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Im Vorstellungsgespräch: Darf ein Bewerber lügen, wenn Sie nach Krankheiten fragen?

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Von Astrid Engel,

Grundsätzlich erstreckt sich Ihr Fragerecht nur auf Dinge, die zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit und der Eignung des Bewerbers sowie für die Ableistung der vertraglich geschuldeten Arbeit von Bedeutung sind.

Grundsätzlich erstreckt sich Ihr Fragerecht nur auf Dinge, die zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit und der Eignung des Bewerbers sowie für die Ableistung der vertraglich geschuldeten Arbeit von Bedeutung sind.

Generell gilt: Ein Bewerber darf im Gespräch grundsätzlich nicht lügen. Er muss vielmehr alle Fragen, die Sie als Arbeitgeber rechtmäßig stellen, auch wahrheitsgemäß beantworten.

Aber: Stellen Sie eine Frage, die unzulässig und damit nicht rechtmäßig ist, ist der Bewerber nicht verpflichtet, diese wahrheitsgemäß zu beantworten. Mit anderen Worten: Der Bewerber darf in diesem Fall lügen, ohne dass dies für ihn nachteilige Folgen hat.


Bei welchen Krankheits-Fragen der Bewerber keinesfalls lügen darf

Die Frage nach einer Krankheit ist nach Auffassung des Bundesarbeitsgerichts nur zulässig, wenn dadurch die generelle Arbeits- und Einsatzfähigkeit des Arbeitnehmers betroffen ist. Hat ein Bewerber in einem solchen Fall nichts von sich aus geäußert oder gar auf eine gezielt gestellte Frage nach einer Krankheit die Unwahrheit gesagt, sind Sie berechtigt, das Arbeitsverhältnis anzufechten.

Achtung: Zudem sind Fragen nach bestimmten Krankheiten, die ansteckend oder gefährdend sind, zulässig, soweit die Gesundheit anderer dadurch gefährdet wird.

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Praxistipp: Gehen Sie vor einem Bewerbungsgespräch noch mal die Details durch. Denn Ihre Fragen nach bestehenden Krankheiten beschränken sich auf folgende Punkte:

  • Liegt eine Krankheit vor, durch welche die Eignung für die vorgesehene Tätigkeit eingeschränkt ist?
  • Liegen ansteckende Krankheiten vor, durch die auch die Kollegen und Dritte gefährdet werden könnten?
  • Ist in absehbarer Zeit mit einer Arbeitsunfähigkeit (Operation, Kur) zu rechnen?


Auch in einem solchen Fall darf ein Bewerber nicht lügen:

Noch ein Beispiel, das Sie ebenfalls zur Kündigung berechtigt: Ein Bewerber für einen Brokerposten verschweigt - trotz eindringlicher Nachfragen - dass er beim vorherigen Arbeitgeber wegen des Verdachts finanzieller Unregelmäßigkeiten gekündigt wurde. Hier ist die Bedeutsamkeit für den Arbeitgeber evident:

Als Broker muss man eine absolut integre Person sein. Daher ist einerseits die Nachfrage und andererseits die aus der Schwindelei resultierende Kündigung berechtigt.

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