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Im Hauptjob wird Ihre Aushilfe arbeitslos – was sie bei Ihnen verdienen darf

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Von Astrid Engel,

Frage: Ich beschäftige seit mehr als 2 Jahren eine Aushilfe für 300 €/Monat, die ich bei der Minijob-Zentrale als geringfügig Beschäftigte angemeldet habe. Nun ist meine Aushilfe arbeitslos geworden – in Ihrem Hauptjob. Was bedeutet das für die Tätigkeit bei mir? Darf sie ihre Arbeit bei mir weiter führen? Oder wird ihr das Arbeitslosengeld gekürzt, wenn sie weiterhin für die 300 € bei mir arbeitet?
Antwort: Nein! Grundsätzlich darf jemand, der Arbeitslosengeld I bezieht, zwar nur 165 € pro Monat anrechnungsfrei dazuverdienen. § 141 Abs. 2 SGB III lässt aber eine Ausnahme zu: Der Verdienst aus dem Minijob wird nicht angerechnet, wenn eine Aushilfe arbeitslos wird, die folgende Voraussetzungen erfüllt:

  • In den letzten 18 Monaten vor dem Anspruch auf Arbeitslosengeld I war sie mindestens 12 Monate lang bei Ihnen geringfügig beschäftigt
  • Der Verdienst entspricht dem, was die Aushilfe in den letzten 12 Monaten durchschnittlich bekommen hat.


Das heißt in Ihrem Fall: Bevor Ihre Aushilfe arbeitslos wurde, hat sie ein Jahr lang von Ihnen durchschnittlich 300 € bekommen. Diesen Betrag darf sie weiterhin verdienen, ohne dass ihr etwas vom Arbeitslosengeld I gestrichen wird.
Übrigens: Diese Regelung gilt nicht nur, wenn eine Aushilfe arbeitslos wird, sondern auch für nebenberuflich Selbstständige, die im Hauptberuf arbeitslos werden. Ihr auf Basis der selbstständigen Tätigkeit erzieltes Einkommen wird danach also auch nicht auf das Arbeitslosengeld angerechnet.

Weisen Sie auf Konsequenzen hin, wenn Ihre Aushilfe arbeitslos wird


Aber Vorsicht! Auch wer als Aushilfe arbeitslos wird, muss beachten:

  • Arbeitslose dürfen nicht mehr als 15 Stunden pro Woche arbeiten – sonst gilt die Arbeitslosigkeit als beendet. Das gilt unabhängig vom Einkommen. Erfährt die Arbeitsagentur im Nachhinein von einer Überschreitung der 15-Stunden-Grenze, fordert sie das gezahlte Arbeitslosengeld zurück.


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