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Kündigung eines Minderjährigen stets schriftlich an die Eltern richten

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Von Astrid Engel,

Beschäftigen Sie einen Minderjährigen in Ihrem Betrieb, etwa als Aushilfe oder Auszubildenden? Dann müssen sie eine etwaige Kündigung des Arbeitsvertrags schriftlich gegenüber dem gesetzlichen Vertreter erklären!

Beschäftigen Sie einen Minderjährigen in Ihrem Betrieb, etwa als Aushilfe oder Auszubildenden? Dann müssen sie eine etwaige Kündigung des Arbeitsvertrags schriftlich gegenüber dem gesetzlichen Vertreter erklären!

Versäumen Sie das und richten Sie das Kündigungsschreiben nur an den Minderjährigen selbst, ist die Kündigung unwirksam. Dann müssen Sie die Beschäftigung aufrecht erhalten und vor allem den Lohn weiter zahlen, bis Sie eine korrekte Kündigung nachgeholt haben.


Kündigung dürfen Sie dem Minderjährigen zur Weitergabe mitgeben

Nach einem kürzlich veröffentlichten Urteil reicht es aber aus, wenn Sie dem Minderjährigen ein an seinen gesetzlichen Vertreter gerichtetes Kündigungsschreiben persönlich mitgeben (LAG Schleswig-Holstein, 20. 3. 2008, Az. 2 Ta 45/08).

Nimmt dieser den Inhalt des Schreibens tatsächlich zur Kenntnis, wird die Kündigung wirksam. Aus Nachweisgründen sollten Sie sich den Erhalt der Kündigung aber unbedingt von dem gesetzlichen Vertreter schriftlich bestätigen lassen!


Nur ein Elternteil muss den Erhalt der Kündigung bestätigen

Gesetzliche Vertreter eines Kindes sind übrigens die Eltern, und zwar gemeinschaftlich. Ein Elternteil kann aber den anderen - auch stillschweigend - bevollmächtigen, wiederum ihn bei der Vertretung des Minderjährigen zu vertreten. Auf eine solche Bevollmächtigung durch den einen Elternteil muss der andere Elternteil nicht hinweisen.

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Das heißt in der Praxis: Es reicht aus, wenn ein Elternteil Ihnen den Erhalt der Kündigung bestätigt - auch dann, wenn zuvor beide ihre Einwilligung zu dem Arbeitsvertrag erteilt hatten.


Gesetzlicher Vertreter muss dem Arbeitsvertrag mit Minderjährigen zugestimmt haben

Praxistipp: Achten Sie schon bei der Einstellung darauf, dass der Arbeitsvertrag mit einem Minderjährigen überhaupt wirksam wird. Ein Minderjähriger ist nämlich nur beschränkt geschäftsfähig. Sie brauchen deshalb die Einwilligung seines gesetzlichen Vertreters-am besten schriftlich.

Ohne diese  Einwilligungserklärung (Ermächtigung) ist der Arbeitsvertrag "schwebend unwirksam". Das heißt: der Vertrag gilt als von Anfang an unwirksam, wenn der gesetzliche Vertreter auch im Nachhinein nicht zustimmt.

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