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Einen Mitarbeiter entlassen? So verschicken Sie Ihr Schreiben rechtlich sicher

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Von Astrid Engel,

Ein Entlassungsschreiben ist eine empfangsbedürftige Willenserklärung. Dies bedeutet: Wenn Sie einen Mitarbeiter entlassen wollen, muss Ihr Schreiben den Empfänger tatsächlich erreichen.

Ein Entlassungsschreiben ist eine empfangsbedürftige Willenserklärung. Dies bedeutet: Wenn Sie einen Mitarbeiter entlassen wollen, muss Ihr Schreiben den Empfänger tatsächlich erreichen. Bestreitet der den Zugang, müssen Sie ihn beweisen können. Wie also erreicht Ihr Entlassungsschreiben den Mitarbeiter sicher? Wollen Sie Ihren Mitarbeiter während seiner Anwesenheit entlassen, sollte er Ihnen den Empfang der Entlassung schriftlich bestätigen: "Ich bestätige den Empfang der Entlassung vom ...". Verweigert er die Unterschrift, sind Zeugen hilfreich.

Einen Mitarbeiter entlassen, der nicht anwesend ist

Entgegen einer weit verbreiteten Meinung ist eine Entlassung per Einschreiben oder auch per Einschreiben mit Rückschein nicht rechtssicher und damit nicht praxistauglich. Ist der Empfänger nicht erreichbar und holt er das Einschreiben mit Rückschein später nicht bei der Post ab, ist es nicht zugegangen.
Ausnahme: Sie wollen einem Mitarbeiter entlassen, der nachweisbar "bösgläubig" war.  Bösgläubig bedeutet, dass der Mitarbeiter davon ausgehen musste, dass das Einschreiben eine Entlassung enthielt. Die "Bösgläubigkeit" lässt sich durch Zeugen beweisen, die aussagen, dass der Arbeitnehmer mit der Entlassung rechnete.

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Einschreiben mit Rückschein, wenn Sie einen Mitarbeiter entlassen?

Ein Einschreiben beweist nur, dass etwas abgeschickt und eingeworfen oder übergeben wurde (je nachdem, ob es sich um ein Einwurf-Einschreiben oder ein Einschreiben mit Rückschein handelt). Der Inhalt des Schreibens kann damit nicht belegt werden.
Auch der beim Übergabe-Einschreiben mögliche Rückschein hilft also nicht weiter, weil sich der Inhalt des Schreibens hierdurch nicht belegen lässt. Ein böswilliger Empfänger kann immer einwenden, er habe zwar Post erhalten, ein Entlassungsschreiben sei aber nicht dabei gewesen. Verweigert der Empfänger nachweislich und ohne Grund die Annahme, gilt das Schreiben zwar als zugegangen, allerdings wird der Absender im Streitfall belegen müssen, dass das Schreiben eine Entlassung enthielt.
Gab es bereits offenkundige Hinweise darauf, dass Sie den Mitarbeiter entlassen würden? Dann können Sie möglicherweise belegen, dass der Mitarbeiter mit einer Entlassung rechnen musste und den Zugang des Schreibens deshalb verweigerte, also "bösgläubig" war.

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