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Ein Zwischenzeugnis bindet Sie auch für spätere Beurteilungen

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Von Astrid Engel,

Frage: Muss ich einem Mitarbeiter auf Verlangen ein Zwischenzeugnis ausstellen, auch wenn es keinen aktuellen Anlass dafür gibt?

Antwort: Das Zwischenzeugnis ist eine Sonderform des Arbeitszeugnisses. Der Unterschied zum normalen Zeugnis besteht darin, dass es nicht aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses erteilt wird. Ein Zwischenzeugnis kann Ihr Arbeitnehmer nur fordern, wenn das tarif- oder arbeitsvertraglich vereinbart wurde oder er einen anzuerkennenden Grund dafür hat.

Erteilen Sie ein Zwischenzeugnis nicht ohne Grund

Wie wichtig es ist, ein Zwischenzeugnis nicht ohne Grund zu erteilen, folgt aus einer Grundsatzentscheidung des Bundesarbeitsgerichts (BAG, Urteil vom 16.10.2007, Az. 9 AZR 248/07). Darin heißt es, dass der Arbeitgeber bei Erteilung eines Endzeugnisses an den Inhalt eines vorliegenden Zwischenzeugnisses gebunden ist. Das gilt sogar dann, wenn ein Unternehmen einen Betrieb übernommen hat und das Zwischenzeugnis noch vom vorherigen Arbeitgeber ausgestellt worden ist.

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Wenn Sie um ein Zwischenzeugnis nicht herumkommen: Geben Sie einem schwachen Arbeitnehmer kein zu gutes Zwischenzeugnis nur aus Gefälligkeit oder aus der Hoffnung heraus, dass er dann woanders schneller eine Stelle findet. Denn

  • die positiven Formulierungen müssen Sie sich dann ggf. bei einem Rechtsstreit über die Erteilung eines Endzeugnisses vorhalten lassen und
  • durch ein zu gutes Zwischenzeugnis erschweren Sie sich die Möglichkeit einer Abmahnung oder Kündigung.

Anerkannte Gründe für ein Zwischenzeugnis

In folgenden Fällen kann der Arbeitnehmer ein Zwischenzeugnis verlangen:

  • Bewerbung um eine neue Arbeitsstelle
  • Betriebsübernahme
  • längere Arbeitsunterbrechung (Wehr- oder Zivildienst, Erziehungsurlaub, Freistellung als Betriebsrat)
  • wesentliche Änderungen des Aufgabengebiets
  • Ausscheiden des für die Beurteilung zuständigen Vorgesetzten
  • Versetzung
  • Insolvenz
  • Fusionen

Leistungsbeurteilung im Zwischenzeugnis: Auf die Formulierung kommt es an

Die Leistungsbeurteilung gehört zum Kernbestandteil eines qualifizierten Zwischenzeugnisses. Ihre Pflicht als Arbeitgeber zu wahren und zugleich immer auch wohlwollenden Bewertungen führt dazu, dass viele Formulierungen besser klingen, als sie gemeint sind.

Die wahre Bedeutung einer Leistungsbeurteilung wird erst deutlich, wenn Sie darauf achten, was Sie eben gerade nicht in die Leistungsbeurteilung mit aufnehmen. Denn das gezielte Weglassen einzelner Worte und Wortkombinationen ermöglicht Ihnen als Arbeitgeber, bei der Leistungsbeurteilung Ihrer Mitarbeiter feinsinnige Abstufungen vorzunehmen.

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Egal ob es um brandneue Urteile der Arbeitsgerichte geht, die für Sie als Arbeitgeber, als Führungskraft oder als Personalverantwortlicher von Bedeutung sind oder zum rechtssicheren Umgang mit Abmahnungen, Zeugnissen, Kündigungen. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

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