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Ehrlichkeitstest und Torkontrolle: Wann Sie Ihre Mitarbeiter überprüfen dürfen

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Von Astrid Engel,

Leider sind nicht alle Mitarbeiter ehrlich. Und leider haben Sie als Chef nur wenige legale Möglichkeiten, schwarze Schafe zu identifizieren. Lesen Sie hier, unter welchen Umständen Sie mit Ehrlichkeitstests und Torkontrollen Mitarbeiter überprüfen dürfen.

Mitarbeiter überprüfen mit Ehrlichkeitstests

Mit so genannten Ehrlichkeitstests können Sie stichprobenartig Mitarbeiter überprüfen. Beispiel: Sie legen zusätzliches Wechselgeld in eine Kasse. Damit prüfen Sie, ob der Mitarbeiter, der an dieser Kasse eingesetzt wird, das Geld zurückgibt.
Beachten Sie: Mit einem Ehrlichkeitstest verleiten Sie Ihren Mitarbeiter auch zu einer Straftat. Dies kann insbesondere bei Kleinbeträgen dazu führen, dass Sie zwar den Mitarbeiter als Urheber der Straftat ausmachen, aber trotz des Verdachts des Diebstahls hierfür nur abmahnen dürfen. BAG, 18.11.1999, 2 AZR 743/98

Mitarbeiter überprüfen mit Torkontrollen

Um Diebstählen vorzubeugen oder sie aufzuklären, dürfen Sie Ihre Mitarbeiter überprüfen, indem Sie in Ihrem Betrieb Kontrollen an den Eingängen anordnen. Wichtig: Es dürfen keine Mitarbeiter willkürlich kontrolliert werden. Alle müssen gleich behandelt werden.
Besteht ein konkreter Verdacht, dürfen auch Leibesvisitationen durchgeführt werden. Die dürfen aber nur von gleichgeschlechtlichen Kontrolleuren und nicht in der Öffentlichkeit stattfinden. In der Regel muss ein abgeschlossener Raum dafür zur Verfügung stehen.

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Verstöße angemessen ahnden

Sind Sie einem oder mehreren Mitarbeitern durch Kontrollmaßnahmen auf die Spur gekommen, ziehen Sie die notwendigen arbeitsrechtlichen Konsequenzen. Wie weit Sie mit Ihren Sanktionen gehen dürfen, hängt natürlich vom Einzelfall ab. Dabei gilt: Je geringer der Verstoß und je größer die Aussicht ist, dass eine mündliche Rüge, eine schriftliche Ermahnung oder eine Abmahnung bei Ihrem Mitarbeiter Wirkung zeigen, desto "milder" kann und muss Ihre Sanktion ausfallen.
Praxis-Tipp: Ob Sie bei einem Diebstahl kündigen oder nur abmahnen, sollten Sie von der individuellen Situation abhängig machen: Ist Ihr Mitarbeiter einsichtig, trotz des geringen Werts der entwendeten Sache ein schweres Fehlverhalten an den Tag gelegt zu haben? Handelt es sich nach Ihrer Einschätzung um einen "einmaligen" Ausrutscher? Ist der Mitarbeiter schon seit vielen Jahren in Ihrem Betrieb tätig und hat sich bisher nichts zuschulden kommen lassen?

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