Gratis-Download

Erfahren Sie hier, wie Sie Mitarbeitergespräche als Führungsinstrument sinnvoll und effizient einsetzen und welche klaren Gesprächsstrukturen bei...

Jetzt downloaden

Firma zahlt die Bußgelder von Mitarbeitern: Vorsicht, Steuerfalle

0 Beurteilungen

Von Astrid Engel,

Außendienstmitarbeiter oder Fahrer aus dem Vertrieb, die im Halteverbot parken oder sprichwörtlich "zu schnell unterwegs" sind. Oder etwa Mitarbeiter aus der Produktion oder etwa Angehörige der Geschäftsführung, die gegen gesetzliche Bestimmungen verstoßen.

Außendienstmitarbeiter oder Fahrer aus dem Vertrieb, die im Halteverbot parken oder sprichwörtlich "zu schnell unterwegs" sind. Oder etwa Mitarbeiter aus der Produktion oder etwa Angehörige der Geschäftsführung, die gegen gesetzliche Bestimmungen verstoßen.

Das sind ausgewählte typische Beispiele, in denen die Betroffenen Bußgelder oder sogar Geldstrafen kassieren. Kann Ihr Unternehmen in solchen Fällen Geldstrafen oder die geleisteten Bußgelder von Mitarbeitern steuerfrei erstatten bzw. die Zahlung von vornherein steuerfrei übernehmen? Nein, das ist nicht zulässig.


Erstattung der Bußgelder von Mitarbeitern ist steuerpflichtig

Die Kostenübernahme oder Erstattung der Bußgelder bzw. Geldstrafen stellt steuerpflichtigen Arbeitslohn dar. Das folgt aus einer aktuellen Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH, Az. VI R 47/ 06). Wenn Sie Verwarnungsgelder, Geldstrafen oder Bußgelder von Mitarbeitern übernehmen, handelt es sich generell nicht um steuerfreien Auslagenersatz. Denn mit der Kostenübernahme erfüllt Ihr Unternehmen keine eigene Verpflichtung.

Die Folge: Halten Sie Mitarbeiter von den Kosten frei, handelt es sich bei der übernommenen Zahlung um steuerpflichtigen Arbeitslohn.

Selbstständigkeit 2009
Wirtschaftsflaute? Finanzkrise? Wir sagen Ihnen, was jetzt für Sie wichtig ist!
Testen Sie "Selbstständig heute" 4 Wochen gratis!

Im entschiedenen Fall hatte ein Unternehmen die Zahlung eines Bußgelds und einer Geldauflage übernommen, die gegen einen leitenden Angestellten verhängt worden waren. Ihm war vorgeworfen worden, gegen Vorschriften des Lebensmittelrechts durch Umetikettieren von Waren verstoßen zu haben. Ihm war deshalb ein Bußgeld von rund 8.500 Euro auferlegt worden. Zudem war ein Strafverfahren gegen ihn eingestellt worden - gegen Auflage einer Zahlung von 31.000 Euro.


Was das Urteil für diese 3 Praxis-Fälle bedeutet

Kostenerstattung: Sie bezahlen die Verwarnungsgelder bzw. Bußgelder von Mitarbeitern und fordern die betreffenden Mitarbeiter auf, die vom Unternehmen verauslagten Kosten zu erstatten: Lohnsteuerlich ist dieser Vorgang ohne Bedeutung.

Kostenübernahme: Ihr Unternehmen übernimmt die Verwarnungsgelder bzw. Bußgelder, ohne von den betreffenden Mitarbeitern Erstattung zu verlangen. Dann liegt generell Arbeitslohn vor, der als sonstiger Bezug zu versteuern ist.

Lohnabzug: Sie ziehen die vom Unternehmen gezahlten Verwarnungsgelder bzw. Bußgelder den betreffenden Mitarbeitern vom Lohn ab: Hier legen Sie für die Berechnung der Lohnsteuer (und ebenso auch für die Berechnung der Sozialversicherungsbeiträge) den ungekürzten Arbeitslohn zugrunde.

Personal und Arbeitsrecht aktuell

Egal ob es um brandneue Urteile der Arbeitsgerichte geht, die für Sie als Arbeitgeber, als Führungskraft oder als Personalverantwortlicher von Bedeutung sind oder zum rechtssicheren Umgang mit Abmahnungen, Zeugnissen, Kündigungen. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Steigern Sie Ihre Erfolgsquote: Vergaberecht & Angebotsstrategien für Bieter

Die wichtigsten Gesetze für Ihre Personalpraxis

Umfassend über die neuesten Entwicklungen im Personalbereich informiert

Machen Sie Ihre Lohn- und Gehaltsabrechnung unangreifbar!

erkennen.vorbeugen.handeln: Gesunde Arbeit für zufriedene Mitarbeiter

Die neuesten Urteile der Arbeits-, Finanz- und Sozialgerichte