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Mitarbeiter beurteilen: Was Sie nicht ins Zeugnis schreiben dürfen

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Von Astrid Engel,

Ein Zeugnis muss immer wohlwollend formuliert sein. Daher dürfen Sie folgende Umstände nicht erwähnen, wenn Sie Ihren Mitarbeiter beurteilen:

  • Welche Gründe Sie als Arbeitnehmer veranlasst haben, die Kündigung auszusprechen gehört nicht in die Beurteilung. Es sei denn, dies wäre im Interesse des Mitarbeiters oder wird von ihm ausdrücklich so gewünscht. Handelt es sich also um eine berechtigte außerordentliche (fristlose) Kündigung, dürfen Sie lediglich den Beendigungszeitpunktes angeben, um diese Tatsache zu verdeutlichen.
  • Auch der Verdienst Ihres Mitarbeiters ich Ihrem Unternehmen ist tabu.
  • Kann der Mitarbeiter seinen Beruf wegen einer Krankheit nicht mehr ausüben? Dann dürfen Sie Behinderungen und Krankheiten (auch Alkoholabhängigkeit), erwähnen. Anderenfalls haben diese Dinge in einem Zeugnis nichts zu suchen.
  • Das gleiche gilt für krankheitsbedingte Fehlzeiten.


Hier gibt es übrigens einen eleganten Ausweg. Wenn Sie einen Mitarbeiter beurteilen, der lange krankheitsbedingt ausgefallen ist, wählen Sie einfach diese Formulierung: "Herr ____ war ab dem __.__.____ als ______ in unserem Unternehmen tätig. Sein Arbeitsverhältnis endet am __.__.____." Durch die zeitliche Differenz zwischen den beiden Zeitangaben wird deutlich, dass der Mitarbeiter nicht bis zum Schluss in dieser Position gearbeitet hat.

Dürfen Sie eine Gewerkschaftszugehörigkeit erwähnen, wenn Sie einen Mitarbeiter beurteilen?

Nur wenn der Mitarbeiter das ausdrücklich wünscht, dürfen Sie sein Engagement in der Gewerkschaft oder im Betriebsrat erwähnen. Oder, wenn er so lange als Betriebsrat tätig war, dass Sie seine beruflichen Leistungen nicht mehr bewerten können. Hierzu steht allerdings noch eine Entscheidung des Bundesarbeitsgerichtes aus.
"Steht der Mitarbeiter unter dem Verdacht, eine strafbare Handlung begangen zu haben" Diesen Umstand dürfen Sie ebenfalls nicht erwähnen, wenn Sie einen Mitarbeiter beurteilen. Zumindest dann, wenn eine Straftat im Zusammenhang mit dem Arbeitsverhältnis erwiesen ist (beispielsweise Beleidigung, Körperverletzung, Diebstahl, Unterschlagung oder sexueller Übergriff), dürfen Sie dies folgendermaßen andeuten: "... das Arbeitsverhältnis endete wegen Unstimmigkeiten". Nur in ganz besonders schwerwiegenden Fällen dürfen Sie den Vorfall auch konkret benennen.

Vertragsbrüchige Mitarbeiter beurteilen: So formulieren Sie korrekt

Auch die Nichteinhaltung von Verträgen dürfen Sie nicht deutlich benennen wenn Sie Mitarbeiter beurteilen. Angenommen, Ihr Mitarbeiter möchte kurzfristig eine besser dotierte Stelle bei einem anderen Arbeitgeber antreten und stellt ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist seine Arbeit ein. Ausdrücklich erwähnen dürfen Sie diesen Vertragsbruch nicht, jedoch können Sie diese Formulierung verwenden, wenn Sie den Mitarbeiter beurteilen: "Herr Muster hat unsere Gesellschaft aus eigenem Entschluss am __.__.____ verlassen, um sofort eine neue Tätigkeit anzunehmen."

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