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Freie Praxismitarbeiter: Risikominderung oder potenzielle Problemzone?

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Von Astrid Engel,

Höhere Lohnnebenkosten haben zu dem Trend geführt, statt angestellter Mitarbeiter lieber freie Praxismitarbeiter zu beschäftigen. Und: Das Verordnungsverhalten der zuweisenden Ärzte ist schlecht kalkulierbar. Deshalb möchte so mancher Praxisinhaber das Risiko, angestellte Therapeuten nicht auslasten zu können, minimieren.

Höhere Lohnnebenkosten haben zu dem Trend geführt, statt angestellter Mitarbeiter lieber freie Praxismitarbeiter zu beschäftigen. Und: Das Verordnungsverhalten der zuweisenden Ärzte ist schlecht kalkulierbar. Deshalb möchte so mancher Praxisinhaber das Risiko, angestellte Therapeuten nicht auslasten zu können, minimieren.


Freie Praxismitarbeiter - das sind die Vorteile

Keine lästigen Anmeldungen für Lohnsteuer, keine Fristen und Meldungen von Sozialabgaben und, und, und ... Die Sorge, der angestellte Mitarbeiter könnte länger krank werden und Lohnfortzahlung beanspruchen, ist gerade bei den Inhabern kleinerer Praxen berechtigt, kann dies doch im Extremfall existenzbedrohliche Auswirkungen haben.

Diese Vorteile haben freie Praxismitarbeiter gegenüber Angestellten für die Praxis:

  • Keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall oder bei Mutterschutz, denn freie Praxismitarbeiter sind selbst freiberufliche Unternehmer
  • Kein bezahlter Urlaubsanspruch
  • Keine Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung
  • Bezahlt wird, je nach Vertragsgestaltung, nur die geleistete Therapieeinheit. Bei Ausfällen oder sinkender Patientenzahl tragen freie Praxismitarbeiter das unternehmerische Risiko der Praxis mit.
  • Keine Fortbildungskosten, denn um Fortbildung müssen sich freie Praxismitarbeiter selber kümmern.
  • Keine langen Kündigungsfristen, es können Fristen im Dienstleistungsvertrag frei vereinbart werden.


Ihr Risiko, wenn Sie freie Praxismitarbeiter beschäftigen

Eines der größten Risiken ist für Sie, dass ihm im Nachhinein der Status des freien Mitarbeiters vom Finanzamt oder dem Sozialversicherungsträger aberkannt wird. Dann werden nicht nur teure Nachzahlungen an Lohnsteuer und Sozialabgaben fällig, sondern Ihr freier Praxismitarbeiter hat plötzlich Ansprüche als Angestellter aus einem Arbeitsvertrag, den Sie z. B. in der Höhe des Gehalts auf einen freien Mitarbeiter formuliert haben.

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Das Risiko bei Nichtanerkennung tragen allein Sie als Praxisinhaber! Sie können nicht rückwirkend Zahlungen vom ehemals "freien Praxismitarbeiter" verlangen, nur weil Sie ihm aufgrund der eigenen Einschätzung einen höheren Betrag ausgezahlt haben, als Sie einem Angestellten (bei dem Sie von vornherein Lohnsteuer und Sozialabgaben bei der Lohnberechnung berücksichtigt hätten) zahlen würden.

Außerdem hat Ihr ehemals freier Praxismitarbeiter plötzlich Ansprüche auf Kündigungsfristen und genießt eventuell besonderen Kündigungsschutz.

Tipp: Lassen Sie sich sicherheitshalber eine schriftliche Anerkennung des Mitarbeiterstatus vom Finanzamt und Sozialversicherer vor Vertragsbeginn geben lassen. Beim Finanzamt können Sie eine so genannte Anrufungsauskunft (nach § 42e EStG) erhalten, ob die Vorschriften über die Lohnsteuer in Ihrem Einzelfall Anwendung finden. Die Deutsche Rentenversicherung erteilt (nach § 7a SGB IV) Auskunft über den Status.

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