Gratis-Download

Erfahren Sie hier, wie Sie Mitarbeitergespräche als Führungsinstrument sinnvoll und effizient einsetzen und welche klaren Gesprächsstrukturen bei...

Jetzt downloaden

Mini-Jobber als Aushilfe beschäftigen: Was Sie wissen müssen

0 Beurteilungen

Von Astrid Engel,

Viele Selbstständige beschäftigen Mini-Jobber als Aushilfe. Lesen Sie hier, was Sie wissen müssen, wenn auch Sie sich durch Mini-Jobber unterstützen lassen wollen. Als Minijob bezeichnet man

Viele Selbstständige beschäftigen Mini-Jobber als Aushilfe. Lesen Sie hier, was Sie wissen müssen, wenn auch Sie sich durch Mini-Jobber unterstützen lassen wollen. Als Minijob bezeichnet man

  • eine geringfügig entlohnten Beschäftigung, bei der Sie dem Mini-Jobber nicht mehr als € 400,- monatlich zahlen - eine kleine Teilzeitstelle sozusagen, oder
  • eine kurzfristige Beschäftigung, bei der Sie den Mini-Jobber nicht mehr als zwei Monate oder insgesamt 50 Arbeitstage pro Jahr beschäftigen. In diesem Sonderfall brauchen Sie gar keine Sozialabgaben abzuführen.

Besonderheiten bei geringfügig entlohnten Mini-Jobbern:

1. Der Bruttoverdienst inklusive Sonderzahlungen (z.B. Weihnachtsgeld) darf höchstens € 400,- pro Monat betragen. Wie viele Stunden Ihr Mini-Jobber dafür arbeitet, spielt keine Rolle
2. Ihr Mini-Jobber zahlt grundsätzlich keine Abgaben - weder Steuern noch Sozialversicherung.

3. Sie als Arbeitgeber müssen pauschale Abgaben in Höhe von 30 Prozent des Bruttolohns abführen:

  • 15 Prozent Rentenversicherung,
  • 13 Prozent Krankenversicherung (entfällt, falls Ihr Mini-Jobber privat versichert ist)
  • 2 Prozent Lohnsteuer,
  • Nur für Arbeiter: wenn Sie nicht mehr als 30 Mitarbeiter beschäftigen, zahlen Sie noch eine kleine Umlage (U1) in Höhe von 0,1 Prozent für die Erstattung der Lohnfortzahlung bei Krankheit.


Beispiel: Sie zahlen Ihrem Mini-Jobber für Büroarbeiten € 300,- pro Monat. Ihre Kosten belaufen sich dann auf € 390,- pro Monat - € 300,- + € 90,- pauschale Abgaben.

Besonderheiten bei kurzfristig beschäftigten Mini-Jobbern:

1. Der Mini-Jobber darf bei Ihnen und anderen Arbeitgebern maximal 50 Tage oder zwei Monate im Kalenderjahr kurzfristig arbeiten. 2. Der Job muss befristet sein und darf nicht regelmäßig (z.B. unbefristet jeden Dienstag) ausgeübt werden. 3. Verdient der Mini-Jobber mehr als € 400,- pro Monat, darf die Tätigkeit nicht berufsmäßig sein (auf der sicheren Seite sind sie aber zum Beispiel bei Hausfrauen, Schülern oder Aushilfen, die eine reguläre Hauptbeschäftigung haben), 4. Unter den genannten Voraussetzungen fallen dann keine Sozialversicherungsbeiträge für Sie als Arbeitgeber und keine für den Mini-Jobber an. 5. Die Steuern rechnen Sie entweder per Lohnsteuerkarte oder pauschal mit 25 Prozent ab (trägt je nach Vereinbarung der Arbeitnehmer oder Arbeitgeber).

Gründung 2008
Firmen-Gründung in 2008 geschafft? Glückwunsch! Sofort-Hilfe hier.
Testen Sie "Selbstständig heute" 4 Wochen gratis!

Nachteile bei der Beschäftigung von Mini-Jobbern

Allerdings hält sich ein Mini-Jobber immer nur eine vergleichsweise kurze Zeit in Ihrem Unternehmen auf - die Identifikation mit der Arbeit und die Motivation, Verantwortung zu übernehmen, sind häufig gering. Insbesondere für sehr qualifizierte Tätigkeiten ist ein Minijob eher ungeeignet.

Zuständige Behörde für Mini-Jobber: Bundesknappschaft

Jeden Mini-Jobber - ob geringfügig oder kurzfristig beschäftigt - müssen Sie bei der Bundesknappschaft anmelden. Für € 400,- Kräfte reichen Sie jeweils monatlich einen Beitragsnachweis ein und führen auch die pauschalen Abgaben dorthin ab.
Weitere Informationen: Bundesknappschaft, Minijob-Zentrale, 45115 Essen,
Tel.: (01801) 200504, Fax: (0201) 384979797,
E-Mail: minijob@minijob-zentrale.de
Internet: www.minijob-zentrale.de

Personal und Arbeitsrecht aktuell

Egal ob es um brandneue Urteile der Arbeitsgerichte geht, die für Sie als Arbeitgeber, als Führungskraft oder als Personalverantwortlicher von Bedeutung sind oder zum rechtssicheren Umgang mit Abmahnungen, Zeugnissen, Kündigungen. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Steigern Sie Ihre Erfolgsquote: Vergaberecht & Angebotsstrategien für Bieter

Die wichtigsten Gesetze für Ihre Personalpraxis

Umfassend über die neuesten Entwicklungen im Personalbereich informiert

Machen Sie Ihre Lohn- und Gehaltsabrechnung unangreifbar!

erkennen.vorbeugen.handeln: Gesunde Arbeit für zufriedene Mitarbeiter

Die neuesten Urteile der Arbeits-, Finanz- und Sozialgerichte