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Mit dem passenden Rekrutierungsweg auf Personalsuche: Teil 2

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Personalsuche

Von Günter Stein,

Um die wirklich geeigneten Kandidaten für ihre offenen Stellen zu finden, investieren die meisten Unternehmen viel Zeit und Geld. Für die Personalbeschaffung bieten sich dabei die unterschiedlichsten Rekrutierungswege an. Einige davon haben wir Ihnen schon vorgestellt. Im zweiten Teil erläutern wir Ihnen die Vor- und Nachteile der Personalbeschaffung durch Headhunter und Möglichkeiten der internen Personalbeschaffung.

Personalbeschaffung über Personalvermittler und Headhunter

Personalsuche und Personalauswahl kosten nicht nur Zeit, sondern erfordern auch Erfahrung. Besonders kleinen Unternehmen mangelt es oft sowohl an der Erfahrung, als auch an den personellen Ressourcen, um die Personalauswahl erfolgreich durchzuführen. Da prasselt eine Flut von Initiativbewerbungen oder wenig geeigneten Bewerbungen auf die Personalverantwortlichen ein und es fehlt einfach an der Zeit, adäquat darauf zu reagieren und die geeigneten Bewerber von den ungeeigneten zu trennen. Wie jedoch können kleinere Unternehmen trotzdem zu neuen Mitarbeitern kommen, die sie wirklich weiter bringen? Eine Lösung: Sie beauftragen professionelle Personalvermittler bzw. Headhunter.

Was ist der Unterschied zwischen einem Personalvermittler und einem Headhunter?

Eine klare Unterscheidung gibt es nicht. Im Kern erledigen beide Vermittler dieselbe Tätigkeit: Sie übernehmen die Personalsuche und Auswahl von qualifizierten Fach- und Führungskräften im Auftrag eines Unternehmens.

Im Rahmen der Personalsuche wenden Personalvermittler und Headhunter im Wesentlichen zwei Suchmethoden an: die anzeigengestützte Suche und die Direktsuche. Die Praxis besteht mittlerweile meist aus einer Kombination beider Methoden.

Bei der Anzeigensuche schalten die Vermittler Stellenanzeigen in geeigneten Online- und/oder Print-Medien. Die am häufigsten genutzten Onlinemedien sind Stellenbörsen, Karriereportale und soziale Netzwerke. Das entsprechende Hintergrundwissen und die guten Kenntnisse im Umgang mit den Informations- und Webtechnologien ermöglichen professionellen Personalvermittlern die besonders effiziente Anwendung dieser Medien.

Ist die Anzeigensuche oft auch von kleineren Unternehmen noch zu bewerkstelligen, wenn auch meist mit geringerem Erfolg, ist die zweite Suchmethode für viele schlicht zu aufwändig. Bei der Direktsuche machen sich die Vermittler oder Headhunter aktiv auf die Suche nach passenden Bewerbern, die sie dann auch auf persönlichem Wege gezielt ansprechen. Überwiegend geht es hierbei um sehr gut ausgebildete Fach- und Führungskräfte, die sich aktuell in einem laufenden Beschäftigungsverhältnis befinden. Bei einer Übereinstimmung mit Ihren Anforderungen versuchen die Vermittler, den betreffenden Kandidaten zum Jobwechsel zu bewegen. Die vorausgehende Recherche erfolgt meist über verschiedene Quellen (z. B. Datenbanken, das eigene Netzwerk, Fachliteratur usw.).

Ob der Dienstleister sich nun Personalvermittler oder Headhunter nennt, er kennt den Markt und weiß, aus welchem Bewerberpool er geeignete Kandidaten für Sie rekrutieren kann.

Wie schon beschrieben, gehört zur Arbeit von Personalvermittlern und Headhuntern auch das Abwerben von Mitarbeitern. Diese Form der Personalbeschaffung ist mittlerweile in allen Branchen üblich und auch Ihre Mitbewerber nutzen dieses Mittel höchstwahrscheinlich. Wie aber halten Sie die mühsam beschafften Mitarbeiter auch in Zukunft. Als Unternehmen können Sie meist nur eine Strategie verfolgen um Ihre Leistungsträger zu halten: Bieten Sie Ihren Mitarbeitern eine gute Karriereperspektive und ein motivierendes Arbeitsumfeld, denn ein hohes Einkommen allein bindet heutzutage Spitzenkräfte nicht mehr auf Dauer an einen Arbeitgeber.

