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Diese Regelungen gehören in Ihren Arbeitsvertrag mit Minijobbern

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Von Astrid Engel,

Sie sind sich einig geworden - eine neue Aushilfskraft soll auf 400-€-Basis für Sie arbeiten. Nun fehlt noch der schriftliche Arbeitsvertrag. Lesen Sie, welche Vereinbarungen Sie in einem Arbeitsvertrag mit Minijobbern treffen sollten

Sie sind sich einig geworden - eine neue Aushilfskraft soll auf 400-€-Basis für Sie arbeiten. Nun fehlt noch der schriftliche Arbeitsvertrag. Lesen Sie, welche Vereinbarungen Sie in einem Arbeitsvertrag mit Minijobbern treffen sollten

Arbeitsvertrag mit Minijobbern: Arbeitszeit und Vergütung

Die Arbeitszeit und die Vergütung können Sie frei aushandeln, wenn Sie nicht an einen Tarifvertrag gebunden sind. Einigen Sie sich mit dem Minijobber am besten auf einen Stundenlohn und eine bestimmte Stundenzahl pro Woche oder Monat, rechnen das aufs Jahr hoch und teilen es durch 12. So ergibt sich ein immer gleicher Monatsverdienst, was in der Abwicklung am einfachsten ist.
Beispiel:
Ihr Minijobber soll 10 Stunden pro Woche für Sie arbeiten und 8,50 € pro Stunde verdienen. Das ergibt 520 Stunden im Jahr und einen Jahresverdienst von 4.420 €. Geteilt durch 12, vereinbaren Sie einen Monatsverdienst von - aufgerundet - 370 €.

Urlaubsanspruch im Arbeitsvertrag mit Minijobbern

Ihr Minijobber hat Anspruch auf Urlaub. Den berechnen Sie so: Einer Vollzeitkraft (6-Tage-Woche) müssten Sie pro Jahr mindestens 24 Tage Urlaub gewähren. Rechnen Sie diesen Anspruch auf die Arbeitszeit Ihrer Aushilfe herunter. Freiwillig können sie auch längeren Urlaub gewähren - wenn ein Tarifvertrag es vorschreibt, müssen Sie das sogar.
Mindesturlaub errechnen:
24 x Anzahl der Arbeitstage pro Woche / 6 Tage pro Woche = Urlaubstage
Eine Aushilfe arbeitet an 2 Tagen/Woche je 5 Stunden bei Ihnen. Dann steht ihr in einem vollen Jahr mindestens Urlaub von (24 x 2 / 6 =) 8 Tagen mit je 5 Stunden zu.

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Was Sie außerdem im Arbeitsvertrag mit Minijobbern vereinbaren müssen

Weisen Sie Ihren Minijobber unbedingt darauf hin, dass er auf die Rentenversicherungsfreiheit verzichten kann. Durch eigene Zuzahlung kann er dann den vollen Anspruch auf die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung erwerben (Zuzahlung 2008: 4,9 % des vereinbarten Lohns bzw. bei weniger als 155 € Monatslohn etwas mehr, da die Abgabe nach § 163 Abs. 8 SGB VI mindestens 19,9 % von 155 € erreichen muss). Wie er sich entscheidet, nehmen Sie in den Vertrag auf.
Regeln Sie in jedem Arbeitsvertrag mit Minijobbern außerdem,

  • wie der Minijobber krankenversichert ist,
  • ob der Minijobber oder Sie als Arbeitgeber die Lohnsteuer tragen und diese pauschal oder per Lohnsteuerkarte abgerechnet wird sowie
  • ob bzw. welche weiteren Beschäftigungen der Minijobber hat - das brauchen Sie, um zu prüfen, ob Sie ihn tatsächlich als 400-€-Kraft einstufen dürfen.


Macht der Minijobber dazu falsche Angaben, geht das nicht zu Ihren Lasten. Wird es bei einer Betriebsprüfung aufgedeckt, müssen Sie keine Nachzahlungen fürchten.

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