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Kurzarbeitergeld-Berechnung und wie Ihre Firma in dieser Situation profitieren kann

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Von Iris Schuler,

Frage: Wegen eines Auftragseinbruchs haben wir Kurzarbeit eingeführt. Ich möchte meine Mitarbeiter nun zur Fortbildung schicken. Hat das irgendwelche Auswirkungen auf die Kurzarbeitergeld-Berechnung?

Frage: Wegen eines Auftragseinbruchs haben wir Kurzarbeit eingeführt. Ich möchte meine Mitarbeiter nun zur Fortbildung schicken. Hat das irgendwelche Auswirkungen auf die Kurzarbeitergeld-Berechnung?

Antwort: Das konjunkturelle Kurzarbeitergeld wird seit 1.1.2009 für bis zu 18 Monate gewährt. Die Sozialabgaben tragen normalerweise Sie als Arbeitgeber allein. Mit dem Konjunkturpaket II wurde beschlossen, dass Sie die Hälfte der Beiträge von der Agentur für Arbeit erstattet bekommen.


Tipp: Fortbildung während der Kurzarbeit

Ebenfalls neu: Schicken Sie kurzarbeitende Arbeitnehmer während der Zeit der Kurzarbeit auf betrieblich veranlasste Aus-, Weiter- oder Fortbildungsmaßnahmen, bekommen Sie auf Antrag sogar die vollen Sozialabgaben für diese Arbeitnehmer erstattet. Das Konjunkturpaket ist bereits im Bundestag verabschiedet und soll noch im Februar 2009 durch den Bundesrat abgesegnet werden.

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Zusatzfrage: Wird bei der Kurzarbeitergeld-Berechnung auch der Lohn berücksichtigt, den ein Mitarbeiter normalerweise durch Mehrarbeit verdient hätte?

Antwort: Das kommt darauf an, ob es um die Berechnung des Soll-Entgelts oder des Ist-Entgelts geht. Unterscheiden Sie bei der Berechnung des - lohnsteuerfreien - Kurzarbeitergelds folgende Angaben bzw. Werte:


Kurzarbeitergeld-Berechnung mit Kalkulationsbeispiel

Soll-Entgelt: Es handelt sich um den Bruttoarbeitslohn, den der Arbeitnehmer ohne den Arbeitsausfall im Kalendermonat bei Vollzeitarbeit erzielt hätte (ohne Mehrarbeit und ohne Einmalzahlungen).

Ist-Entgelt: Gemeint ist der im jeweiligen Kalendermonat erzielte Brutto-Arbeitslohn zuzüglich aller zustehenden Entgeltanteile (einschließlich der Entgelte für Mehrarbeit). Einmalzahlungen bleiben auch hier außer Betracht.

Pauschaliertes Netto-Entgelt: Es ist der um die gesetzlichen Abzüge für Steuern und Sozialversicherungsbeiträge verringerte Brutto-Lohn. Das pauschalierte Netto-Entgelt erhalten Sie sowohl beim Soll-Entgelt als auch beim Ist-Entgelt, wenn Sie das jeweilige Entgelt um folgende Abzüge verringern:

  • Sozialversicherungspauschale in Höhe von 21 %,
  • Lohnsteuer nach der jeweiligen Steuersteuerklasse,
  • Solidaritätszuschlag.

Netto-Entgeltdifferenz: Unterschiedsbetrag zwischen pauschalierten Netto-Entgelt aus dem Soll-Entgelt und dem pauschalierten Netto-Entgelt aus dem Ist-Entgelt

Erhöhter Leistungssatz 1: Kurzarbeitergeld in Höhe von 67 % der Netto-Entgeltdifferenz (Arbeitnehmer mit mindestens einem Kind)

Allgemeiner Leistungssatz 2: Kurzarbeitergeld in Höhe von 60 % der Netto-Entgeltdifferenz (alle übrigen Arbeitnehmer)


Beispiel: Ihr Unternehmen ordnet Kurzarbeit an. Ein Mitarbeiter (Steuerklasse III, Kinderfreibetrag 1,0) verdient ohne Kurzarbeit 2.500 Euro und während der Kurzarbeit 1.500 Euro monatlich. Unter Zugrundelegung der amtlichen Tabelle rechnen Sie wie folgt:

  • Pauschaliertes Netto-Entgelt aus dem Sollentgelt: 1.838,84 Euro
  • Pauschalierte Netto-Entgelt aus dem Istentgelt: 1.185,00 Euro
  • Netto-Entgeltdifferenz: 653,84 Euro
  • Kurzarbeitergeld: (67 % von 653,84 Euro) 438,07 Euro
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