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Midijob: Wann ein Job in der Gleitzone sinnvoll ist

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Von Astrid Engel,

Wenn Sie Ihrer Aushilfe regelmäßig etwas mehr als 400 € pro Monat zahlen wollen, ist sie kein Minijobber, also keine geringfügig entlohnte Kraft mehr. Wenn das Beschäftigungsverhältnis auf Dauer angelegt ist und Ihre Aushilfe nicht mehr als 800 €/Monat bei Ihnen verdient, gilt sie als Midijobber und hat einen so genannten Job in derGleitzone. Wo liegt nun der Unterschied zwischen Minijob und Midijob?

Wenn Sie Ihrer Aushilfe regelmäßig etwas mehr als 400 € pro Monat zahlen wollen, ist sie kein Minijobber, also keine geringfügig entlohnte Kraft mehr. Wenn das Beschäftigungsverhältnis auf Dauer angelegt ist und Ihre Aushilfe nicht mehr als 800 €/Monat bei Ihnen verdient, gilt sie als Midijobber und hat einen so genannten Job in derGleitzone. Wo liegt nun der Unterschied zwischen Minijob und Midijob?

Für Sie als Arbeitgeber bedeutet ein Job in der Gleitzone:

Sobald der Verdienst der Aushilfe über die 400 €-Grenze steigt, entfallen für Sie als Arbeitgeber die für den Minijob üblichen Pauschalabgaben in Höhe von 30% für die Sozialabgaben.
Bei Mitarbeitern mit einem Job in der Gleitzone zahlen Sie den regulären Arbeitgeberanteil an den Sozialabgaben und kommen damit derzeit auf rund 20 % Abgaben vom Brutto-Lohn. Das ist also günstiger für Sie als die pauschalen Abgaben für eine 400-€-Kraft – es sei denn, die Aushilfe ist privat krankenversichert.

Für Ihren Mitarbeiter mit Job in der Gleitzone gilt:

Im Gegensatz zum Minijob zahlt er Sozialabgaben. Allerdings ist sein Arbeitnehmeranteil an den Sozialabgaben reduziert. Er zahlt weniger als rund 20 % Sozialabgaben – und zwar umso weniger, je näher sein Verdienst an der 400-€-Grenze liegt. Bei 800 € Monatsverdienst entspricht die Höhe seines Arbeitnehmeranteils an den Sozialabgaben dann in etwa wieder Ihrem Arbeitgeberanteil. Zudem ist ein Job in der Gleitzone regulär lohnsteuerpflichtig, was das Netto des Mitarbeiters weiter schmälert.

Wann ein Job in der Gleitzone die richtige Wahl ist

Das bedeutet: Aus Ihrer Sicht ist es durchaus sinnvoll, eine gesetzlich krankenversicherte Aushilfe etwa für 410 €/Monat in der Gleitzone statt mit 400 €/Monat geringfügig entlohnt zu beschäftigen. Sie haben dann eine geringere Abgabenlast.

 

Für Ihre Aushilfe ist der Job in der Gleitzone aber mit höheren Abgaben als ein Minijob verbunden. Sie wird sich dann darauf einlassen, wenn es ihr darum geht, für einen relativ geringen Betrag die vollen Ansprüche in der gesetzlichen Krankenversicherung zu erwerben.

Ist Ihre Aushilfe jedoch über einen anderen Job oder über ihren Ehepartner krankenversichert, macht es aus ihrer Sicht wenig Sinn, für etwas mehr als 400 € für Sie zu arbeiten. Wollen Sie sie für Ihr Unternehmen gewinnen, sollten Sie unter der Grenze bleiben und das Beschäftigungsverhältnis doch als 400-€-Job gestalten.

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