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Minijob-Aushilfe einstellen: Welche Alternative es zum klassischen Minijob gibt

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Von Astrid Engel,

Wenn Sie einen Mitarbeiter als Minijobber einstellen wollen, haben Sie grundsätzlich diese beiden Möglichkeiten:
1.    400-€-Kräfte sind im Regelfall so genannte geringfügig entlohnte Beschäftigte. Das bedeutet: Ihre Minijob-Aushilfe zahlt keine Abgaben zur Sozialversicherung, ist über den Job aber auch nicht kranken- oder arbeitslosen versichert und kann ihre Ansprüche auf eine gesetzliche Rente nur in ganz geringem Maße erhöhen. Was Ihre Minijob-Aushilfe verdient, ist steuerfrei. Sie als Arbeitgeber führen im Regelfall 30% vom vereinbarten Lohn als Sozialabgaben an die Minijob-Zentrale ab.
2.    Kurzfristige Beschäftigungen zählen ebenfalls zu den Minijobs. Das Besondere daran ist: Dabei fallen überhaupt keine Sozialabgaben an. An die Minijob-Zentrale führen Sie nur 0,1 % vom Lohn als U1 (Umlage für Entgeltfortzahlung) ab. Eine kurzfristige Beschäftigung ist zwar lohnsteuerpflichtig, doch fällt die Lohnsteuerlast geringer aus als die Abgabenlast bei 400-€-Kräften.

Wann Sie eine Minijob-Aushilfe günstig als kurzfristig Beschäftigte einstellen können


Vor allem die folgenden 2 Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit die Minijob-Aushilfe den günstigen Regelungen für kurzfristige Beschäftigungen unterliegt:
1.    Die Minijob-Aushilfe darf in einem Kalenderjahr nicht länger als 50 Tage bzw. (bei einer 5-Tage-Woche) 2 Monate kurzfristig beschäftigt arbeiten. Jobs bei verschiedenen Arbeitgebern werden zusammengerechnet.
2.    Sie müssen die Minijob-Aushilfe auf Basis eines befristeten, maximal 1 Jahr laufenden Vertrages beschäftigen. Soll sie danach weiter für Sie tätig werden, müssen Sie erst eine Pause von 2 Monaten einlegen.
Das heißt für Sie: Bevor Sie eine Aushilfe als klassische 400-€- Kraft, also  als geringfügig entlohnte Beschäftigte einstellen, prüfen Sie, ob Sie den Job auch als kurzfristige Beschäftigung gestalten können, um von der Sozialversicherungsfreiheit zu profitieren.

Wann Sie die klassiche 400-€-Variante für Ihre Minijob-Aushilfe wählen sollten

Für den klassischen 400-€-Job müssen bzw. sollten Sie sich dennoch entscheiden, wenn die Minijob-Aushilfe die Grenze von 50 Tagen bzw. 2 Monaten kurzfristiger Arbeit im Kalenderjahr überschreiten wird. Oder, wenn die genannte Grenze zwar nicht überschreiten wird, aber die Minijob-Aushilfe unbefristet für Sie tätig werden soll. Anderenfalls müssten Sie sich nämlich die Mühe machen und für jedes Jahr einen neuen befristeten Rahmenvertrag abschließen. Nach dessen Ende müssten Sie außerdem 2 Monate Pause abwarten, bevor die Minijob-Aushilfe wieder für Sie arbeiten darf.

Wann eine klassiche, geringfügig entlohnte 400-€-Kraft besser geeignet ist:


Eine Aushilfe soll für Sie jeden Freitag 8 Stunden im Büro leichte Verwaltungsarbeiten erledigen. Stellen Sie sie als 400-€-Kraft ein, kostet Sie das zwar die pauschalen Abgaben. Dafür müssen Sie sich nicht um die 50-Tage-Grenze kümmern und auch keinen befristeten Rahmenarbeitsvertrag schließen, nach dessen Ablauf Sie zwangsläufig 2 Monate auf die Kraft verzichten müssen.
Bedenken Sie auch, dass ein auf Dauer angelegtes Arbeitsverhältnis eher geeignet ist, die Aushilfe zu guter Arbeit zu motivieren und an Ihr Unternehmen zu binden, sodass Sie nicht ständig jemand Neuen einarbeiten müssen.

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