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Ein zusätzlicher Minijob neben der Selbstständigkeit bringt Ihnen 1.440 Euro netto mehr

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Von Astrid Engel,

Nebenberuflich selbstständig - dieses Modell ist gerade bei Existenzgründern weit verbreitet. Aber auch der umgekehrte Fall ist möglich: selbstständig und nebenberuflich mit einem Minijob angestellt. Steuerlich ist das sehr attraktiv. Denn für die Einnahmen aus einem Minijob müssen Sie selbst keine Steuern zahlen. Das übernimmt der Arbeitgeber mit einer Pauschalabgabe. Auf diese Weise können Sie bis zu 4.800 Euro pro Jahr steuerfrei dazuverdienen.Beispiel: Günther Beier ist als Berater selbstständig. Nebenher arbeitet er in einem Unternehmen auf 400-Euro-Basis. So verdient er jährlich 4.800 Euro dazu. Würde er dasselbe Geld stattdessen mit seiner selbstständigen Tätigkeit verdienen, müsste er bei einem persönlichen Steuersatz von 30 % 1.440 Euro an Steuern zahlen. Die fallen beim Minijob nicht an.

Vorsicht: Ihr zusätzlicher Minijob und die 400-Euro-Grenze

Diese Vergünstigungen bringt Ihnen ein zusätzlicher Minijob nur, wenn Sie damit maximal 400 Euro pro Monat verdienen. Vorsicht: Unter Umständen werden die Einkünfte aus dem Minijob mit anderen Einkünften zusammengerechnet. Beispiele: Wenn Sie

  • einen weiteren Minijob ausüben oder
  • mit Ihrer selbstständigen Tätigkeit nicht mehr als 400 Euro pro Monat einnehmen. Liegt der Verdienst dann über 400 Euro, müssen Sie sämtliche Einkünfte mit Ihrem persönlichen Steuersatz versteuern (§ 8 Abs. 2 Sozialgesetzbuch IV).

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Ein zusätzlicher Minijob und die Sozialversicherung

Wenn Sie die Voraussetzungen für einen Minijob erfüllen, sind die Einkünfte daraus für Sie häufig auch sozialabgabenfrei. Das gilt für die Kranken-, Pflege- (§ 7 Sozialgesetzbuch V), Renten- (§ 5 Abs. 2 Sozialgesetzbuch VI)    und Arbeitslosenversicherung (§ 27 Abs. 2 Sozialgesetzbuch III).
Beachten Sie aber: Eine Besonderheit gilt für Sie, wenn Sie als Selbstständiger freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse versichert sind. Dann darf Ihre Krankenkasse selbst festlegen, welche Einnahmen für die Berechnung Ihrer Beiträge zugrunde gelegt werden (Das gilt dann automatisch auch für die Pflegeversicherung).
Die meisten Krankenkassen beziehen Einnahmen aus Minijobs mit ein. So heißt es beispielsweise in der Satzung der AOK-Rheinland: "[Zu den Beiträgen] ... gehören das Arbeitsentgelt sowie alle anderen Einnahmen, die für den Lebensunterhalt verbraucht werden oder verbraucht werden könnten." Folge: Hat Ihre Kasse eine ähnliche Regelung, müssen Sie zusätzliche Beiträge auf die Einnahmen aus einem Minijob zahlen.
Sind Sie hingegen als Selbstständiger pflichtversichert, etwa weil Sie als Künstler oder Publizist Mitglied der Künstlersozialkasse sind, werden auf die Einnahmen aus dem Minijob keine zusätzlichen Beiträge an die Krankenkasse fällig. Dasselbe gilt für Mitglieder einer privaten Krankenversicherung.
Fazit: Schon wegen der Steuerfreiheit ist ein zusätzlicher Minijob attraktiv. Zudem sichert er Ihnen regelmäßige Einnahmen. Überlegen Sie, ob ein zusätzlicher Minijob auch für Sie infrage kommt!

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