Interne Personalbeschaffung

Bei der internen Personalbeschaffung stellen Sie einen Mitarbeiter aus dem eigenen Unternehmen ein, indem Sie diesen befördern. Warum sollten Sie immer nach dem unbekannten Spitzen-Mitarbeiter suchen, der womöglich die Erwartungen dann doch nicht erfüllt? Auch in Ihrem Unternehmen gibt es Mitarbeiter, die das Potential besitzen, weit mehr zu leisten und mehr Verantwortung zu übernehmen. Sie müssen diese nur finden.

Entweder finden Sie solche Mitarbeiter über eine interne Stellenausschreibung oder durch einen Vorschlag eines Vorgesetzten. Aber auch die Übernahme eines Auszubildenden nach dessen Lehrzeit stellt eine interne Personalbeschaffung dar.

Die interne Stellenausschreibung

Die interne Stellenausschreibung eignet sich insbesondere für mittlere bis große Unternehmen. Gibt es in Ihrem Unternehmen ausreichend qualifizierte Mitarbeiter, ist es durchaus sinnvoll, eine Stelle intern auszuschreiben (in der Werkszeitung, am Schwarzen Brett, im Intranet).

Verfahren Sie bei internen Stellenausschreibungen ebenso sorgfältig, wie bei der externen Personalsuche. Auch der Inhalt einer internen Stellenausschreibung sollte möglichst vollständig Auskunft über die zu besetzende Position geben, sie genau beschreiben und sie organisatorisch zuordnen. Weiter sollten Sie eine kurze Beschreibung der eigentlichen Aufgaben und der Anforderungen einfügen. Wenn nötig sollten Sie auch die Arbeitszeiten angeben und über den Ablauf der Bewerbung informieren.

Vorschläge eines Vorgesetzten

Eine weitere Möglichkeit der internen Personalbeschaffung sind Vorschläge von Vorgesetzten. Im Normalfall kennt jeder Vorgesetzte die Qualifikationen und Möglichkeiten seiner Mitarbeiter sehr gut und kann auch deren Potential realistisch einschätzen. Daher sind diese Empfehlungen in der Regel erfolgversprechend. Außerdem ist den meisten Vorgesetzten auch daran gelegen, gute und qualifizierte Mitarbeiter nach Möglichkeit im Unternehmen zu halten. Und das funktioniert langfristig eben nur, wenn diese Mitarbeiter persönliche Entwicklungsmöglichkeiten sehen.

Übernahme eines Auszubildenden

Eine offensichtliche Maßnahme der internen Personalbeschaffung ist auch die Übernahme eines Auszubildenden nach seiner Lehrzeit. Diese Möglichkeit sollten Sie bei Ihrer Personalplanung immer im Auge behalten. Das gilt natürlich besonders dann, wenn es sich um Auszubildende handelt, die sich während ihrer Lehrzeit im besonderen Maße qualifiziert haben.

Vorteile der internen Personalbeschaffung

Die interne Personalbeschaffung bietet einen entscheidenden Vorteil gegenüber der externen Suche. Die Chancen einer kostspieligen Fehlbesetzung sind weit geringer. Zum einen konnten Sie die Leistungsfähigkeit Ihres Mitarbeiters schon ausgiebig testen. Zum anderen kennt er die organisatorischen Abläufe und das Unternehmen, sodass Anlaufschwierigkeiten und Probleme in der Einarbeitung viel seltener auftreten.

Noch mehr Vorteile der internen Personalbeschaffung: Bietet ein Unternehmen seinen Mitarbeitern Aufstiegschancen, dann erhöht das in der Regel auch die Motivation der gesamten Belegschaft und Sie binden Ihre Mitarbeiter langfristig an Ihr Unternehmen. Außerdem entstehen für Sie durch die interne Personalbeschaffung keine weiteren Kosten.

Nachteile der internen Personalbeschaffung

Zu den Nachteilen einer internen Beschaffung von Mitarbeitern gehört, dass es, je nach Unternehmensgröße, häufig nur eine sehr begrenzte Auswahlmöglichkeit gibt. Auch sind die eigenen Mitarbeiter womöglich schon etwas „betriebsblind“ und können weniger neue, kreative Ideen einbringen. Dabei sind manchmal gerade Impulse von außen sehr wichtig.

Außerdem: Auf die attraktivsten Stellen werden sich auch intern meist mehrere Mitarbeiter bewerben, Sie können jedoch im Zweifel nur einen einstellen. Mitarbeiter, die nicht für die Stelle berücksichtigt werden konnten, entwickeln womöglich Frust oder sogar Neid auf den Kollegen, der die Stelle bekommen hat. Das wiederum kann sich unter Umständen nachhaltig negativ auf das Betriebsklima auswirken. Besonders problematisch sind Situationen, in denen nach der Stellenbesetzung ein Vorgesetztenverhältnis zwischen ehemals gleichberechtigten Kollegen entsteht.

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