistelblower" - im Deutschen wird das mit "Hinweisgeber" übersetzt - gesetzlich vorgeschrieben.

Das Ziel: Diebstahl und Korruption sollen durch interne Informanten aufgedeckt und verhindert werden. Ein Whistleblower kann Sie auf Risiken durch Fehlverhalten von Mitarbeitern aufmerksam machen, die Sie dann abstellen.


7. Neutrale Beratungsstelle hinzuziehen

Oft lassen sich Fehlentwicklungen im Unternehmen besser mit einer neutralen, externen Beratung vermeiden. Als Klärungs-, Beschwerde- und Beratungsstelle für Mitarbeiter kann z. B. die Fairness-Stiftung fungieren. Anonym können sich Mitarbeiter und Führungskräfte dort melden, unfaire Praktiken benennen und sich beraten lassen, um die Situation zu bewältigen.

Informationen erhalten Sie im Internet unter: www.fairness-stiftung.de

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