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Mini-Jobber nach Tarif bezahlen - ist das ernst gemeint?

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Von Astrid Engel,

Frage: Ich möchte einen Mini-Jobber als Aushilfe einstellen. Als Unternehmer in der Baubranche muss ich mich ja an den allgemeinverbindlichen Tarif-Vertrag halten. Nun heißt es, dass ich auch einen Mini-Jobber nach Tarif bezahlen muss.

Frage: Ich möchte einen Mini-Jobber als Aushilfe einstellen. Als Unternehmer in der Baubranche muss ich mich ja an den allgemeinverbindlichen Tarif-Vertrag halten. Nun heißt es, dass ich auch einen Mini-Jobber nach Tarif bezahlen muss.

Aber dann verdient er ja mehr als ein Mitarbeiter in Vollzeit! Von dessen Lohn gehen immerhin noch die gesamten Abgaben ab. Am Monatsende hat der reguläre Mitarbeiter dann ja viel weniger als die Aushilfe. Ist das wirklich so gemeint?


Tarif gilt auch für Mini-Jobber

Antwort: Ja, das ist tatsächlich so. Angenommen, der Tarif-Lohn beträgt 9,50 Euro pro Stunde brutto. Dann gehen bei einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer davon die Lohnsteuer und sein Anteil an den Sozialversicherungsbeiträgen ab. Netto erhält er also wesentlich weniger ausgezahlt als ein Mini-Jobber.

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Der Mini-Jobber bekommt 9,50 Euro pro Stunde ausgezahlt, weil Sie als Arbeitgeber die pauschalen Abgaben von derzeit rund 30 % an die Minijob-Zentrale abführen und nicht von seinem Lohn einbehalten dürfen. Nur die 2 % für Lohnsteuer können Sie ihm abziehen, wenn Sie das miteinander vereinbart haben.


Mini-Jobber erwerben keinen Sozialversicherungsschutz

Aber: Ihre regulär beschäftigten Mitarbeiter sind ganz anders abgesichert. Sie sind nämlich kranken-, pflege-, renten- und arbeitslosenversichert. Der Mini-Jobber hingegen erwirbt durch Ihre Pauschalabgaben keinerlei Sozialversicherungsschutz - warum sollte er also durch einen geringeren Lohn dafür "zahlen"?

Sicher, auch manchem regulär beschäftigten Mitarbeiter wäre es lieber, wenn er keine Beiträge an die gesetzliche Rentenversicherung zahlen müsste und stattdessen privat für sein Alter vorsorgen könnte. Das steht aber auf einem ganz anderen Blatt. Die Regelung, dass Sie einen Mini-Jobber bei gleicher Tätigkeit ebenso nach Tarif bezahlen müssen wie einen Festangestellten, kann durch solche Überlegungen jedenfalls nicht ausgehebelt werden.

Tipp: Ist ein Mini-Jobber privat oder gar nicht krankenversichert, entfällt die pauschale Abgabe zur Krankenversicherung. Das bedeutet für Sie, dass Sie Ihre Abgabenlast von rund 30% auf nur noch 17% senken. Haben Sie also die Wahl zwischen zwei gleich geeigneten Aushilfen, entscheiden Sie sich am besten für die mit der privaten Krankenversicherung.

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