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Mini-Jobber: Achten Sie auf die Einhaltung der 400-€-Grenze

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Von Astrid Engel,

Nur wenn das Arbeitsentgelt für Ihren Mini-Jobber die 400-€-Grenze nicht übersteigt, erhält er seine Bezahlung „brutto wie netto“. Ob sein Arbeitsentgelt tatsächlich regelmäßig im Monat unterhalb der 400-€-Grenze bleibt, müssen Sie im Wege der Prognose ermitteln. Als Grundlage dient der voraussichtliche durchschnittliche Jahresverdienst. Dabei müssen Sie auch eventuell vereinbarte Sonderzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld berücksichtigen. Solche Sonderzahlungen müssten Sie dann auf die einzelnen Monate des Jahres verteilen.


In welchen Fällen Sie die 400-€-Grenze überschreiten dürfen

Ein gelegentliches Übersteigen der 400-€-Grenze ist übrigens möglich. Es muss aber ein unvorhergesehenes Ereignis zugrunde liegen.

Beispiel: So geht es ...:

Jana Gärtner arbeitet als Reinigungskraft auf Stundenbasis. Aufgrund eines furchtbaren Unwetters in diesem Sommer musste Sie im Juli ungewöhnlich viele Arbeitsstunden leisten und hat bereits deshalb die 400-€-Grenze wegen ihrer hohen Stundenzahl überschritten.
Kein Problem, denn bei dem Unwetterschaden handelt es sich um ein unerwartetes Ereignis – und die Überschreitung der 400-€-Grenze beruht darauf. Denn so schnell ist mit einem neuen Unwetter dieser Größenordnung nicht mehr zu rechnen. Das Ereignis ist damit „nicht regelmäßig“, und Sie können Jana Gärtner den ihr zustehenden Lohn auszahlen – auch dann, wenn er die 400-€-Grenze weit überschreitet. 2-mal im Jahr sind solche Überschreitungen möglich.

 

Tipp: Dokumentieren Sie diese Ereignisse aber sorgfältig, und sammeln Sie Beweise, die Sie bei Bedarf einem Betriebsprüfer vorlegen können.

 

Beispiel: So geht es nicht ...:

In den letzten beiden Monaten hat Jana Gärtner die 400-€-Grenze um jeweils 80 € überschritten, ohne dass ein unvorhergesehenes Ereignis eingetreten war.

 

Folge: In diesem Fall liegt kein gelegentliches Überschreiten vor. Jana Gärtner ist nicht mehr als geringfügig Beschäftigte anzusehen. Ein 2-maliges aufeinander folgendes Überschreiten der 400-€-Grenze bedeutet nämlich kein gelegentliches, sondern bereits ein regelmäßiges Überschreiten, wenn nicht ausnahmsweise ein unvorhersehbares Ereignis eingetreten ist. Jana Gärtner wäre daher versicherungspflichtig.

 

 

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