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Geringfügig entlohnte Aushilfen: Abgabenlast reduzieren - was ist erlaubt, was nicht?

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Von Astrid Engel,

Sind 400-Euro-Aushilfen wegen der pauschalen Abgaben von ca. 30 % des Lohns zu teuer für Sie? Nein! Es gibt Möglichkeiten, wie Sie Ihre Abgabenlast deutlich reduzieren.

Sind 400-Euro-Aushilfen wegen der pauschalen Abgaben von ca. 30 % des Lohns zu teuer für Sie? Nein! Es gibt Möglichkeiten, wie Sie Ihre Abgabenlast deutlich reduzieren.

Geringfügig beschäftigte Aushilfen arbeiten in sogenannten 400-Euro-Jobs und werden auch Minijobber genannt. Sie dürfen ihnen nicht mehr als 400 Euro im Monat bezahlen. Der Minijobber selber zahlt keine Sozialabgaben, Sie als Arbeitgeber hingegen zahlen 30% pauschale Abgaben:

  • 13% Pauschalabgabe zur Krankenversicherung,
  • 15% Pauschalabgabe zur Rentenversicherung,
  • 2% Lohnsteuer-Pauschale

Hinzu kommen geringe  Beträge für die Insolvenzgeldumlage (0,1%) sowie die Umlage U1 für die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall (0,6%) und U2 für Mutterschafts-Aufwendungen (0,07%). Die Umlagen U1 und U2 zahlen Sie nur, wenn Sie nicht mehr als 30 Mitarbeiter haben.

Diese Abgabenlast (bei 400 Euro Lohn immerhin ca. 120 Euro Abgaben) können Sie deutlich reduzieren.


Möglichkeiten, um die Abgabenlast für Aushilfen zu reduzieren

Privat krankenversicherte Aushilfen einstellen

Wenn Ihre Aushilfe privat oder gar nicht krankenversichert ist, entfällt für Sie als Arbeitgeber die Pauschalabgabe zur Krankenversicherung von 13%. Ersparnis: 52 Euro (bei 400 Euro Lohn).

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Lohnsteuerpauschale trägt die Aushilfe

Sie können mit der Aushilfe vereinbaren, dass sie die Lohnsteuer zu tragen hat, wie es auch bei regulären Arbeitsverhältnissen üblich ist (BAG, 1.2.2006, Az. 5 AZR 628/04). Sie sparen dann die 2 % Pauschalabgabe für die Lohnsteuer, das sind 8 Euro (bei 400 Euro Lohn). Die 8 Euro behalten Sie vom Lohn der Aushilfe ein und führen sie an die Minijob-Zentrale ab.


Vorsicht: So dürfen Sie Ihre Abgabenlast nicht reduzieren

Pauschalabgaben nicht auf Aushilfen abwälzen

Die pauschalen Sozialabgaben dürfen Sie nicht auf die 400-Euro-Kraft abwälzen! Eine solche Vereinbarung wäre nichtig, auch wenn die Aushilfe damit einverstanden ist.


Lohn nicht kürzen

Ebenfalls nicht erlaubt ist es, den Lohn einer bereits für Sie tätigen 400-Euro-Kraft zu kürzen, um Ihre Abgabenlast zu reduzieren. Ohne gleichzeitige Kürzung der Arbeitszeit wäre das eine untersagte versteckte Abwälzung.


Alle Mitarbeiter gleich behandeln

Bei Neueinstellungen können Sie Ihre Abgabenlast einkalkulieren und ein geringeres Gehalt vereinbaren, wenn Sie nicht tariflich gebunden sind. Sie müssen aber alle - alte und neue - Mitarbeiter gleich behandeln. Bei etwa gleicher Ausbildung und gleichen Arbeitsaufgaben darf der Lohn nicht unterschiedlich hoch ausfallen.

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